Landeskriminalamt

Dein Job beim Landeskriminalamt

Die Aussichten, die sich mit Hinblick auf eine Karriere beim Landeskriminalamt ergeben, sind verlockend. Vielschichtige Aufgaben, ein duales Studium als Basis und viele Stellenangebote sorgen dafür, dass sich immer mehr Menschen für einen Einstieg beim LKA interessieren.

Die Arbeit beim Landeskriminalamt bedeutet jedoch viel mehr als Krimi-Vorabendserien glauben lassen mögen. Bevor du deinen Job hier antreten kannst, durchläufst du ein strenges Bewerbungsverfahren, absolvierst ein Studium und wirst in diesem Zusammenhang mit vielen Wissensbereichen konfrontiert.

Deine Aufgaben beim LKA – alles, nur nicht langweilig

Bevor du deine Bewerbung um eine Stelle beim LKA zusammenstellst, ist es natürlich wichtig zu wissen, welche Inhalte dich im Zuge deiner Ausbildung erwarten. Das Landeskriminalamt befasst sich vor allem mit…:

  • der Gefahrenabwehr
  • Geldwäsche
  • Personenschutz
  • Cybercrime

    Unter anderem befasst sich das LKA mit Geldwäscherei

    Unter anderem befasst sich das LKA mit Geldwäscherei

  • der Strafverfolgung
  • Ermittlungen im Bereich von Sexualstraftaten und organisierter Kriminalität
  • Rauschgift- und Falschgelddelikten
  • der Forensik.

Zudem befassen sich die Beamten im Alltag mit der Auswertung von Fingerabdrücken, Spuren und Fallanalysen. Klingt theoretisch? Ist aber, sofern du über die entsprechenden Kompetenzen verfügst, extrem spannend.

Einer der wirklich theoretischen Teile, mit denen sich das LKA immer wieder auseinandersetzen muss, ist hingegen die Erstellung von Kriminalstatistiken.

Wer arbeitet eigentlich beim Landeskriminalamt?

Es sind die Kriminalpolizisten des gehobenen bzw. des höheren Dienstes, die für das LKA arbeiten. Die entsprechenden Beamten setzen sich unter anderem aus Technikern, Naturwissenschaftlern und vielen anderen speziell ausgebildeten Mitarbeitern zusammen.

Je nachdem, über welche Fähigkeiten und Kompetenzen du verfügst, wirst du gegebenenfalls in Abteilungen wie…:

  • Staatsschutz
  • Prävention
  • Kriminaltechnik

usw. eingeteilt. Wie in vielen anderen Bereichen des Polizeidienstes auch, steht jedoch auch beim LKA die Weiterbildung der Beamten klar im Fokus. Forschung und Lehre, sowie die Teilnahme an Seminaren sorgen dafür, dass die Kenntnisse der entsprechenden Mitarbeiter auf dem neuesten Stand bleiben.

Ein Praktikum als Wegweiser?

Wie in vielen anderen Bereichen des Polizeidienstes auch, bietet auch das LKA in regelmäßigen Abständen die Möglichkeit zum Praktikum an. Dieses Angebot richtet sich in der Regel jedoch nicht an Schüler, sondern an Menschen, die sich bereits im Polizeiberuf befinden und damit über ein gewisses Alter und entsprechende Berufserfahrung und Kompetenzen verfügen. Gerade dann, wenn du bereits ausgebildeter Polizist bist, jedoch noch nicht weißt, ob du den Schritt zum LKA wagen sollst, ist ein Praktikum oft die ideale Hilfestellung.

Die Bewerbung – lange Vorlaufzeiten und harte Einstellungskriterien

Die Voraussetzungen, die du für einen Einstieg beim Landeskriminalamt erfüllen musst, variieren von Bundesland zu Bundesland.

Deine schriftliche Bewerbung solltest du frühzeitig einreichen

Deine schriftliche Bewerbung solltest du frühzeitig einreichen

Generell gilt jedoch, dass du dich schriftlich und meist mindestens 1,5 Jahre im Vorfeld bewerben musst. Die genauen Infos zu den Fristen findest du auf den Seiten des Landeskriminalamtes in deinem Bundesland. Dort findest du auch wertvolle Informationen zu allen Dokumenten, die du deiner Bewerbung beilegen musst.

Deine Ausbildung zum Kriminalkommissar

Die Ausbildung zum Kriminalkommissar bildet die Basis für deinen Einstieg beim LKA. Die jeweiligen Regelungen und Bestandteile sind im Wesentlichen abhängig davon, in welchem Bundesland du deine Ausbildung startest.

Zunächst studierst du über einen Zeitraum von drei Jahren und schließt das Fachhochschulstudium dann mit dem Bachelor ab. Danach kannst du den Titel „Kriminalkommissar“ tragen. Die Notwendigkeit des Studiums bedeutet jedoch auch, dass du vorher eine Fachhochschulreife, ein Abitur oder einen anderen, gleichwertigen Abschluss vorweisen können musst.

Weitere Grundvoraussetzungen sind, dass du…:

  • deine allgemeine Tauglichkeit zum Polizeiberuf nachweisen kannst
  • über die deutsche Staatsbürgerschaft verfügst bzw. eine EU-Bürgerschaft besitzt
  • ein einwandfreies Führungszeugnis vorlegen kannst.

Der Vorteil mit Hinblick auf deine letztendliche Anstellung beim LKA zeigt sich vor allem darin, dass du als Kommissar keine zusätzliche Ausbildung absolvieren musst, wenn du vorhast, hier zu arbeiten. Dennoch ist es wichtig, bei deiner Bewerbung für das Landeskriminalamt eine mehrjährige Berufserfahrung nachweisen zu können und am besten schon einen Aufbaustudiengang für den Eintritt in den höheren Dienst absolviert zu haben.

Das Kriminaltechnik Studium – individuelle Vorbereitung auf deinen Job beim LKA

Das Kriminaltechnik Studium gehört zweifelsohne zu den spannendsten Inhalten deiner Ausbildung. Hier lernst du als angehender Beamter beim Landeskriminalamt…:

Das Auswerten von Fingerabdrücken ist Teil der Ausbildung beim LKA

Das Auswerten von Fingerabdrücken ist Teil der Ausbildung beim LKA

  • Werkzeug- und Schuhspuren richtig zu deuten
  • Reifenspuren zu analysieren
  • Entfernte Prägezeichen wieder sichtbar zu machen
  • Kleidung zu identifizieren.

Genauer gesagt: beim Kriminaltechnik Studium handelt es sich um alle Bereiche der klassischen Spurenkunde. Letzten Endes wirst du hier mit den Aufgaben konfrontiert, die dich auch im Zuge deines Berufes erwarten werden.

Die Vorteile des dualen Studiums

Auch für den Fall, dass du dich noch nicht eingehend mit den alltäglichen Aufgaben eines LKA Beamten befasst haben solltest, weißt du sicherlich, dass sich die Tätigkeiten aus einer Mischung aus Theorie und Praxis zusammensetzen. Daher ist das duale Studium in diesem Bereich wie geschaffen, um dir einen optimalen Überblick über alle anfallenden Aufgabenbereiche zu geben. So wechseln sich theoretische und praktische Inhalte ab und du verbringst die Zeit deiner Ausbildung nicht nur im Hörsaal, sondern auch im „echten“ Polizeidienst, wo du die erworbenen Kenntnisse, gemeinsam mit erfahrenen Kollegen anwenden kannst.

Unterschiedliche Ermittlungsbereiche, die Fahndung nach Verbrechern und das Thema „Forensik“ werden damit noch anschaulicher und spannender.

Das Referendariat

Besonders mit Hinblick auf eine Laufbahn als Beamter des höheren Dienstes gehört das Referendariat in Deutschland mittlerweile zum Standard. Hier gilt es, sich -aufbauend auf das Studium- optimal auf die jeweiligen Tätigkeiten vorzubereiten und praktische und theoretische Inhalte noch weiter zu festigen.

In den meisten Fällen erstreckt sich das Referendariat über einen Zeitraum von zwei Jahren.

Achtung! Hier ist es nicht möglich, ohne Studium direkt einzusteigen. Vielmehr bildet das Studium die Grundvoraussetzung dafür, mit einem Referendariat starten zu dürfen.

Jobs und Karriere beim LKA

Anhand der Vielzahl der Stellenangebote, die sich mit Hinblick auf die Arbeit beim LKA zeigen, ist ersichtlich, wie vielschichtig dieser Beruf ist. Die Suche nach Informatikern, Ingenieuren und Juristen ist hier ebenso aktuell wie das kontinuierliche Interesse an anderen Spezialisten aus allen Bereichen.

Wer hier seine Karriere starten möchte, hat demnach nicht nur Aussicht auf ein an die eigenen Kompetenzen angepasstes Gehalt, sondern darf sich auch über individuelle Weiterbildungs- und Einsatzmöglichkeiten freuen.

Gut zu wissen: so ist das Landeskriminalamt organisiert

Beim LKA handelt es sich keineswegs um eine „typisch deutsche“ Institution. Auch beispielsweise in Österreich wird hier unter anderem auf Basis der Einteilungen in Außenstelle Ost, Außenstelle Süd, Außenstelle West, Außenstelle Mitte und Außenstelle Nord ermittelt.

Die grundlegende Einteilung der verschiedenen Zuständigkeiten sieht in Deutschland jedoch ein wenig anders aus. Hier unterteilen sich die entsprechenden Dezernate in die Abteilungen:

  • zentrale Aufgaben
  • zentrale Ermittlungen
  • zentraler Staatsschutz und Terrorismusbekämpfung
  • kriminalistisches Institut.

Für alle Bereiche werden in regelmäßigen Abständen attraktive Stellenangebote veröffentlicht. Hier gilt es, besonders mit Hinblick auf die Suche nach ausgebildeten Fachkräften, wie Ingenieuren, Physiker, Psychologen und Juristen, immer aufmerksam zu bleiben. Oftmals sind es die Berufe, die auf den ersten Blick nicht mit dem LKA in Verbindung gebracht werden, an denen ein hoher Bedarf besteht.


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