Aufstiegschancen bei der Polizei

Amtsbezeichnungen mittlerer Dienst

Quelle: Wikipedia.org

Wer seine Ausbildung bei der Polizei erfolgreich bestanden hat, für den beginnt anschließend die Laufbahn im Beruf. In der Regel bleibt man dabei nicht sein ganzes Leben in einem bestimmten Rang. Sowohl bei den Landespolizeien als auch bei der Bundespolizei haben die Beamten einige Aufstiegschancen. Aufstiege sind dabei sowohl innerhalb der jeweiligen Laufbahn möglich als auch durch den Sprung in die nächsthöhere Laufbahn.

Mittlerer Dienst

Mittlerer Dienst ist die niedrigste Laufbahn bei der Polizei und der Bundespolizei, bietet aber gleichzeitig auch die größten Aufstiegschancen. Als schulische Voraussetzung wird häufig (nicht in allen Bundesländern) die mittlere Reife vorausgesetzt. Während der Ausbildung trägt man in der Regel den Rang eines Polizeimeisteranwärters, nach dem Bestehen der Laufbahnprüfung wird man zunächst zu einem Beamten auf Probe ernannt.

Als junger Polizeimeister beginnt man seine Karriere häufig bei der Bereitschaftspolizei. Auch der Streifendienst in einem Polizeirevier zählt typischerweise zu den frühen Aufgaben von Polizisten. Mit wachsender Erfahrung und zunehmenden Dienstjahren steigen nach und nach die Aufstiegschancen. Nach dem Polizeimeister bietet der Mittlere Dienst die Möglichkeit zum Polizeiobermeister und Polizeihauptmeister aufzusteigen. Dies bedeutet vor allem mehr Verantwortung für die Polizisten. In höheren Rängen ist man häufig ein Gruppenleiter, Streifenführer oder bei kleineren Einsätzen auch Einsatzleiter.

Gehobener Dienst

Der gehobene Dienst bei der Polizei und der Bundespolizei ist die interessanteste Polizeilaufbahn. Ähnlich wie im mittleren Dienst kann man direkt durch eine Ausbildung in die Laufbahn einsteigen. Da die Ausbildung aber ein Studium beinhaltet, muss man als Voraussetzung die Fachhochschulreife mitbringen. Allerdings werden die Stellen im gehobenen Dienst nicht nur allein durch neue Bewerber und Auszubildende besetzt. Sowohl bei der Bundespolizei als auch bei den Landespolizeien stellt man in jedem Jahr sicher, dass auch Beamte im mittleren Dienst Aufstiegschancen für die höhere Polizeilaufbahn haben. Wer sich in seiner Arbeit im mittleren Dienst überdurchschnittlich zeigt, erhält oft die Möglichkeit, in die nächsthöhere Laufbahn aufzusteigen.

Der Aufstieg in den gehobenen Dienst beinhaltet allerdings wie bei den Neueinsteigern ein Studium. Mit dem Abschluss des Bachelorstudiums können sich die Polizisten entscheiden, ob sie anschließend bei der Schutz- oder der Kriminalpolizei arbeiten möchten. Wer sich für die Schutzpolizei entscheidet, erhält anschließend den Rang Polizeikommissar, bei der Kriminalpolizei trägt der Rang äquivalent den Namen Kriminalkommissar.

Der Einstieg in die Laufbahn ist allerdings noch lange nicht das Ende der Aufstiegschancen, die ein gehobener Dienst bei der Polizei oder der Bundespolizei bietet. Durch gute Leistungen und mit den entsprechenden Dienstjahren kann man weitere Ränge aufsteigen. Nach dem Polizeikommissar wartet der Polizeioberkommissar und anschließend der Polizeihauptkommissar. Mit dem Aufstieg wachsen allerdings auch die Verantwortung und die Aufgaben bei der Polizei und der Bundespolizei. Ein Polizeihauptkommissar ist beispielsweise oft für eine ganze Polizeistation verantwortlich.

Höherer Dienst

Im Gegensatz zum mittleren und gehobenen Dienst ist der höhere Dienst bei der Polizei und der Bundespolizei nur durch einen Aufstieg zu erreichen. Es wird keine Ausbildung angeboten, mit der Neulinge direkt in den höheren Dienst einsteigen können. Die Laufbahn bietet daher nur Aufstiegschancen für Polizisten im gehobenen Dienst. Dabei umfasst der Sprung in die nächsthöhere Polizeilaufbahn erneut ein Studium. Dieses dauert typischerweise zwei Jahre.

Nach dem Abschluss des Studiums erhält man typischerweise den Rang eines Polizeirats. Wie schon im gehobenen Dienst enden damit die Aufstiegschancen allerdings noch nicht. Es besteht die Möglichkeit zum Polizeioberrat, Polizeidirektor und letztendlich zum leitenden Polizeidirektor aufzusteigen.

Höherer Dienst bedeutet praktisch, dass man es hier mit den höchsten Positionen innerhalb der Polizei und der Bundespolizei zu tun hat. Nach dem Polizeidirektor gibt es daher noch ein paar weitere Aufstiegschancen, die einen letztendlich zum Verantwortlichen der Polizei eines ganzen Bundeslandes machen können. Dementsprechend gibt es im höheren Dienst auch einige Ämter, die nur von einer einzigen Person gehalten werden. Dazu gehört beispielsweise der Direktor der Polizeihochschule, der Direktor in der Bundespolizei, der Präsident der Landespolizeidirektion in verschiedenen Bundesländern oder die Landespolizeipräsidenten.