GSG9

Die GSG9 ist die Eliteeinheit der BundespolizeiUnter den Polizeieinheiten Deutschlands ist die GSG9 so etwas wie die Eliteeinheit. Die Spezialeinheit der Bundespolizei kommt immer dann zu Einsatz, wenn es besonders gefährlich wird. GSG9-Einsätze, wie der Kampf gegen Schwerstkriminalität und terroristische Bedrohung, erfordern allerdings eine entsprechende Ausbildung. Die GSG9 sucht immer Nachwuchs, auch wenn nicht jeder ein geeigneter Bewerber ist. Neben sportlichen Voraussetzungen müssen Interessenten auch charakterliche Stärke mitbringen, um den Sprung von der Polizei zur GSG9 zu schaffen.

GSG9 – Die Bedeutung Abkürzung

Die Abkürzung GSG9 steht für Grenzschutzgruppe 9, dem ursprünglichen Gründungsnamen der Eliteeinheit. Anhand der GSG9-Abkürzung lässt sich erkennen, dass die GSG9 ursprünglich einmal ein Bestandteil des Bundesgrenzschutzes war. Mittlerweile ist die Grenzschutzgruppe ein Teil der Bundespolizei. Den Namen hat sie trotz der veränderten Bedeutung behalten, auch wenn heute primär nur die Abkürzung und der Beisatz der Bundespolizei genutzt werden. Die ursprüngliche GSG9 Bedeutung der Abkürzung hat sich nicht verändert, in der Regel spricht aber niemand mehr von der Grenzschutzgruppe, da die GSG 9 sowohl im Inland als auch im Ausland zum Einsatz kommt.

GSG9 vs KSK

Die GSG9-Frauen und -Männer sind beim Kampf gegen Schwerstkriminalität und terroristische Bedrohung nicht nur in der Heimat aktiv, sondern auch im Ausland. Trotz der Tatsache, dass die GSG9-Abkürzung für Grenzschutzgruppe steht, können GSG9-Einsätze also beispielsweise im Nahen Osten oder in Asien stattfinden. Hier überschneidet sich das Einsatzgebiet oft mit dem KSK (Kommando Spezialkräfte) der Bundeswehr. Beide Spezialeinheiten haben allerdings streng abgetrennte Zuständigkeitsgrenzen, welche durch die jeweils zuständigen Ministerien definiert sind. Aus diesem Grund sind auch keine Wettbewerbe oder Streits á la GSG9 vs KSK zu erwarten. Die GSG 9 übernimmt häufig Personenrettungsaufgaben sowie den Personenschutz im Ausland, während das Kommando Spezialkräfte für militärische Einsätze vorgesehen ist.

Voraussetzungen für die Grenzschutztruppe

Wer sich dafür interessiert, das GSG9 Logo einmal selbst auf der Brust zu tragen, der muss zunächst einmal eine Polizeiausbildung absolvieren. Interessenten können sich nicht direkt bei der GSG9 bewerben, sondern müssen den Weg über den normalen Polizeidienst gehen. Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Man kann sich zum einen über die Bundespolizei bei der GSG9 bewerben und zum anderen über die normalen Landespolizeidirektionen. Dies bedeutet allerdings auch, dass man zunächst einmal alle Voraussetzungen für den aktiven Polizeidienst erfüllen muss. Bei der Bundespolizei-Bewerbung im mittleren Dienst gehören dazu beispielsweise ein Realschulabschluss, ein Alter zwischen 16 und 27 Jahren, die deutsche oder eine andere EU-Staatsbürgerschaft sowie keine Vorstrafen oder Schulden. Neben dem Weg über die Bundespolizei zur GSG9 kann man wie schon erwähnt auch über die Landespolizeidirektionen gehen. Hier muss man die Voraussetzungen und das Auswahlverfahren des jeweiligen Bundeslandes bestehen.

Bevor es zur GSG9 gehen kann, muss man entweder über die Bundespolizei oder über die Landespolizeidirektionen gehen

Von der Polizei zur GSG9

Da es sich bei der GSG 9 um ganz besondere Einsatzeinheiten der deutschen Polizei handelt, werden auch die Bewerber entsprechend tiefgreifend überprüft. Die GSG9 sucht Nachwuchs, ähnlich wie bei der Bundespolizei-Bewerbung muss man aber erst einmal ein Auswahlverfahren überstehen. Generell können sich alle Beamte der mittleren und gehobenen Laufbahn der Polzei für die GSG9 bewerben, wobei die GSG9 sowohl Frauen als auch Männer nimmt. Wichtig ist aber, dass man das 32. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Die ärztliche Untersuchung ist vor der Zulassung zum weiteren EignungsverfahrenNach der Bewerbung untersucht ein Arzt erst einmal die generelle gesundheitliche Eignung der Interessenten. Dabei werden die verschiedensten gesundheitlichen Aspekte überprüft und nur, wen man jeden Bereich besteht, wird man für das Auswahlverfahren zugelassen. Geeignete Bewerber dürfen zum Beispiel keine Sehhilfe haben, da dies bereits ein Ausschlusskriterium ist.

Das Auswahlverfahren

Hat man alle Voraussetzungen erfüllt und auch die ärztliche Untersuchung bestanden, wird man zu einem viertägigen Auswahlverfahren eingeladen. Dieses findet jährlich im Frühjahr in Sankt Augustin statt. Das Testverfahren wird vor Ort in zwei Teilbereiche unterteilt. Zum einen müssen die Bewerber ihre geistigen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Hierzu gehören ein IQ-Test, ein Englischtest, ein Konzentrationstest und ein Interview. Bei letzteren wird beispielsweise auch die charakterliche Stärke der Bewerber für die polizeiliche Spezialeinheit getestet.

Der zweite große Aufgabenbereich überprüft die körperlichen Fähigkeiten der Bewerber. Hier gibt es gleich eine ganze Reihe von Aufgaben. Den Anfang macht ein Sporttest, zu dem Aufgaben wie Bankdrücken, Klimmzüge, Cooper-Test, 1000-Meter-Lauf und Standweitsprung gehören. Darüber hinaus müssen die Bewerber eine Hindernisbahn absolvieren. Bei der Hindernisbahn treffen die Teilnehmer des Auswahlverfahrens auf insgesamt 14 Hindernisse, die innerhalb von 3:30 Minuten zu überwinden sind.Teil des Auswahlverfahrens bei der GSG9 ist auch ein Sporttest

Beamte der Grenzschutzgruppe 9 sind aber nicht nur am Boden, sondern auch in der Luft unterwegs. Aus diesem Grund gehört auch ein Höhentest zum Auswahlverfahren. In diesem müssen die Teilnehmer beweisen, dass sie nicht nur schwindelfrei sind, sondern auch, dass sie großen Höhen stressfrei und sicher arbeiten können. Darüber hinaus werden die Fähigkeiten an der Waffe und das praktisch-technische Verständnis möglicher Rekruten überprüft.

Weitere Vorkenntnisse

Auch wenn die Bewerber sich im Auswahlverfahren einer Vielzahl an Aufgaben stellen müssen, die GSG 9 fragt nicht alle Fähigkeiten ab, die für die Arbeit der Einsatzeinheiten der Spezialeinheit wichtig sind. Aus diesem Grund empfiehlt die Grenzschutzgruppe ihren Bewerbern, dass sie selbst ihre Fähigkeiten in bestimmten Bereichen vor dem Beginn einer möglichen GSG9-Ausbildung überprüfen. Zu diesen zählt vor allem das sogenannte Einsatztraining. Als Mitglied der Polzei ist die GSG9 eine Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit. Selbstverteidigungs- und Festnahmetechniken sind daher Standard und werden von den Bewerbern vorausgesetzt. Gleiches gilt auch für die Themen Klettern und Orientierungskunde.

Die GSG9-Ausbildung

Hat man das Auswahlverfahren überstanden, ist man dem Traum, einmal selbst das GSG9-Logo auf der Brust zu tragen, einen großen Schritt näher. Im Anschluss an die Auswahl wartet ein neun-monatige Ausbildung. Diese ist in zwei Abschnitte zu je 4,5 Monaten mit einem Urlaubsblock unterteilt. Im ersten Teil erhalten die angehenden Spezialkräfte eine umfassende Basisausbildung, zu der Grundfertigkeiten des Schießens und der Taktik sowie militärischer Drill gehören. Auch wenn es sich bei der GSG 9 um eine Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit handelt, gehören Themen wie Orts- und Häuserkampf oder taktisches Klettern zur Ausbildung dazu.

Nach der Basisausbildung folgt im zweiten Teil die Spezialausbildung. Diese ist körperlich weniger anstrengend, fordert die Auszubildenden aber psychisch mehr. Als Vorbereitung für den Einsatz als polizeiliche Spezialeinheit werden beispielsweise verschiedene Geiselnahmeszenarien durchgespielt. Bei der Ausbildung der GSG9 sind auch Fahrzeuge von großer Bedeutung. Dabei geht es nicht nur, um die GSG9-Fahrzeuge, die selbst im Einsatz benutzt werden, sondern auch um mögliche Einsatzorte.

Wusstest Du, dass Geiselnahmen nicht nur in Gebäuden, sondern auch in Luftfahrzeugen, öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn oder maritimen Verkehrsmitteln stattfinden können? Für all diese Fälle trainiert die Polzei die GSG9-Beamten.

Im aktiven Dienst

Nach dem Abschluss der Ausbildung können sich die Auszubildenden entscheiden, welcher Einsatzeinheit sie sich anschließen müssen. Einzige Beschränkung bei der Auswahl kann der aktuelle Bedarf sein. Wenn eine Einheit bereits voll besetzt ist, dann muss man sich eine Alternative suchen. Mit dem Beginn des aktiven Dienstes hört der Lernprozess allerdings nicht auf. Vor allem das erste Jahr bei der GSG 9 bedeutet zunächst weiteres Lernen. So erwirbt der Beamte in einer Spezialisierungsausbildung weitere Zusatzqualifikationen. Dazu zählen Präzisionsschützenwesen, taktisches Tauchen und taktisches Fallschirmspringen.

Trotz der Spezialausbildung nimmt man im ersten Jahr aber an den normalen Einsätzen seiner Einheit teil. Gleiches gilt auch, wenn man nach zwei Jahren Diensterfahrung die Chance bekommt, weitere Zusatzqualifikationen zu erlernen. In diesen können sich die Beamten zu Aufklärern, Technikern oder Sanitätern ausbilden lassen. Durch die neuen Qualifikationen steigt anschließend auch die Verantwortung des jeweiligen Beamten in der Einheit. Und auch nach der erneuten Spezialausbildung ist das Thema Lernen für die Mitglieder der GSG 9 nicht beendet. Im Laufe des aktiven Dienstes wird man immer wieder in neuen Dingen geschult und weitergebildet. Mitunter nehmen GSG9-Beamte sogar an Ausbildungen der Kommando Spezialkräfte teil und erwerben so weitere Fähigkeiten.


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