Polizei Laufbahn höherer Dienst

Polizei Laufbahn höherer DienstPolizei Laufbahn höherer Dienst: Aufgaben, Einsatzbereiche, Voraussetzungen, Ausbildung

Führungspositionen bei der Polizei sind grundsätzlich mit Stellen der Laufbahn höherer Dienst verbunden. Wenn Du Vollzugsbeamter oder Vollzugsbeamtin im höheren Dienst bist,
  • leitest Du Dienststellen
  • oder Du leitest Polizeieinheiten
  • oder Du leitest Polizeieinrichtungen
  • regelst Du den Einsatz von Polizeikräften
  • kümmerst Dich um die Organisation und technische Ausrüstung
  • übernimmst Du die Ausbildung des Nachwuchses
  • hast Du Aufsichtsaufgaben

Klingt gut? Dann erfährst Du hier, wie die Bewerbung für den höheren Dienst in den einzelnen Bundesländern aussieht. Du lernst, welche Aufstiegsmöglichkeiten Du haben wirst, wie viele Ausbildungsstellen es gibt und in welchem Ausbildungsabschnitt Du Dich für welche Laufbahn entscheiden kannst.

Was genau ist höherer Dienst überhaupt?

Allgemein wird bei der Polizei unter dem Begriff höherer Dienst die höchste Laufbahn zusammengefasst. Aber die Bezeichnung ist nicht bundeseinheitlich geregelt. Die Bundespolizei als solche gibt es nicht, Polizei ist in Deutschland Ländersache. Daher sprechen einige Bundesländer von höherem Dienst, andere Bundesländer dagegen von der „Laufbahngruppe 2, zweites Einstiegsamt“ oder von einer „Laufbahngruppe 2, zweite Einstiegsebene“. Einige Bundesländernennen es auch „vierte Qualifikationsebene“ oder „viertes Einstiegsamt“. Gemeint ist jedoch in jedem Fall „höherer Polizeidienst“, unabhängig von der genauen Bezeichnung.

Als Polizist im höheren Dienst bist zu unter Anderem auch bei Demonstrationen verantwortlich
Als Polizist im höheren Dienst bist zu unter Anderem auch bei Demonstrationen verantwortlich

Tätigkeitsfeld höherer Polizeidienst

Was genau unterscheidet nun die Tätigkeiten der Polizeibeamten im höheren Dienst von denen anderer Menschen im Polizeidienst? Stell Dir vor, ein wichtiges Fussballspiel findet statt. Es werden Fans aus verschiedenen europäischen Ländern erwartet, unter Umständen auch gewaltbereite Menschen. Wie sorgt man für die Sicherheit einer solchen Veranstaltung? Das ist Aufgabe der Polizei, und die Organisation obliegt den Beamten im höheren Dienst.
Und das ist auch bei anderen Veranstaltungen so:
  • bei Volksfesten
  • Demonstrationen
  • Konzerten
  • Kundgebungen
  • oder politischen Versammlungen

Neben der Sicherheit der Menschen verschiedener Interessengruppen muss auch bedacht werden, was bei einem Notfall getan werden kann. Es ist immer mal wieder möglich, dass ein Feuer ausbricht, jemand mit gesundheitlichen Problemen zusammenbricht, es zu extrem schweren Regenfällen kommt oder die Veranstaltung aus anderen gründen abgebrochen werden muss. Damit der Abbruch sicher und in geordneten Bahnen verläuft, ist ein ordentliches Polizeiaufgebot nötig. Die Bundespolizei sorgt dafür, dass alle Veranstaltungsteilnehmer und -teilnehmerinnen das Gelände ohne größere Zwischenfälle verlassen können und in Sicherheit sind. Vorsorge- und Sicherheitsvorkehrungen sind Aufgabe der Beamten im Polizeivollzugsdienst. Sie planen die Veranstaltung, teilen die Polizeikräfte im Vorfeld ein und wissen auch, woher sie im Zweifelsfall Verstärkung bekommen können. Ihnen obliegt die Ausrüstung aller am Einsatz beteiligten Polizisten, von der einfachen Dienstuniform über eine eventuell nötige Schutzausrüstung und Bewaffnung bis hin zur Aufrechterhaltung der Kommunikation.

 

Trockenübungen: Szenarien werden durchgespielt und geplant

Als Polizist im höheren Dienst ist man unter Anderem mit der Planung von Einsätzen bei verschiedenen Großveranstaltungen betraut
Als Polizist im höheren Dienst ist man unter Anderem mit der Planung von Einsätzen bei verschiedenen Großveranstaltungen betraut

Die Ausbildung für den höheren Polizeidienst ist nie ganz abgeschlossen. Um immer gut vorbereitet zu sein, müssen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen jeder einzelnen Landespolizei immer wieder mögliche Ereignisse im Planspiel üben. Es werden Großveranstaltungen geplant, verschiedene mögliche Notfälle und Katastrophenfälle in die Überlegungen einbezogen und die Planung wird jeweils so verändert, dass jedes nur mögliche Szenario erfolgreich und sicher beendet werden kann. Von der Planung der genauen Anzahl an Einsatzpolizisten und der Mannstärke der Schutzpolizei bis hin zum Lenken von Besucherströmen und dem Anlegen sicherer Rettungsgassen muss alles für jede mögliche Intervention geplant werden.

Das ist aber nur die trockene Theorie. Bevor irgendeine Großveranstaltung überhaupt stattfinden kann, muss die Planung gemeinsam mit dem Veranstalter oder Veranstalterin besprochen werden. Stadt und Rettungskräfte werden ebenfalls involviert. Höherer Dienst bedeutet also, dass man weniger mit dem tatsächlichen Einsatz vor Ort zu tun hat als vielmehr mit der langwierigen Planung im Vorfeld.

Höherer Polizeidienst bedeutet Einsatzleitung in Theorie und Praxis

Die Planung von Großveranstaltungen ist die eine Sache, die andere ist die tatsächliche Leitung der Einsätze. Und auch die gehört zu den Aufgaben der Beamten im Polizeivollzugsdienst, in der höheren Laufbahn. Sie sind Abteilungs- oder Dienststellenleiter und müssen im Notfall schnell reagieren können. Das bedeutet, das manchmal eben auch keine sorgfältige Planung möglich ist.
  • Die Einsatzleitung muss schnell reagieren.
  • Die erforderlichen Maßnahmen müssen sofort eingeleitet werden.
  • Die verfügbaren Polizeikräfte müssen optimal eingesetzt werden.

Schon gewusst?

Polizeivollzugsdienst im höheren Polizeidienst bedeutet auch, dass Du Führungsaufgaben übernimmst, wenn es um die Verfolgung und Aufklärung von Straftaten geht. Du koordinierst die Ermittlungen, organisierst die Befragung der Zeugen und Zeuginnen, kümmerst Dich um den Austausch mit anderen Behörden und kannst als Sachbearbeiter oder Sachbearbeiterin in Gruppenstäben tätig werden. Auch die Leitung von öffentlichen Aufklärungskampagnen obliegt den Beamten im höheren Polizeidienst. Wenn Du manchmal sonntags abends den Tatort schaust, weißt Du schon recht gut, was Polizeivollzugsdienst im höheren Polizeidienst bedeutet. Du musst auch Maßnahmen zur Verbrechensprävention planen können. Du hast die
  • fachliche
  • personelle und
  • organisatorische

Leitung Deines Bereichs. Du bist dafür verantwortlich, dass die benötigte technische Ausrüstung immer bereit steht. Das kann bis zur Leitung einer Polizeidirektion gehen. Als Polizeidirektion bezeichnet man normalerweise die Mittelbehörde der Landespolizeien. Einzige Ausnahme ist Baden-Württemberg: Hier ist die Polizeidirektion die unterste Verwaltungsebene, direkt über den einzelnen Revieren. Im Saarland steckt das Gleiche drin, aber das Label ist anders, hier heißt die Polizeidirektion „Polizeibezirksinspektion“ (PBI). Der Polizeidirektion ist das Polizeipräsidium vorgesetzt.

Nochmal zusammengefasst

Du leitest also konkret:

  • eine Dienststelle oder
  • einen Schutzbereich innerhalb einer Stadt oder
  • einen Schutzbereich innerhalb einer Gemeinde oder
  • eine Abteilung der Wasserschutzpolizei oder
  • eine Hubschrauberstaffel im Verkehrsdienst.

Du bist also das, was man oft auch als Polizeipräsident bezeichnet. Es gehört auch zu Deinen Aufgaben, Deine Abteilung gegenüber der Presse und der allgemeinen Öffentlichkeit zu vertreten. Mit dem einfachen Dienst bei der Schutzpolizei hat das also nichts mehr zu tun. Ganz schön viel Verantwortung …

Hohe Anforderung an Dich für den höheren Polizeidienst

Dass bei soviel Verantwortung die Anforderung an Dich hoch ist, sollte klar sein. Dafür sind dann auch die Aufstiegsmöglichkeiten entsprechend gut. Für die Bewerbung im höheren Polizeidienst solltest Du das mitbringen:
  • Abitur oder gleichwertiger Bildungsabschluss
  • Studium an einer Fachhochschule für den öffentlichen Dienst oder an einer vergleichbaren Bildungseinrichtung
  • Laufbahnprüfung für den gehobenen Polizeivollzugsdienst bestanden
  • Berufspraxis im Polizeidienst, also mehrjährige Erfahrung
  • besondere Bewährung im Dienst
  • Auswahlverfahren bestanden
  • alternativ zu den letzten fünf Punkten Studium an einer wissenschaftlichen Hochschule und Auswahlverfahren bestanden
  • bestandener Einstellungstest der Polizei (kann bei Direkteinstieg wegfallen)

Zusätzlich solltest Du die Voraussetzungen erfüllen, dass Du in ein Beamtenverhältnis berufen werden kannst. Und Du musst polizeidiensttauglich sein. Das alles wird im Einstellungstest geklärt: Du absolvierst verschiedene Prüfungsbausteine und durchläufst eine polizeiärztliche Untersuchung. Welche Erfahrung andere Bewerber und Bewerberinnen mit den einzelnen Prüfungen gemacht haben, kannst Du in unseren Erfahrungsberichten erfahren!

Ausbildungsstellen? Studium!

Das Studium im höheren Dienst der PolizeiDu merkst es schon: Hier geht es nicht so sehr um eine praktische Ausbildung wie beispielsweise bei der Schutzpolizei. Für den höheren Polizeidienst musst Du ein Studium absolvieren. Das Masterstudium ist in Modulen aufgebaut. Du wirst sowohl Theorie lernen als auch praktische Studienabschnitte absolvieren müssen. Wie die meisten anderen Masterstudiengänge auch dauert das Studium zwei Jahre. Du wirst das erste Studienjahr in den Polizeidienststellen und an den respektiven Bildungseinrichtungen absolvieren müssen. Das zweite Studienjahr ist ein eigener Ausbildungsabschnitt, und den verbringst Du an der Deutschen Hochschule der Polizei. Die befindet sich in Münster. Und dieser zweite Ausbildungsabschnitt wird immer und grundsätzlich in Münster absolviert, ganz egal, ob Du Dich für den höheren Dienst bei der Bundespolizei oder bei einer Landespolizei interessierst.

Am Ende des Studiums steht die Masterprüfung: Das sind Modulprüfungen, die während des Studiums bereits abgelegt werden. Dazu kommt eine schriftliche Masterarbeit. Erst danach wirst Du die mündliche Masterprüfung ablegen. Der gesamte Aufbau der Prüfung und der Ablauf der einzelnen Prüfungsteile unterliegt der Prüfungsordnung „Öffentliche Verwaltung – Polizeimanagement“. Jeden Prüfungsteil darfst Du bei Nichtbestehen je einmal wiederholen. Welche Anforderung genau das Studium an Dich stellt, solltest Du vor der Bewerbung bei der jeweiligen Landespolizei respektive Bundespolizei erfragen.

Vier Dienstgrade im höheren Polizeivollzugsdienst

Mit dem höheren Polizeidienst sind verschiedene Dienstgrade verbunden. Die heißen im Vorbereitungsdienst Polizeireferendar (kurz PRef) und Polizeiratanwärter (kurz PRA). Die Bundesländer vergeben für diese Dienstgrade verschiedene Abzeichen. Es hängt also davon ab, ob Du in Hessen, Bayern, NRW, Schleswig-Holstein oder einem anderen Bundesland Dein Studium absolvierst und im höheren Polizeidienst tätig bist, ob Du eine goldene Litze trägst, damit verbunden einen grünen Stern oder was auch immer. Wenn Du schon ein Amt im gehobenen Dienst innehast, wirst Du eine weitere goldene Litze auf Deine Schulterklappen bekommen. Die Schulterklappe selbst ändert sich aber nicht.

Nach dem Vorbereitungsdienst hast Du vier Dienstgrade vor Dir, die Deine Aufstiegsmöglichkeiten klar umreißen:

  • erste Stufe der Karriereleiter: Polizeirat (kurz PR, entspricht dem Kriminalrat (KR) bei der Kriminalpolizei)
  • zweite Stufe: Polizeioberrat (kurz POR, entspricht dem Dienstgrad Kriminaloberrat (KOR) bei der Kriminalpolizei)
  • dritte Stufe der Karriereleiter: Polizeidirektor (PD, entspricht dem Kriminaldirektor (KD) der Kriminalpolizei)
  • höchster Dienstgrad: Leitender Polizeidirektor (kurz LPD oder Ltd. PD, heißt bei der Kriminalpolizei Leitender Kriminaldirektor, kurz LKD oder LtdKD). Landläufig bezeichnet man das auch als Polizeipräsident. Die Anforderungen unterscheiden sich in den einzelnen Staaten und Ländern.

 

Polizei Dienstgrade höherer Dienst
Polizei Dienstgrade höherer Dienst

Die Abzeichen können, abhängig von den Bundesländern, auf blauen, grünen oder schwarzen Schulterklappen vergeben werden, und sie bestehen aus großen oder (in Baden-Württemberg) kleinen Sternen, schmalen oder breiten Litzen (wir haben die Abzeichen für Dich nochmal in nebenstehender Grafik veranschaulicht). Diese Abzeichen sind jeweils in Gold gehalten, in der Farbe gibt es keine Unterschiede. Die Aufstiegschancen sind zwar begrenzt mit diesen vier Stufen, aber hinsichtlich Verantwortungsbereich, Abwechslung in der Arbeit und auch in Sachen Besoldung hast Du eigentlich gute Aufstiegschancen im Vergleich mit anderen Berufen. Die meisten Litzen oder Sterne trägst Du übrigens als Polizeipräsident auf Deinen Schulterklappen.

Unterschiede zwischen den Bundesländern

Generell sind die Ausbildungen und Einstellungskriterien für den Polizeidienst bundesweit sehr ähnlich geregelt. Allerdings unterscheidet sich der Einstellungstest der Polizei zwischen den Bundesländern durchaus. Und zwar sowohl in einzelnen Bauteilen als auch in der Dauer. Zwischen einem und mehreren Tagen dauert das Verfahren. Hier also nun eine kurze Übersicht, was Dich wo erwartet:
  • Baden-Württemberg sowie Mecklenburg-Vorpommern: ein Tag
  • Bayern, Berlin und Brandenburg,
    Bremen,
    Niedersachsen,
    Hessen, Rheinland-Pfalz,
    Sachsen-Anhalt,
    Schleswig-Holstein und Thüringen: zwei Tage
  • Hamburg und Nordrhein-Westfalen,
    Saarland und Sachsen: drei Tage

Aufgaben aus dem Assessment Center musst Du auch nicht in allen Bundesländern absolvieren, sondern nur in:

  • Bayern
  • Brandenburg
  • Hessen
  • NRW
  • Sachsen
Nicht jede Landespolizei bildet für den höheren Dienst aus: Manche Bundesländer haben sich schon länger darauf eingestellt, nur noch für den mittleren Polizeidienst auszubilden oder nur noch das Studium für den gehobenen Dienst anzubieten. Du solltest also ganz genau überlegen, welche Bundesländer für Dich überhaupt in Frage kommen. In allen Bundesländern ist eine Voraussetzung für den Polizeidienst jedwelcher Laufbahn, dass Du einen Führerschein der Klasse B hast. Sollte das vor Ausbildungsbeginn oder Studiumsbeginn nicht der Fall sein, musst Du den Führerschein auf eigene Kosten noch erwerben.

Diese Bundesländer bieten das Studium für den höheren Polizeidienst an:

Bundesland Studium für höheren Polizeidienst
Bayern nicht bekannt
Baden-Württemberg nicht bekannt
Berlin
Brandenburg nicht bekannt
Bremen nicht bekannt
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz nicht bekannt
Saarland nicht bekannt
Sachsen nicht bekannt
Sachsen-Anhalt nicht bekannt
Schleswig-Holstein nicht bekannt
Thüringen nicht bekannt
Der Bund selbst bildet aber zusätzlich im Rahmen der Bundespolizei und über das Bundeskriminalamt im höheren Dienst aus. Weitere Besonderheiten, die Du vor Deiner Bewerbung für den höheren Polizeidienst beachten solltest, sind:
  • In Hamburg ist der Direkteinstieg in den höheren Dienst möglich.
  • Nicht alle Bundesländer, die im höheren Dienst ausbilden, haben jedes Jahr Stellen ausgeschrieben. Die Informationen auf den jeweils eigenen Webseiten solltest Du unbedingt beachten. Hier steht auch, ob der Direkteinstieg möglich ist.
  • In Hessen gibt es nur den höheren Dienst und den gehobenen Dienst. Es ist das erste Bundesland mit einer zweigeteilten Ausbildung.
  • Mecklenburg-Vorpommern stellt nur nach Bedarf in den höheren Dienst ein. Es geht hier also um Ernennungen, nicht um Ausschreibungen und Bewerbungen.
  • In Niedersachsen werden grundsätzlich pro Jahr zwei Stellen im höheren Dienst besetzt.
  • In NRW werden grundsätzlich alle zwei Jahre fünf Stellen im höheren Dienst neu besetzt.
  • Ob Ausbildungsstellen im jeweiligen Bundesland zur Verfügung stehen, ist vom Jahr abhängig. Oft geben die Landespolizeien das auf ihren Internetseiten an.

Anforderung je Bundesland?

Die Voraussetzungen variieren je nach Bundesland
Die Voraussetzungen variieren je nach Bundesland

Welche Anforderung in welchem Bundesland genau für den höheren Polizeidienst gestellt wird, ist erst einmal nicht klar. Du kannst aber davon ausgehen, dass sich nicht nur die Länge des Einstiegstests, sondern damit verbunden auch die Anzahl der einzelnen Module verändert. Schau auf die Seiten der jeweiligen Ausbildungsträger (das sind die Landespolizeistellen beziehungsweise die Bundespolizei und das Bundeskriminalamt). Dort findest Du erste Hinweise und vor allem auch Kontaktdaten, so dass Du gezielt nachfragen kannst. Sinnvoll ist in jedem Fall eine detaillierte Vorbereitung auf die Wissenstests sowie die Prüfungsmodule des Studiums! Welche Anforderung darüber hinaus im Bewerbungsverfahren auf Dich zukommt, ob Du zusätzlich einen Deutschtest ablegen musst, frei von Tätowierungen sein musst oder dergleichen, variiert ebenfalls und muss im Einzelfall erfragt werden.

Das Gehalt ist vom Dienstgrad und dem Bundesland abhängig

Auch im höheren Dienst variiert das Gehalt noch stark. Du kannst im höheren Polizeivollzugsdienst von einem Verdienst von 2.800 EUR bis 6.300 EUR brutto monatlich ausgehen. Allerdings zahlen auch Bundespolizei und Bundeskriminalamt noch einmal ein anderes Gehalt als die einzelnen Bundesländer. Zulagen werden für Überstunden, Nachtschichten, Wochenenddienste und Feiertagsdienste gewährt. Auch für Ehepartner/-innen und Kinder gibt es Zulagen. Und ja, Du hast richtig gelesen: Polizeidienst ist auch im höheren Dienst Schichtdienst, daran ändern die Aufstiegschancen nichts. Selbst wenn Du Deine Tage überwiegend im Büro verbringst, wird das kein „Nine-to-Five“-Job sein. Der Verdienst bei der Polizei wird übrigens als Sold bezeichnet, die Polizisten und Polizistinnen der verschiedenen Dienstgrade werden somit nach unterschiedlichen Besoldungsstufen besoldet. Von Gehalt oder Verdienst spricht man korrekt eigentlich nicht. Du wirst Dich mit etwas Erfahrung an die speziellen Ausdrücke und Wörter gewöhnen.
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