Die wichtigsten Fähigkeiten für den Polizeiberuf Teil 1: Selbstbewusstsein, Lernbereitschaft und Risikobereitschaft

Selbstbewusstsein 

Selbstbewusstsein ist eine grundlegende und sehr wichtige Charaktereigenschaft für den Dienst. Du wirst in viele Situationen kommen, in denen du dich selbst beziehungsweise deine Kompetenz beweisen musst. Diese Situationen können unterschiedlichster Art sein. Sei es die Begegnung im Einsatz mit einer großen Menschenmenge, gegen die du dich durchsetzen musst, oder zum Beispiel betrunkene Perso-nen. 

Ein weiteres Beispiel könnten Einsätze mit vermeintlichen gesellschaftlichen Autoritätspersonen wie Richtern, Rechtsanwälten, Ärzten oder Professoren sein. Als Polizeibeamter musst du dich auf der Straße und auch vor Gericht verkaufen können. Jede vermeintliche Unsicherheit kann zu großen Problemen führen, die die Situation verschlimmern. Du siehst also, wie wichtig ein selbstbewusstes Auftreten ist. Dementsprechend ist dies eine Eigenschaft, auf die im Auswahlverfahren besonders viel Wert gelegt wird.

Lernbereitschaft 

Die Lernbereitschaft ist eine weitere sehr wichtige Eigenschaft, die du unbedingt mitbringen solltest. Das lebenslange Lernen steht bei der Polizei im Vordergrund. Dies liegt besonders daran, dass sich Gesetze und Vorschriften im Laufe der Zeit immer wieder ändern. Je nach politischer Lage geschieht dies sehr häufig und du musst bereit sein, dich umzustellen. Einmal Gelerntes gilt selten für deine gesamte Berufslaufbahn. 

Neben dem ständigen Wandel im Bereich der Gesetze und Vorschriften gibt es aber auch polizeiinterne Änderungen. Die polizeiliche Taktik wird immer weiterentwickelt und verbessert. So wird heutzutage ein komplett anderes Schießausbildungskonzept gelehrt als noch vor zehn Jahren. Dies hat auch damit zu tun, dass neue Ereignisse immer wieder taktische Änderungen bei der Polizei hervorrufen. Ein Beispiel hierfür sind Terror oder Amoklagen im Inland. Diese Ereignisse haben das polizeiliche Vorgehen von Grund auf geändert. Du musst also bereit und willens sein, diese Änderungen anzunehmen und immer wieder neu zu lernen. 

Dies gilt auch für die sich ändernde Technik bei der Polizei. Wie du dir sicher vorstellen kannst, gibt es auch immer technische Neuerungen. So gibt es in regelmäßigen Abständen neue polizeiliche Informationssysteme, neue Fahrzeuge, neue Funkgeräte und so weiter, mit denen du lernen musst umzugehen. 

Risikobereitschaft 

Wie du bereits gelernt hast, ist es die Aufgabe der Polizei, Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abzuwehren und Strafverfolgung zu betreiben. Was dies genau heißt, machen sich viele Be-werber im Vorhinein nicht eindeutig klar. Es bedeutet nichts ande-res, als dich selbst für diese Aufgabenwahrnehmung in Gefahr zu bringen. Du bist gefragt, wenn andere Menschen nicht mehr weiter-wissen oder weglaufen. Du musst handlungsfähig bleiben, wenn an-dere vor Angst erstarren. Sogar bei eben angesprochenen Amok- oder Terrorlagen. 

Natürlich sind diese Einsätze nicht alltäglich. Jedoch ist der Polizeidienst auch außerhalb solcher Lagen relativ gefährlich. Denn auch alltägliche Aufgaben, wie die Kontrolle einer Person oder eines Fahrzeuges, können große Gefahren bergen. Du musst dir klar machen, dass du jeden Tag mit Straftätern zu tun hast. Eine gewisse Risikobereitschaft ist also unablässig für dich als Polizeibeamter oder als Polizeibeamtin. Bist du nicht bereit, ein gewisses Risiko einzugehen, ist der Beruf des Polizeibeamten nichts für dich. Aus diesem Grund wird auch deine Risikobereitschaft im Auswahlverfahren erfragt und analysiert. 


Hier geht es weiter zu Teil 2: Konfliktfähigkeit, Multitasking und Logisches Denken!


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