Polizei Laufbahn mittlerer Dienst

Mittlerer Dienst bei der Polizei: Laufbahn mit Aufstiegschancen!

Polizei mittlerer DienstAm Anfang Deiner Laufbahn im mittleren Polizeidienst steht der Einstellungstest. Und der ist nicht ganz ohne. Hier erfährst Du, was Dich erwartet! Außerdem verraten wir Dir, was Du im mittleren Polizeidienst überhaupt machst. Du bist im Wach- und Streifendienst weit mehr als Ansprechpartner oder Ansprechpartnerin der Bürger und Bürgerinnen. Du bist mitten im Geschehen.

 

Schon gewusst? Das bedeutet „mittlerer Dienst“!

Als mittleren Polizeidienst bezeichnet man eine Laufbahngruppe für Beamte. Da die Polizei aber nicht bundeseinheitlich geregelt, sondern Ländersache ist, gibt es für den mittleren Dienst verschiedene Bezeichnungen. Man spricht manchmal von
  • der Laufbahngruppe 1, zweites Einstiegsamt
  • der Laufbahngruppe 1, zweite Einstiegsebene
  • oder der zweiten Qualifikationsebene.

 

Zuerst bist Du Polizeimeisteranwärter

Wenn Du eine Laufbahn für den mittleren Dienst absolvieren willst, wirst Du als Polizeimeisteranwärter eingestellt. Du trägst Diesen Titel während Deiner ganzen Ausbildungszeit, der in Bayern, wo Du schon nach einem Jahr zum Polizeioberwachtsmeister befördert wirst. Erst dann, wenn Du den Vorbereitungsdienst beendet hast, wirst Du zum Polizeimeister ernannt. Du bist jetzt kein Anwärter mehr, sondern bist im Einstiegst für den mittleren Dienst der Polizei. Nun gibt es keine Dienstbezeichnung mehr, sondern nur noch Amtsbezeichnungen. Weitere Karriereschritte und damit Aufstiegschancen sind:

  • Polizeiobermeister
  • Polizeihauptmeister
  • Polzeihauptmeister mit Zulage
Polizei Dienstgrade mittlerer Dienst
Polizei Dienstgrade mittlerer Dienst

Zulage bedeutet, dass Du dann einen besonderen Dienstposten bekleidest. Jede Stufe auf der Karriereleiter ist mit Abzeichen verbunden, die an Deinen Schulterklappen angebracht werden. Die Schulterklappen zeigen also an, welchen Rang Du hast oder welches Amt zu begleitest. Mit den Aufstiegsmöglichkeiten sind also auch immer chice Schulterklappen verbunden. Aber bevor Du dahin kommst, musst Du erst einmal den Einstellungstest schaffen! Der ist für jede Laufbahn bei der Polizei verbindlich. Allerdings hängt es letztendlich von der Laufbahn ab, welche Aufstiegsmöglichkeiten Du hast, ob Du Polizeipräsident werden kannst, bei der Kriminalpolizei arbeiten wirst oder bei der Schutzpolizei. Du kommst auch nicht zwangsläufig in eine Polizeidirektion, nur weil Du eine Laufbahn bei der Schutzpolizei ausschlägst und stattdessen die Aufstiegsmöglichkeiten der Kriminalpolizei wahrnimmst.

 

Was machst Du eigentlich im mittleren Polizeivollzugsdienst?

Als Beamter oder Beamtin in mittleren Polizeivollzugsdienst bist Du für die Sicherheit der Bevölkerung da. Du machst Wach- und Streifendienst, hilfst in Gefahren- und Notsituationen. Außerdem hilfst Du in Gefahren- und Notsituationen. Die Regelung des Straßenverkehrs gehört zu Deinen Aufgaben. Du bist für die Aufnahme von Anzeigen und Unfällen zuständig. Aber du wirkst auch an der Lösung von Straftaten mit.

Konkret gehört zu Deinen Tätigkeiten:

  • Streifendienst: Ausweiskontrollen, Hilfe in Notsituationen, Zeugenbefragungen, Funkkontakt zur Zentrale, Meldung von Vorkommnissen, Anforderung von Verstärkung in Notfällen, Dienst bei größeren Events und Veranstaltungen
  • Revierdienst: Schreiben von Berichten und Protokollen, Eingabe von Daten und Aussagen von Zeugen in EDV-Programmen, Aufnahme von Anzeigen, Opferbefragung, Kommunikation und Besprechung mit Kollegen und Kolleginnen
  • Verkehrsüberwachung: Einsatz bei Verkehrsunfällen, Sicherung der Unfallstelle, Zeugenbefragungen, Überprüfung des Unfallhergangs, Aufnahme des Unfalls, Verkehrserziehung in Grundschulen, regelmäßige Verkehrskontrollen, Alkoholkontrollen, Geschwindigkeitskontrollen, Dienst mit Messgeräten und deren Wartung

 

Mittlerer Polizeivollzugsdienst bei der Bundespolizei ist etwas anderes als der mittlere Polizeivollzugsdienst bei den Landespolizei

Bei der Bundespolizei sind deine Tätigkeiten vielseitiger als bei den Landespolizeien. Du bekommst schon in der Vorbereitungszeit einen Überblick über die zahlreichen Einsatzgebiete. Die Ausbildung selbst ist also bei der Bundespolizeischon vielseitiger als in den einzelnen Bundesländern. Während Du bei den Landespolizeien in Wachdienst, im Streifendienst und im Postendienst eingesetzt willst, kommen bei der Bundespolizei drei Hauptdienstzweige dazu. Das sind der Grenzschutz, die Bahnpolizei und die Luftsicherheit. Außerdem hast Du die Möglichkeit, bei einer der zahlreichen Spezialeinheiten tätig zu werden. Im folgenden stellen wir die drei Hauptdienstzweige kurz vor.

Grenzschutz:

Der Name sagt es schon: Du schützt die deutschen Grenzen. Du kannst dort Funker in der Nordsee oder Ostsee werden. Dann bist du zuständig für die Verhinderung illegaler Einreisen über das Meer. Du beschäftigst Dich mit Waffen- und Rauschgiftkriminalität. Hier arbeitet der Grenzschutz mit der Kriminalpolizei zusammen. Mögliche Einsatzgebiete sind beispielsweise der Hamburger Hafen mit seinem immensen Drogenschmuggel oder andere Höfen. Du arbeitest unter anderem mit Polizeihunden.

Bahnpolizei:

Bahnpolizisten und Bahnpolizistinnen werden im Streifendienst und im Postendienst eingesetzt. Bahnhöfe und Fahrgäste werden vor Vandalismus, Gewalt und Diebstahl geschützt. Bei Gewaltanwendung musst Du einschreiten. Im Einsatz bei der Bahnpolizei ist es wichtig, dass Du in stressigen Situationen die Ruhe bewahrst, gelassen bleibst und Dich auf gar keinen Fall provozieren lässt! Deeskalation in heiklen Situationen gehört zu Deinen Aufgaben.

Luftsicherheit:

Auch die Luftsicherheit gehört zu den Aufgabenfeldern im mittleren Dienst
Auch die Luftsicherheit gehört zu den Aufgabenfeldern im mittleren Dienst

Polizeivollzugsbeamte und Polizeivollzugsbeamtinnen der Bundespolizei sorgen an den deutschen Flughäfen für Ordnung und Sicherheit. Du kontrollierst Pässe. Du überwachst das Flughafengelände. Und Du schreitest bei Gewalt, Diebstahl, Vandalismus, Drogenschmuggel und Waffenschmuggel ein. Der Dienst am Flughafen kann oft die gleichen Aufgaben beinhalten wie der Dienst beim Grenzschutz. Auch hier arbeitest Du unter Umständen mit Polizeihunden zusammen.

 

Die Spezialeinheiten

Junge Menschen mit besonderen Interessen sollen im Polizeivollzugsdienst gefördert werden. Die bestmögliche Förderung und der bestmögliche Einsatz ihrer Fähigkeiten sind wichtig. So kannst Du Dich im Rahmen der Spezialeinheiten beispielsweise zum Hubschrauberführer ausbilden lassen. Dann hilfst du bei Katastrophenfällen und wirst für Rettungseinsätze herangezogen. Wenn Du gerne mit Tieren zusammen arbeitest, kannst Du Dich zum Diensthundeführer für Außendiensttätigkeiten ausbilden lassen. Dann hilfst Du bei Katastrophenfällen und wirst bei Rettungseinsätze herangezogen. Die Vierbeiner werden unter anderem bei der Suche nach Drogen, nach Vermissten und nach Waffen eingesetzt. Auch bei der Sprengstoffsuche ist ein Diensthund nützlich. Es gibt noch andere Spezialeinheiten: Zum mittleren Polizeivollzugsdienstgehören Tauchergruppen, Bergungsgruppen und Rettungsgruppen. Räum- und Wegebaugruppen werden genauso eingesetzt wie Wasseraufbereitungs- und Dekontaminationsgruppen. Auch die Grenzschutzgruppe 9 gehört zu den Spezialeinheiten. Sie arbeitet gegen organisierte Kriminalität und Terrorismus. Im mittleren Polizeivollzugsdienst der Bundespolizei unterstützt Du unter Umständen auch die Landespolizeien bei Großeinsätzen wie Demonstrationen oder Fahndungen.

Eine Besonderheit der Ausbildung bei der Bundespolizei ist, dass Du sie als Vorbereitungsdienst absolvierst. So nennt man es, wenn die Ausbildung Dich auf die Laufbahn des Beamten vorbereitet.

 

Polizei ist Ländersache – abgesehen von der Bundespolizei

In Deutschland ist Polizei Ländersache
In Deutschland ist Polizei Ländersache

Die einzelnen Bundesländer regeln ihren Polizeidienst jeweils selbständig. Es gibt eine bundesweite grobe Richtlinien, vor allem hinsichtlich der Einstellungskriterien, aber von der Bewerbung über die Einstellung bis hin zur Laufbahn sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern doch spürbar. Die Länderpolizeien sind selbst dafür verantwortlich, wie sie ihre Einstellungsverfahren gestalten, wie also der Einstellungstest abläuft. Den Test müssen alle Bewerber und Bewerberinnen bestehen, ganz egal, ob sie sich für den mittleren Polizeidienst, den gehobenen Dienst oder den höheren Dienst bewerben.

In allen Bundesländern dauert der Test zwischen einem und drei Tagen. Die mehrtägigen Einstellungstests sind in der Regel zusammenhängend gesattelt, so dass Du ein oder zwei Übernachtungen in der jeweiligen Stadt buchen musst, mehr nicht. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Nicht immer werden alle Prüfungsteile am gleichen Ort absolviert. Manchmal musst du von einem Ort zum anderen reisen. Es ist auch möglich, das du zwischen zwei Orten hin und her pendeln musst. Umfang und Inhalte der Prüfungen unterscheiden sich zwischen den einzelnen Bundesländern. Allerdings bleiben sich die Prüfungen insgesamt doch recht ähnlich. Die Einstellungstests basieren auf der gleichen Idee und laufen ähnlich ab. Grundbausteine sind im Prinzip die Gleichen:

 

Der Deutschtest:

Meist schreibst du ein Diktat. Manchmal musst du auch mehrere Aufgaben aus den Bereichen Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik, Wortschatz und Sprachverständnis bearbeiten.

 

Der Intelligenztest:

Ein Intelligenz Test ist immer Bestandteil des Einstellungstests
Ein Intelligenz Test ist immer Bestandteil des Einstellungstests

Abhängig vom Bundesland wird dieser Test auch als Leistungstest oder PC-Test bezeichnet. Letzteres liegt daran, dass der Test am PC absolviert wird. Verschiedene Aufgaben aus den Bereichen Allgemeinbildung, Mathematik, Fachwissen, Konzentrationsvermögen und logisches Denken musst Du absolvieren.

Manche Bundesländer fassen den Deutschtest und den Intelligenztest zu einem großen PC-Test zusammen. Die Aufgaben werden in Multiple-Choice-Stil gestellt. Der Test ähnelt dem, was du vielleicht aus dem Assessment Center kennst. Erst nach diesem Wissens- und Denktest kommt die Sportprüfung. Bei der Sportprüfung stellst du dein körperliches Leistungsvermögen unter Beweis. Getestet werden Deine Ausdauer, Deine Schnelligkeit, Dein Koordinationsvermögen und natürlich Deine Kraft. Der Sporttest besteht aus mehreren Disziplinen.

 

Mündliche Prüfung:

In manchen Bundesländern ist eine mündliche Prüfung, also ein Einzelgespräch, Teil des Einstellungsverfahrens. Das Gespräch sieht in etwa so aus wie ein klassisches Vorstellungsgespräch. Oft wird es als strukturiertes Interview durchgeführt. Der Sinn dieses Gesprächs ist es, Dich als Person kennen zu lernen und deine Motivation Für den Polizeidienst einschätzen zu können. Auch deine Softskills, also dein Auftreten und dein Umgang mit anderen, werden in diesem Gespräch abgetastet.

 

Die Polizei ärztliche Untersuchung ist Teil der Einstellungstests

Die polizeiärztliche Untersuchung ist vor der Zulassung zum weiteren Eignungsverfahren
Die polizeiärztliche Untersuchung ist vor der Zulassung zum weiteren Eignungsverfahren

Da es sich bei einer ärztlichen Untersuchung nicht um eine Prüfung im klassischen Sinne handelt, führen wir die polizeiärztliche Untersuchung nicht im Testteil auf. Aber generell ist die polizeiärztliche Untersuchung Teil des Einstellungsverfahrens für den mittleren Dienst der Polizei, und zwar in allen Bundesländern. Die Polizei ärztliche Untersuchung besteht aus mehreren Teilen. Überprüft werden Dein allgemeiner körperlicher Zustand, Deine Belastbarkeit, die Funktion Deiner Sinnesorgane, Deine Lungenfunktion und Dein Suchtverhalten. Das sind die einzelnen Teile des Tests:

Wird bei einer dieser Untersuchungen festgestellt, dass zusätzliche Befunde nötig sind, werden weitere Untersuchungen angeordnet werden. In der Regel wirst Du zu einem Facharzt geschickt. Die Erfahrung der Bewerber und Bewerberinnen der letzten Jahre zeigte aber, dass einzelne Teile der polizeiärztlichen Untersuchung wegfallen können. Das ist immer dann der Fall, wenn die Bewerber und Bewerberinnen offensichtlich so gute körperliche und geistige Leistungen zeigen, dass man von einer korrekten Funktionsweise beispielsweise der Augen und der Ohren ausgehen kann.

 

Vorbereitung auf den Einstellungstest für den mittleren Dienst

Eine gute Vorbereitung ist das A und O
Eine gute Vorbereitung ist das A und O

Zuerst einmal solltest du wissen, dass der Einstellungstest für den mittleren Polizeidienst zu schaffen ist. Es wird nichts verlangt, was nicht machbar wäre. Trotzdem ist es sinnvoll, dass Du Dich auf dem Einstellungstest für den mittleren Polizeidienst vorbereitest. Der Einstellungstest folgt dem KO-Prinzip. Das bedeutet: Du musst jeden einzelnen Baustein der Tests bestehen. Nur wenn Du bestanden hast, darfst Du mit der nächsten Einzelprüfung weitermachen. Du kannst einzelne Module der Tests nicht wiederholen. Bist Du bei einem Testbaustein durchgefallen, kannst Du Dich erst im nächsten Jahr wieder bewerben. Wenn du die Mindestleistung in einem Baustein der Tests nicht erfüllst, gilt gleich der gesamte Test als nicht bestanden, Du scheidest sofort aus. Aber Bestehen ist nicht alles: Die Ergebnisse aller Bewerber und Bewerberinnen, die den Test bestanden haben, werden in eine Rangliste gepackt. Nur die Besten werden eingestellt. Denn normalerweise bestehen mehr Bewerber und Bewerberinnen den Test als es freie Ausbildungsstellen für den mittleren Polizeidienst gibt. Es ist also nicht nur wichtig, dass du bestehst, sondern dass du sehr, sehr gut abschneidest. Und zwar in jedem Einzeltest.

Und das kannst Du tun, um Dich auf dem Einstellungstest vorzubereiten:

  • Bereite Dich auf die Inhalte der Tests vor. Trainiere mit Wissensübungen, so dass Du inhaltlich gut vorbereitest bist und auch unter Zeitdruck gute Leistung bringen kannst.
  • Zahlen- und Symbolreihen sowie Textaufgaben für Mathematik sind eine gute Vorbereitung.
  • Trainiere für den Sporttest. Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit solltest Du nicht erst eine Woche vor dem Test trainieren, sondern eher ein halbes Jahr bis ein Jahr vorher.
  • Bereite Dich auf das Einstellungsgespräch vor, indem Du typische Fragen kennenlernst, immer wieder für Dich selbst beantwortest und wirklich überzeugende Gründe findest, warum Du ausgerechnet im mittleren Polizeidienst arbeiten willst.

 

Nach dem Einstellungstest beginnt die Ausbildung

Für den mittleren Polizeivollzugsdienst machst Du eine duale Ausbildung. Duale Ausbildung bedeutet, dass es theoretische und praktische Bausteine gibt. Der größte Teil der Ausbildung besteht aus Theoriephasen. Du lernst an den Ausbildungseinrichtungen der Bundespolizeiakademie. Den erste Ausbildungsabschnitt nennt man Erstes Lehrjahr. Hier steht die Theorie im Mittelpunkt. Einige wenige einsatznahe Trainings werden auch im ersten Lehrjahr durchgeführt. Fächer an der Polizeiakademie sind:

  • Sicherheits- und Ordnungslehre
  • Eingriffsrecht
  • Einsatzlehre
  • Strafrecht
  • Kriminalistik
  • Verkehrsrecht
  • Berufskunde
  • Beamtenrecht
  • Deutsch
  • Englisch
  • Politik
  • Geschichte
  • Sport

Im zweiten Ausbildungsabschnitt, also im zweiten Lehrjahr, ist die Ausbildung sehr praxisnah. Die meiste Zeit verbringt Du mit Praktika. Die finden in drei Bereichen statt:

  • grenz- und bahnpolizeilicher Aufgabenbereich
  • Lufrsicherheit
  • Bundesbereitschaftspolizei

Du nimmst außerdem an Seminaren zum Verhaltenstraining teil. Dabei geht es um Fahrsicherheitstraining, PC-Anwendungsseminare, um Einsatztrainings und um Praxiseinweisungen.

 Besonderheiten Bayern:

  • Du wirst schon während der Ausbildung für den mittleren Polizeidienst nach einem Jahr zum Polizeioberwachtsmeister ernannt.
  • In Bayern musst Du zusätzlich ins Assessment Center. Hier nimmst Du an einem Rollenspiel und Diskussionen teil, löst zusammen mit anderen Bewerber und Bewerberinnen eine Gruppenaufgabe, oder du hältst einen kurzen Vortrag.
  • Mittlerer Polizeidienst wird ausgebildet

 Besonderheiten Baden-Württemberg:

  • Wenn Du das Deutsche Sportabzeichen in Silber hast, musst Du keine Sportprüfung mehr ablegen. Hast Du das nicht, absolvierst Du einen 3000-Meter-Lauf.
  • Baden-Württemberg bildet für den mittleren Polizeidienst aus.

 Besonderheiten Brandenburg:

  • In Brandenburg ist der Assessment Center Test von den anderen Tests abgespalten. Du nimmst hier beispielsweise an Rollenspielen oder Diskussionen teil. Zusammen mit anderen Bewerbern und Bewerberinnen löst du eine Gruppenaufgabe, oder Du hältst einen kurzen Vortrag.
  • Brandenburg bildet für den mittleren Polizeivollzugsdienst aus.

 Besonderheiten Bremen:

Bremen bildet nicht für den mittleren Polizeivollzugsdienst aus, sondern nur für den gehobenen Dienst und vielleicht den höheren Dienst.

 Besonderheiten Hamburg:

Hamburg bildet für den mittleren Dienst aus. Auch für den gehobenen Dienst und den höheren Dienst gibt es Ausbildungsstellen in Hamburg.

 Besonderheiten Hessen:

  • Der Assessment Center Test muss zusätzlich zu den anderen Wissens- und Fähigkeitstests absolviert werden. Bestanteile können Rollenspiele, Gruppendiskussionen, Gruppenaufgaben oder kurze Vorträge sein.
  • Hessen bildet nicht für den mittleren Polizeidienst aus, sondern nur für den höheren und gehobenen Dienst.
  • Hessen war das erste Bundesland mit der zweigeteilten Laufbahn (August 2002).

 Besonderheiten NRW:

  • Der Einstellungstest umfasst in NRW keine Sportprüfung. Du musst bereits bei Deiner Bewerbung nachweisen, dass Du das Deutsche Sportabzeichen hälst.
  • Der Assessment Center Test findet hier unabhängig von den vorherigen Wissens- und Fähigkeitstests statt. Du musst ihn also zusätzlich absolvieren. Teil des Tests kann sein, dass Du an Rollenspielen oder Diskussionen in der Gruppe teilnimmst, Gruppenaufgaben löst oder einen kurzen Vortrag hälst.
  • In NRW gibt es Ausbildungsstellen für alle drei Laufbahnen, also mittleren, gehobenen und höheren Dienst.

 Besonderheiten Niedersachsen:

Niedersachsen bildet nicht für den mittleren Dienst aus, und im höheren Dienst gibt es nur zwei Ausbildungsstellen jährlich.

 Besonderheiten Rheinland-Pfalz:

Rheinland-Pfalz bildet nicht für den mittleren Dienst aus.

 Besonderheiten Saarland:

Das Saarland bildet nicht für den mittleren Polizeivollzugsdienst aus.

 Besonderheiten Sachsen:

Zusätzlich zum Deutschtest und zum Intelligenztest musst Du hier einen Assessment Center Test absolvieren. Der Test beinhaltet, wie Du Dich mit anderen Personen verhält. Dein Sozialverhalten wird genauso bewertet wie Deine kommunikativen Fähigkeiten, Dein Durchsetzungsvermögen, Dein Teamgeist und Deine Kooperationsbereitschaft. Oft ist der Test als Rollenspiel oder Gruppendiskussion aufgebaut.

 Besonderheiten Sachsen-Anhalt:

Hier gibt es bei den Einstellungstests keine Sportprüfung. Du muss bei der Bewerbung das Deutsche Sportabzeichen nachweisen.

 Besonderheiten Schleswig-Holstein:

In Schleswig-Holstein kannst Du die Ausbildung für den mittleren Dienst machen. Schleswig-Holstein bildet auch für den höheren Dienst aus.

 

Das Wichtigste zuletzt: Das Gehalt

Was verdient man eigentlich bei der Polizei?
Das Gehalt ist nicht immer ganz unwesentlich

Im mittleren Polizeivollzugsdienst ist das Gehalt nicht so hoch wie im gehobenen oder höheren Dienst. Völlig klar: Als Polizeipräsident (höchste Stufe im höheren Dienst) verdient man natürlich mehr als bei der Schutzpolizei. Und das Gehalt ist auch ortsabhängig: Nicht alle Bundesländer zahlen das Gleiche. Wie hoch Dein Gehalt im mittleren Polizeivollzugsdienst ausfällt, ist in der Besoldungsstufe festgelegt. Abhängig von Deinen Schulterklappen, also davon, welche Stufe auf der Karriereleiter Du bereits erklommen hast, und von Deinem Familienstand, wird die Besoldungsstufe festgelegt. Aufstiegschancen gibt es natürlich sowohl bei der Landespolizei als auch bei der Bundespolizei, so dass sich Deine individuelle Besoldungsstufe immer mal wieder ändert.

Bei den Spezialeinheiten (auch da hast Du Aufstiegschancen) der Bundespolizeimusst Du zum normalen Sold (so wird das Gehalt bei der Polizei genannt) noch Gefahrenzulagen aufschlagen. Und Du verdienst schon während der Ausbildung. Allerdings variiert der Sold auch da abhängig vom Ausbildungsabschnitt und der Landespolizei beziehungsweise Bundespolizei (inklusive Spezialeinheiten). In der Ausbildung hast Du etwa 1200 Euro monatlich. Danach liegt der Sold bei 2.000 bis 4.500 Euro brutto monatlich. Wenn Du allerdings noch mehr verdienen willst und das Geld ein Grund ist, bei der Polizei zu arbeiten, solltest Du über den gehobenen oder höheren Dienst nachdenken. Denn da kannst Du sowohl bei der Landespolizei als auch bei der Kriminalpolizei ganz andere Posten begleiten, kannst eine Polizeidirektion leiten oder Polizeipräsident werden und entsprechend mehr verdienen. Allerdings sind die Zugangsvoraussetzungen andere (Polizeidirektion bedeutet höherer Dienst).


🖥 Auch unser Online-Testtrainer bietet über 2000 Aufgaben zur Vorbereitung auf Deinen Einstellungstest! Starte JETZT!

📕 Unser aktuelles Einstellungstest Buch findest Du hier, falls Du lieber mit Buch lernst!

📹 Auf unserem YouTube Kanal posten wir auch regelmäßig neue, spannende Videos! Bleibe immer up to date!

Bildquellen

  • Polizei mittlerer Dienst: Pixabay (Polizei)
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (4 Stimmen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...
Polizei Einstellungstest
Bestehe Deinen Einstellungstest mit dem Online-Testtrainer von Plakos.Direkt zum Online-Testtrainer
+