Eignungstest Polizei Schweiz

Einstellungstest Polizei SchweizWer in der Schweiz die Polizeiuniform tragen möchte, dem wird es nicht unbedingt einfach gemacht. Die Polizei setzt bei der Nachwuchsrekrutierung auf ein schwieriges Auswahlverfahren. Dieses setzt sich typischerweise aus mehreren Stufen zusammen, die sich je nach Kanton etwas unterscheiden können. In der Regel müssen die Bewerber einen theoretischen Test, einen Sporttest und ein Vorstellungsgespräch absolvieren. Der nachfolgende Artikel liefert wichtige Informationen zum Eignungstest Polizei Schweiz.

Generelle Voraussetzungen

Gewisse Voraussetzungen muss man bereits vor dem Test erfüllen

In der Schweiz ist der Weg auf eine Polizeischule noch etwas schwieriger als beispielsweise in Deutschland oder in Österreich. So setzen viele Kantone beispielsweise eine abgeschlossene Berufsausbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder einen Mittelschulabschluss voraus. Hinzu kommt mitunter sogar ein Mindestalter. Wer sich in der Schweiz bei der Polizei bewerben möchte, sollte möglichst schon älter als 20 Jahre sein.

Im Hinblick auf Themen wie Leumund oder Tattoos unterscheiden sich die Voraussetzungen zur deutschen oder österreichischen Polizei kaum. Bewerber dürfen auch in der Schweiz nicht vorbestraft sein und müssen einen tadellosen Leumund haben. Tattoos werden zunehmend zugelassen, müssen sich aber vollkommen unter der Uniform verstecken lassen. Zudem dürfen die Symbole nicht verfassungsfeindlich oder rassistisch sein.

Der Eignungstest im Ostschweizer Polizeikonkordat

Die Polizei in der Ostschweiz arbeitet seit einigen Jahren eng zusammen, was sich auch auf das Einstellungsverfahren auswirkt. So nutzen die Kantone Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Glarus, Graubünden, St.Gallen und Thurgau ein gemeinsames Verfahren. Interessenten müssen die Tests im Vorfeld ihrer Bewerbung absolvieren. Bei Erfolg erhalten sie ein Zertifikat, das sie der Bewerbung bei der jeweiligen Kantonspolizei beilegen müssen. Das Zertifikat gilt für zwei Jahre, bevor es erneuert werden muss. Wer durch den Test fällt, kann ihn ein Jahr später wiederholen. Nach drei Misserfolgen muss man mindestens drei Jahre warten. Die Anmeldung erfolgt über ein Online-Formular, wobei man für die Teilnahme 50 Franken bezahlen muss.

Der Eignungstest selbst in zweiteilig aufgebaut. Den Anfang macht ein theoretischer Test, bei dem unter anderem verbale und nummerische Intelligenz, schlussfolgerndes Denken und die Merkfähigkeit überprüft werden. Anschließend folgt ein Sporttest, bei dem es einen 12-Minuten-Hindernis-Parcours zu bewältigen gilt.

Mit dem Zertifikat in der Tasche kann man sich bei den Kantonen bewerben. Hier erfolgt dann noch einmal ein Auswahlverfahren. Die Bewerber werden zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen und müssen hier meist auch noch einmal einen Rechtschreibtest bestehen. Zudem können eine ärztliche Untersuchung und eine Überprüfung der Schreibfähigkeiten an der Tastatur dazu kommen. Der Tastaturtest erfolgt in der Regel vor dem Beginn der Ausbildung an der Polizeischule. Die Auszubildenden sollten das Zehnfinger-Schreibsystem beherrschen und 140 Anschläge in der Minute schaffen. Wer durch den Test fällt, muss sich selbstständig um Nachhilfe kümmern.

Polizeiliche Anforderungsprüfung in Nidwalden, Uri, Aargau, Luzern, Zug

Ähnlich wie in der Ostschweiz nutzen auch die Kantone Nidwalden, Uri, Aargau, Luzern und Zug ein einheitliches Einstellungsverfahren. Das Konzept ist ähnlich aufgebaut. Nach einer Online-Anmeldung wird man zum Einstellungstest eingeladen. Wird dieser bestanden, erhält man ein Zertifikat, das man der Bewerbung, beispielsweise bei der Polizeischule in Aargau, beilegen muss.

Am Prüfungstag erfolgt ein psychologischer Eignungstest, eine Überprüfung der Sprachkompetenz, ein Test zum Tastaturschreiben, ein Geländelauf, eine Hindernisbahn, ein Schwimmen- und Tauchtest, sowie ein Test zur psychischen Belastbarkeit (PBT). Alle Teste können beliebig oft wiederholt werden. Einzige Ausnahme ist der PBT, wo nur zwei Wiederholungen erlaubt sind.

Die weiteren Kantone

Während einige Kantone bei den Einstellungstest zusammenarbeiten, gehen andere ihren eigenen Weg. Hier ein Überblick:

Basel-Landschaft

Im Kanton Basel-Landschaft findet der theoretische und der sportliche Test an einem Tag statt. Der theoretische Teil setzt sich aus einem kognitiven Leistungstest, einem Deutschtest und einer Nacherzählung zusammen. Im sportlichen Bereich müssen ein Sprinttest, ein Rumpfkraft-Test, Tiger-Liegestütze, Bankdrücken, ein Hindernisparcours und ein Schwimmtest inklusive Tauchen absolviert werden.

Basel-Stadt

Den Anfang des Einstellungstest macht ein Vor-Test, der den Bewerbern zugeschickt wird. Dieser dreht sich um Rechtschreibung und Grammatik, Sozialkompetenz, Arbeitsgeschwindigkeit und -genauigkeit. Anschließend folgt ein zweiteiliger Haupttest. Im ersten Test gibt es eine Sportprüfung mit Hindernisparcours und Tiger-Liegestütze sowie einen Deutschtest und einen Police-Test. Der zweite Testtag beinhaltet eine Gruppenübung, ein Interview und einen Situationstest.

Bern

In Bern wartet auf die Bewerber eine eintägige Aufnahmeprüfung. Die Prüfungsinhalte setzen sich aus einem Intelligenz-Struktur-Test, einem Deutschtest, einem Sporttest mit Hindernisparcours, einem Test zum Allgemeinwissen und einem Französischtest zusammen. Später folgt in Bern dann ein noch ein Assessment Center mit Gruppenübung, Rollenspiel und Interview.

Freiburg

Freiburg setzt ebenfalls auf einem mehrstufigen Test. Das Verfahren beginnt mit einem Kompetenzen- und Fähigkeiten-Test inklusive Deutschprüfung. Danach geht es mit acht Übungen und einem Lauftest im physischen Eignungstest weiter, bevor dann ein Einzelgespräch und ein Interview mit dem Stab den Abschluss bilden.

Schaffhausen

Die Polizei in Schaffhausen führt keinen eigenen Eignungstest durch. Stattdessen können sich die Bewerber das notwendige Zertifikat beispielsweise bei Eignungsverfahren der Polizei Ostschweiz besorgen.

Schwyz

In Schwyz besteht der Fitnesstest aus einem 12-Minuten-Distanzlauf, bei dem Männer 2600 und Frauen 2400 Meter absolvieren müssen. Wer den Test besteht, darf am zweiten Testverfahren teilnehmen. Im theoretischen Teil gibt es ein Diktat, ein Fähigkeitstest, ein Test zum Allgemeinwissen und eine Überprüfung der mathematischen Fähigkeiten.

Solothurn

In Solothurn gilt es, zunächst einmal einen Online-Test zu bestehen. Anschließend wird man zum Haupttest eingeladen, der bei dem Fähigkeiten, Rechtschreibun, Allgemeinwissen und Mathematikfähigkeiten überprüft werden. Danach folgt ein Sporttest mit Hindernislauf, Beugehang oder Klimmzüge, globaler Rumpfkrafttest und Dauerlauf.

Zürich

Bei der Polizei in Zürich werden die Bewerber psychologisch und sportmedizinisch auf die Probe gestellt. Zu Beginn wartet eine Eingangsprüfung mit Psychologietest. Danach geht es mit der sportmedizinischen Abklärung weiter, bevor dann ein Vorstellungstag folgt.

 

Gute Vorbereitung

Eine gute Vorbereitung ist das A und O

Wer sich erfolgreich bei der Polizei bewerben möchte, sollte sich entsprechend vorbereiten. Ein ganz wichtiges Thema ist dabei die Rechtschreibung. Diese erweist sich für viele Bewerber als die größte Hürde. Aus diesem Grund empfehlen sich Übungsdiktate, aber auch das Lesen von Zeitungsartikeln hilft weiter. Letzteres ist auch nützlich, um später Fragen zu Allgemeinbildung zu beantworten. Beim Sporttest ist es klüger, ein ausgewogenes Programm aus Kraft und Fitness zu absolvieren. Eine gezielte Vorbereitung nur auf die Tests ist gerade auch langfristig keine kluge Idee, da der Polizeiberuf generell eine allgemeine Fitness benötigt. Unser Programm eignet sich optimal für die Vorbereitung auf den Einstellungstest bei der Polizei Schweiz! Beginne noch heute mit der Vorbereitung!

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