Sehtest bei der Polizei

Sehtest mit Landoltringen

Wer sich bei der Polizei oder der Bundespolizei bewirbt, der muss gesundheitlich und fitnesstechnisch hohen Anforderungen gerecht werden. Zu diesen Anforderungen gehört auch die Sehleistung der Bewerber. Nicht umsonst ist bei jedem Auswahlverfahren, unabhängig davon, ob es sich um eine Landespolizei oder die Bundespolizei handelt, ein Sehtest zu absolvieren.

Gründe für die hohen Anforderungen

Die Gründe für die hohen Anforderungen an die Bewerber in Hinblick auf die Sehfähigkeiten liegen auf der Hand. Im späteren Polizeiberuf gehört die Beobachtungsgabe zu den wichtigsten Fähigkeiten, die man mitbringen sollte. Ist diese schon von Grund auf eingeschränkt, wird die Arbeit oft noch schwieriger. Dabei geht es wohlgemerkt nicht nur darum, dass man gut sehen kann. Polizisten müssen auch eine gute Nachtsicht, Farbsehvermögen, gutes räumliches Sehen und gutes Sehen in der Dämmerung mitbringen.

Der Sehtest bei der Polizei und Bundespolizei

Aufgrund der Tatsache, dass man bei der Polizei und der Bundespolizei in allen Bereichen des Sehens keine Beeinträchtigungen haben darf, fällt der Sehtest in der Regel auch etwas umfangreicher aus. Es wird nicht nur allein getestet, ob der Bewerber kurz- oder fernsichtig ist. Die Teilnehmer am Test müssen Farbsehen, räumliches Sehen und die Blind-Empfindlichkeit überprüfen lassen. Als Grundlage für die Aufgaben wird in den Bundesländern in der Regel dieselbe Polizeidienstvorschrift genutzt.

Die PDV 300

Die Polizeidienstvorschrift 300 (kurz PDV 300) beinhaltet die Kriterien zur Beurteilung der Polizeidiensttauglichkeit einer Person. Dementsprechend finden sich hier auch die Vorgaben für die Sehfähigkeiten wieder. Während viele Bundesländer und auch die Bundespolizei sich bei Testaufgaben und den Anforderungen im Auswahlverfahren unterscheiden, ist die Sache bei den Sehtests relativ einheitlich geregelt. Aus augentechnischer Sicht macht es daher kaum einen Unterschied, ob man sich in Hamburg, Berlin, Hessen, Baden-Württemberg, NRW oder Bayern bewirbt. In praktisch allen Bundesländer wird der PDV 300 als Grundlage für die Sehtauglichkeit genutzt.

Wann ist man nicht tauglich?

Wann genau man nicht mehr als tauglich für den Polizeidienst angesehen wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zunächst einmal darf die Sehleistung ohne Sehhilfe bei Personen unter 20 Jahre nicht unter 50 Prozent liegen. Bei Bewerbern, die älter als 20 sind, sinkt die Voraussetzung auf 30 Prozent.

Im Falle, dass eine Person eine Sehhilfe trägt, darf die Dioptrienzahl bei Weitsichtigkeit zudem bei einem oder beiden Augen nicht über +2,5 liegen. Ist man sowohl weitsichtig als auch kurzsichtig, führt eine Gesamtdioptrienzahl von mehr als +/-2,5 zur Untauglichkeit. Weiterhin muss die Sehschärfe mit der Sehhilfe mindestens 80 Prozent pro Auge betragen.

Schielen, sowie Einschränkungen der Sehschärfe bei Dämmerung, des räumlichen Sehvermögens oder des Sichtfeldes sorgen ebenfalls dafür, dass man nicht für eine Ausbildung bei der Polizei oder der Bundespolizei zugelassen wird. Gleiches gilt für Defekte am Augapfel, dem Augenmuskel, den Liedern, den Tränenorganen, der Hornhaut und dem inneren Auge. Zudem dürfen Bewerber keine Rot-Grün-Schwäche oder eine andere Beeinträchtigung des Farbsinnes haben.

Der Augendruck wird bei dem Sehtest der Polizei ebenfalls überprüft. Sollte er den Wert von 20 mmHg überschreiten, ist dies ebenfalls ein Ausschlusskriterium.

Zulassung trotz Sehhilfe

Die Tatsache, dass man in Bundesländern wie Hamburg, Berlin, Hessen, Baden-Württemberg, NRW oder Bayern sowie der Bundespolizei hohe Sehanforderungen erfüllen muss, bedeutet allerdings nicht, dass man kein Brillenträger sein darf. Wer eine Brille besitzt, darf durchaus am Sehtest teilnehmen. Allerdings wird in der Regel ein Formular gefordert. Wer sich also beispielsweise in Hamburg bei der Polizei bewirbt und eine Brille hat, muss zu einem Augenarzt oder Optiker in Hamburg beziehungsweise seiner Heimatstadt gehen und dort seine Augenwerte in dem Formular eintragen lassen. Anschließend kann man den Sehtest mit der Sehhilfe absolvieren, was auch bedeutet, dass man seine Brille zum Auswahlverfahren in Hamburg mitbringen muss,

Zugelassen ist wohlgemerkt nur die Brille. Sowohl in Hamburg als auch in anderen Polizeidienststellen und der Bundespolizei dürfen im Dienst keine Kontaktlinsen getragen werden. Dies gilt sowohl für lose Kontaktlinsen als auch für implantierte Linsen. Dies hat gesundheitliche Gründe, da die Verletzungsgefahr mit Kontaktlinsen im Einsatz groß ist. Wer auf die Nutzung von Linsen gesundheitlich angewiesen ist, gilt dementsprechend in Bundesländern wie Hamburg, NRW oder Bayern auch als nicht tauglich für den Polizeidienst.

Online Sehtest

Anhand der Landoltringen kannst du deine Sehschärfe ohne Brille ganz grob mit einem Online-Sehtest prüfen. Schau dir einfach diesen kostenlosen Sehtest auf der Plakos-Seite an. Informiere dich unter Test-Infos über alle anderen Einstellungskriterien der Polizei in den einzelnen Bundesländern.