Sporttest Polizei Hamburg

Sporttest Polizei HamburgWer sich für den mittleren oder gehobenen Dienst bei der Polizei Hamburg bewirbt, kommt am Polizei Sporttest nicht vorbei. Damit soll Deine körperliche Fitness in diversen Bereichen überprüft werden. Der Test umfasst zwei verschiedene Sprünge, einen Test der Ausdauer auf dem Fahrrad-Ergometer, den Kasten-Bumerang-Test sowie sieben aufeinanderfolgende Übungen, die FMS genannt werden. So wird mit der Sportprüfung der Hamburger Polizei festgestellt, wie es um die Fitness der Kandidaten bestellt ist.

Alles zum Sporttest der Polizei Hamburg

Die Polizei Hamburg bietet eine Ausbildung im mittleren Dienst sowie ein Studium im gehobenen Dienst an. Dafür bewerben sich jedes Jahr rund 3.000 Frauen und Männer für rund 400 Plätze. Das klingt zunächst viel, doch erfahrungsgemäß bestehen nur zehn Prozent die Eignungsprüfung – die meisten scheitern am Diktat. Doch eine korrekte deutsche Sprache ist später im Berufsalltag eines Polizisten wichtig, denn nach jedem Einsatz muss ein Bericht verfasst werden, um nur ein Beispiel zu nennen.

Für Ausbildung und Studium ist das Auswahlverfahren der Polizei Hamburg Pflicht. Es besteht aus mehreren Teilen. Zunächst ist ein schriftlicher Einstellungstest zu absolvieren, der am ersten Tag stattfindet und sich aus einem Diktat und einem kognitiven Leistungstest am Computer zusammensetzt. Das Lückendiktat prüft Deine Rechtschreib- und Zeichensetzungswissen, während der kognitive Test Aufschluss über sprachliche und mathematische Fähigkeiten sowie abstraktes und logisches Denken geben soll. Dabei handelt es sich um Multiple-Choice-Aufgaben, bei denen die richige Antwort markiert werden muss.

In diesem Beitrag soll es aber hauptsächlich um den Sporttest der Polizei in Hamburg gehen.

Sporttest am zweiten Prüfungstag

Die ärztliche Untersuchung ist ein Bestandteil beim Sporttest der Polizei Hamburg
Die polizeiärztliche Untersuchung

Wurde der Test am PC bestanden, darfst Du zum zweiten Tag bei der Hamburger Polizei antreten. Dann steht zunächst eine mündliche Prüfung an, zu der ein Vorstellungsgespräch und bei einer Bewerbung für Laufbahnabschnitt II auch ein Rollenspiel gehören. Im Gespräch wird deine Persönlichkeit unter die Lupe genommen, deine Kompetenzen beurteilt sowie Deine Motivation hinsichtlich des Polizeidienstes geprüft. Es bietet sich also an, sich vorher Gedanken über den Polizeiberuf sowie Vor- und Nachteile zu machen. Hier helfen Überlegungen zu Zielen, Aufgaben, persönlichen Stärken und Teamgeist. Beim Rollenspiel wird Dir eine Situation vorgestellt und Du bekommst einen Partner sowie eine zugewiesen. So wird dann die Situation durchgespielt.

Anschließend folgt die polizeiärztliche Untersuchung, um die medizinische Eignung für den Polizeidienst festzustellen. Dabei wird beispielsweise untersucht, ob Du Probleme mit dem Knie hast – hier sind die Kriterien besonders streng.

Folgende gesundheitliche Anforderungen werden von der Polizei Hamburg an Bewerber gestellt:
  • Normalgewicht mit einem BMI zwischen 18 und 27,5 kg/m²
  • keinerlei Einschränkungen hinsichtlich Laufen , Stehen, Sitzen oder Schreiben
  • ein intaktes Hormon- und Herz-Kreislauf-System
  • ein kariesfreies Gebiss sowie eine abgeschlossene kieferorthopädische Behandlung
  • ein ausreichendes Sehvermögen ohne Sehhilfe sowie ein gutes räumliches Sehen
  • keine Farbsinnstörungen wie Rot-Grün-Schwäche
  • ein gutes Hörvermögen

Hingegen kann eine Polizeidienstuntauglichkeit vorliegen, wenn wichtige Organe wie Nieren oder Bauchspeicheldrüse bzw. Gliedmaßen wie Daumen fehlen. Ebenso wenn ein Bandscheibenvorfall oder Arthrose vorliegt, Herzfehler oder Stoffwechselkrankheiten bestehen, die Sehleistung ohne Sehhilfe bei unter 30 Prozent liegt und und und … Zudem gilt eine Mindestgröße von 1,60 m und bei Operationen in den zurückliegenden 24 Monaten kann es ebenfalls zu einer Ablehnung kommen.

Hast Du ärztliche Bescheinigungen wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen, werden diese erst nach der Untersuchung angeschaut, die im Athleticum des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf stattfindet. Dort absolvierst Du auch den Sporttest der Hamburger Polizei, auf den wir nun genauer eingehen werden.

Die Übungen beim Sporttest der Hamburger Polizei

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Wer den ersten Prüfungstag erfolgreich überstanden hat, darf am zweiten Tag zum Vorstellungsgespräch, dem medizinischen Test und der Sportprüfung antreten. Letztere besteht aus fünf Übungen. Sinn und Zweck dieser Übungen ist die Überprüfung verschiedener Fähigkeiten des Bewerbers und es gibt jeweils Mindestanforderungen. Werden diese auch nur bei einer Übung nicht erfüllt, ist der gesamte Sporttest für Dich beendet und Deine Bewerbung bei der Hamburger Polizei hat sich damit erledigt. Und das sind die Übungen:

1. Der Counter Movement Jump

Der Sporttest der Polizei Hamburg beginnt mit dem Counter Movement Jump, einer Sprungübung zur Feststellung der Schnell- und Maximalkraft. Um den Sprung zu absolvieren, stell Dich aufrecht hin, mit den Füßen parallel zueinander und schulterbreit auseinander. Die Hände werden in der Hüfte abgestützt. Du gehst schnell in die Hocke und holst dabei Schwung, um dann senkrecht mit gestreckten Beinen nach oben zu springen. Die Hände müssen dabei an der Hüfte bleiben. Am Ende zählt die Höhe, die Du beim Counter Movement Jump erreichst.

2. Der Drop Jump

Nach dem Counter Movement Jump  prüft die Polizei Hamburg mit dem Drop Jump die Schnell- und Reaktivkraft des Bewerbers. Dabei stehst Du auf einem Kasten, der 30 Zentimeter hoch ist. Die Füße sind parallel zueinander aufgestellt und wie beim Counter Movement Jump werden die Hände in die Hüfte gestützt und verbleiben dort während der gesamten Übung. Dann wird ein Fuß nach vorne gestreckt und Du lässt Dich vom Kasten Richtung Boden fallen. Wenn Du den Boden berührst, springst Du mit gestreckten Beinen vertikal in die Luft.

Auch hier zählt wieder die Höhe des Sprungs, doch anders als beim Counter Movement Jump wird nicht direkt vom Boden abgesprungen. Es kommt daher auch auf eine möglichst kurze Reaktionszeit an, wenn Du den Boden berührst und hochspringen musst.

3. Der Ausdauertest auf dem Fahrrad-Ergometer

Der Ergometer Test ist sehr wichtig um die Ausdauer der Bewerber zu bewertenDie dritte Übung ist Dir vielleicht nicht unbekannt, denn sie ähnelt einem Belastungs-EKG beim Arzt. Oftmals ist der Ausdauertest auf dem Fahrrad-Ergometer bei Bewerbungen für den Polizeidienst Teil der medizinischen Untersuchung, doch in Hamburg gehört er zum Sporttest. Das macht durchaus Sinn, denn dabei wird Deine aerobe und anaerobe Ausdauer überprüft.

Den Ausdauertest absolvierst Du auf dem Fahrrad-Ergometer. Zuvor befestigt der Prüfer Elektroden an Deinem Oberkörper, um beim Test die Belastungsgrenzen des Herzmuskels feststellen zu können. Du trägst beim Ausdauertest eine Maske für die Messung der Atemgase. Nach und nach wird die Belastung gesteigert, bis Du an Deinem Limit bist. Dieser Moment ist entscheidend, denn daran lässt sich Deine körperliche Leistungsfähigkeit ablesen. Je länger Du durchhältst, desto besser.

Wer über eine große Ausdauer verfügt, kann eine sportliche Aktivität über längere Zeit durchhalten, ohne dass die Muskeln dabei vollends ermüden. Dafür wird natürlich Energie benötigt, die bei der aeroben und anaeroben Ausdauer auf unterschiedliche Weise bereitgestellt wird.

Kann der Körper die Muskeln ausreichend mit Sauerstoff versorgen, ist aerobe Ausdauer vorhanden, doch irgendwann sind die Sauerstoffvorräte erschöpft. Dann muss die Energie aus anderen Quellen gezogen werden und die anaerobe Ausdauer ist gefragt. Sowohl die aerobe als auch die anaerobe Ausdauer lassen sich trainieren, was für den Ausdauertest auf dem Fahrrad-Ergometer auch durchaus empfehlenswert ist. Wo Deine individuelle Belastungsgrenze liegt, errechnet sich durch die Faustformel: Maximalpuls = 220 Schläge pro Minute – Lebensalter in Jahren.

4. Der Kasten-Bumerang-Test

Nach dem Ausdauertest auf dem Fahrrad-Ergometer folgt der Kasten-Bumerang-Test, der neben Geschicklichkeit und Schnelligkeit auch Deinen Orientierungssinn überprüfen soll. Er findet auf einem Feld mit drei offenen Kastenteilen und einer Matte statt, die im Rechteck positioniert sind. In der Mitte befindet sich ein Verkehrshütchen.

Zu Beginn des Tests stellst Du Dich an die Startlinie und wartest auf das Kommando des Prüfers. Dann machst Du eine Vorwärtsrolle auf der Matte und läufst von links um das Hütchen zum rechten Kasten. Springe über den Kasten und krieche von hinten hindurch Richtung Hütchen. Dort biegst Du wieder rechts ab zum nächsten Kasten, durch den Du ebenfalls kriechst, und zum Schluss zum dritten. Wenn Du danach wieder beim Hütchen bist, biegst Du Richtung Ziel ab und beendest dort den Test.

Der Kasten-Bumerang-Test beim Sporttest der Polizei Hamburg
Der Kasten-Bumerang-Test beim Sporttest der Polizei Hamburg
Auf die Zeit kommt es an

Entscheidend ist die erzielte Zeit, die beim Überqueren der Ziellinie vom Prüfer gestoppt wird. Du solltest eine Zeit zwischen 20 und 22 Sekunden anstreben (abhängig von Alter und Geschlecht). Konkret sind folgende Zeiten für das Bestehen notwendig:

  • Männer bis 29 Jahre: 17,39 Sekunden
  • Männer ab 30 Jahre: 19,40 Sekunden
  • Frauen bis 29 Jahre: 19,39 Sekunden
  • Frauen ab 30 Jahre: 21,90 Sekunden

Die Reihenfolge der Hindernisse mit den vorgegebenen Laufwegen ist zwingend einzuhalten. Wichtig ist auch, dass Du das Verkehrshütchen immer links passierst und dahinter nach rechts abbiegst. Das machst Du vier Mal (einmal zu jedem Kasten und dann Richtung Ziel). Und Du musst immer erst über den Kasten springen und dann von hinten durchkriechen, um wieder zum Hütchen zu laufen.

5. Das Functional Movement Screen

Den Sporttest der Polizei Hamburg schließt Du mit dem Functional Movement Screen ab, kurz FMS. Er umfasst sieben Übungen an einem FMS-Kit, mit denen Beweglichkeit, Gleichgewichtssinn und Stabilität des Bewerbers überprüft und eventuell vorhandene Einschränkungen aufgedeckt werden. Sie werden auch in dem nachfolgenden Video (Quelle Polizei Hamburg) und einem PDF von der Polizei Hamburg erklärt.

Das FMS-Kit ist eine Art Hürde mit Schnur und Stab. Folgende Übungen musst Du damit absolvieren:

Die tiefe Kniebeuge

Die tiefe Kniebeuge
Die tiefe Kniebeuge

Um die tiefe Kniebeuge, den Deep Squat, korrekt auszuführen, stellst Du die Füße parallel zueinander und gehst tief in die Hocke. Achte darauf, dass Du während der gesamten Übung mit den Fersen auf dem Boden bleibst und halte in der Hocke den Stab mit beiden Händen und gestreckten Armen über den Kopf nach oben Richtung Decke.

Der Hürdenschritt

Den Hürdenschritt, auch Hurdle Step genannt, wird direkt am FMS-Kit ausgeführt. Zwischen den beiden Holmen der Hürde ist auf Höhe Deiner Schienbeinkante eine Schnur gespannt. Für die Übung legst Du den Stab mit beiden Händen hinter Deinem Kopf auf der Schulter ab und hebst zunächst den rechten Fuß über die Hürde und auf der anderen Seite setzt Du die Ferse auf den Boden. Ziehe das rechte Bein danach wieder über die Schnur zurück in die Ausgangsposition und wiederhole die Übung mit dem linken Bein.

Der Ausfallschritt

Die dritte Übung ist der Ausfallschritt (In-Line Lunge) auf einem Balken. Dieser ist Teil des FMS-Kits, das auf dem Boden liegt. Du stellst Dich im Ausfallschritt auf den Balken, wobei das linke Bein vorne steht. Der Abstand zwischen dessen Zehenspitze und der Ferse des dahinter stehenden rechten Beins sollte in etwa so groß sein wie Dein Schienbein lang ist.

Der Stab befindet sich in Deinen Händen senkrecht hinter dem Rücken und berührt Kopf, Brustwirbelsäule und Steißbein. Nun senke Dein gebeugtes rechtes Knie soweit Richtung Boden, bis es den Balken des FMS-Kits berührt, und gehe dann in die Ausgangsstellung zurück. Anschließend wird die Position von rechtem und linkem Bein getauscht und die Übung erneut durchgeführt. Hier geht es vor allem um den Gleichgewichtssinn.

Die Schulterbeweglichkeit

Mit der vierten Übung wird Deine Schulterbeweglichkeit (Shoulder Mobility) in zwei Schritten getestet. Zunächst strecke die Arme im Stehen zur Seite aus und mache mit beiden Händen eine Faust (Daumen umschlossen). Führe einen Arm hinter Deinen Kopf und schiebe die Faust soweit die Wirbelsäule nach unten, wie es Dir möglich ist. Den anderen Arm führe vom Gesäß die Wirbelsäule nach oben, als ob Du mit dieser Faust die andere berühren willst. Dann misst der Prüfer den Abstand zwischen den beiden Fäusten.

Nach dieser Übung folgt der so genannte Clearing Test, bei dem zunächst die rechte Handfläche auf der linken Schulter abgelegt und danach der Ellbogen möglichst weit Richtung Decke angehoben wird. Die Übung wird anschließend mit der linken Hand wiederholt.

Das aktive Beinheben

Die fünfte Übung nennt sich Active Straight Leg Raise. Diese Übung absolvierst Du auf dem Rücken liegend. Die Arme befinden sich neben dem Körper und die Handflächen zeigen Richtung Boden. Hebe nun ein Bein soweit wie möglich an und achte darauf, dass das andere Bein den Boden nicht verlässt und beide Beine gestreckt bleiben.

Rumpfstabilitäts-Liegestütz

Der Liegestütz Sporttest Polizei Hamburg
Der Liegestütz

Bei der vorletzten Übung geht es in den Liegestütz. Sie testet Deine Rumpfstabilität durch einen Trunk Stability Push-Up. Lege Dich auf den Bauch und strecke die Arme mit abgespreizten Daumen nach vorne aus. Anschließend werden die Hände schulterbreit bis auf Stirnhöhe zurückgezogen. Aus dieser Position heraus gehst Du in den Liegestütz, indem Du Ellbogen und Knie anhebst. Auch bei dieser Übung folgt ein Clearing Test an. Dabei liegst Du wieder auf dem Bauch und setzt Deine Hände unter die Schultern. Die Hüfte sollte dabei möglichst weit zum Boden abgesenkt werden.

Rotary Stability = Rotationsstabilität

Bei der letzten Übung, der Rotationsstabilität (Rotary Stability) verwendet man wieder das FMS-Kit auf dem Boden, das Du im Vierfüßlerstand zwischen Hände und Knie positionierst. Schultern, Hüfte und Knie sind dabei rechtwinklig gebeugt. Nun werden zunächst der rechte Arm und das rechte Bein ausgestreckt und dann zusammengeführt, sodass sich Ellbogen und Knie unter Deinem Körper berühren. Anschließend werden Arm und Bein wieder ausgestreckt, bevor Du die Übung mit der linken Seite wiederholst. Der Clearing Test bei dieser Übung findet auch im Vierfüßlerstand statt und Du setzt Dein Gesäß dabei auf den Fersen ab.

So bereitest Du Dich optimal auf den Sporttest vor

Selbst fitte Hobbysportler sollten den Sporttest der Polizei Hamburg nicht auf die leichte Schulter nehmen und sich darauf vorbereiten. Die Prüfung hat es in sich und schließlich weißt Du vorher auch nicht, welche Mindestanforderungen bestehen. Denke immer daran: Wenn Du an einer Übung scheiterst, ist das Auswahlverfahren für Dich sofort beendet. Zudem musst Du die sieben Tests nacheinander absolvieren, was Kondition erfordert.

Die Übungen haben unterschiedliche Schwerpunkte und fordern Deinen ganzen Körper. Ohne eine gewisse Ausdauer, die Du dir über einen längeren Zeitraum antrainieren musst, ist der Sporttest eine große Hürde. Unterschätze darüber hinaus nicht Deine Nervosität. Du hast zuvor alle Teilbereiche des Auswahlverfahrens bestanden und nun folgt der finale Test, an dem alles scheitern kann – das sorgt für Anspannung.

Um etwas Gelassenheit an den Tag legen zu können, ist es ratsam, sich auf den Sporttest der Hamburger Polizei vorzubereiten. Wir haben einige Tipps dafür.

Warte mit dem Training nicht bis zur letzten Minute

Wenn Du Deine Bewerbung bei der Hamburger Polizei eingereicht hast, vergehen in der Regel einige Wochen bis zum Sporttest. Diese Zeit solltest Du nutzen und trainieren. Idealerweise hast Du schon vorher Ausdauersport betrieben. Falls nicht, solltest Du nun damit beginnen. Plane jedoch auch Ruhetage ein, um Dich nicht zu übernehmen und keine Verletzungen zu riskieren. Mache nach drei Tagen Training zwei Tage Pause.

Lauftraining für eine bessere Ausdauer

Lauftraining ist eine gute Art und Weise die Kondition zu verbessern
Lauftraining ist eine gute Art und Weise die Kondition zu verbessern

Auch wenn der Cooper-Test inzwischen aus der Sportprüfung der Polizei Hamburg gestrichen wurde, eignet sich Lauftraining bestens, um Deine Kondition in wenigen Wochen merklich zu steigern. Diese benötigst Du beispielsweise beim Kasten-Bumerang-Test, aber natürlich auch beim Ausdauertest auf dem Fahrrad-Ergometer.

Wärme Dich vor dem Lauftraining einige Minuten auf und steigere Dich langsam von einer halben Stunde auf längere Strecken von über einer Stunde. Wenn Du keinen Ausdauersport gewohnt bist, wirst Du am Anfang schnell außer Puste kommen. Wichtig ist dabei, dass Du regelmäßig laufen gehst und ein Tempo wählst, dass Dich nicht überfordert. So hältst Du länger durch. Als Anhaltspunkt gilt, dass Du Dich beim Laufen noch unterhalten können solltest. Dann wirst Du schnell Fortschritte feststellen. Hältst Du eine Stunde durch, kannst Du das Tempo erhöhen. Um an diesen Punkt zu kommen, hilft Dir der folgende Plan weiter.

Trainingsplan für die Ausdauer

Wir haben Dir einen kleinen Trainingsplan erstellt, mit dem Du Deine Ausdauer steigern kannst.

Trainingsplan Ausdauer

Dieser Trainingsplan ist auf 8 Wochen ausgelegt.

  1. In der ersten Woche wechselst Du an zwei Tagen für 30 bis 40 Minuten Laufen und Gehen ab.
  2. Gehe langsam weiter, wenn Du nicht mehr kannst, damit der Puls sinkt.
  3. Anschließend rennst Du weiter.
  4. In der zweiten Woche wirst Du merken, dass die Pausen schon kürzer werden.
  5. Verlängere das Training in der dritten Woche jeweils auf 40 bis 50 Minuten.
  6. In Woche vier sollte es Dir bereits möglich sein, an beiden Trainingstagen 2x 20 Minuten mit 5 Minuten Pause zu laufen und in Woche fünf und sechs sogar 2 x 25 Minuten.
  7. In Woche sechs schiebst Du einen dritten Trainingstag ein, an dem Du versuchst, mindestens 30 Minuten durchzulaufen.
  8. In der siebten Woche wiederholst Du das Pensum aus Woche sechs und in der achten Woche sollte es Dir möglich sein, eine Stunde durchzulaufen. Damit hast Du Deine Kondition innerhalb von zwei Monaten erheblich gesteigert.

Mit Intervalltraining den Kasten-Bumerang-Test bestehen

Beim Kasten-Bumerang-Test wird Deine Kondition nicht gleichmäßig in Anspruch genommen. Vielmehr musst Du mehrere Male lossprinten und wieder stoppen. Das sind andere Belastungen als bei einem Dauerlauf mit langsamem bis mittlerem Tempo. Bereite Deine Muskulatur mit Intervalltraining darauf vor. Dabei handelt es sich um eine Abfolge von schnellen Sprints über eine Distanz von 25, 50 oder 100 Metern. Nach jedem Intervall gehst Du langsam, damit der Puls sinkt. Dann startest Du mit dem nächsten Sprint. Das machst Du mindestens zehnmal hintereinander. Je mehr Sprints, desto besser. Aber auch hier gilt: langsam steigern und das Verletzungsrisiko durch Aufwärmen verringern.

Um beim Kasten-Bumerang-Test möglichst dynamisch aus der Bauchlage (Durchkriechen durch den Kasten) wieder in den Stand zu kommen, kannst Du Deine Kondition und Muskulatur mit Strecksprüngen trainieren. Dafür begibst Du Dich in die Bauchlage und richtest Dich schnellstmöglich auf. Es folgt ein Strecksprung, bevor es wieder in die flache Bauchlage geht. Mache in einer Minute so viele Wiederholungen, wie Du kannst – ohne Pause.

Die Abwechslung bringt’s!

Mit Lauftraining steigerst Du Deine Ausdauer zwar schnell, doch für viele Menschen ist dieser Sport eintönig. Zudem solltest Du für den Sporttest der Polizei Hamburg auch andere Fähigkeiten und Muskelgruppen trainieren. Deswegen empfiehlt es sich, das Lauftraining mit anderen Sportarten und Übungen zu ergänzen wie Radfahren, Krafttraining und Dehnübungen. Ansonsten gilt: Mache einfach den Sport, der Dir Spaß bereitet. Das kann auch Fußball oder Tennis sein. Hauptsache, Du bewegst Dich und bist körperlich fit, wenn Du zur Sportprüfung der Polizei Hamburg antrittst.

Trainiere für die Übungen mit dem Functional Movement Screen

Auch wenn Du kein FMS-Kit besitzt, kannst Du die Übungen des Functional Movement Screens trainieren. Als Stab kann ein Besenstiel verwendet und die Hürde durch einen Getränkekasten ersetzt werden. Dazu ein Holzbalken und schon hast Du mit simplen Mitteln Dein persönliches FMS-Kit gebastelt, an dem Du alle Übungen des Functional Movement Screens trainieren kannst.

Die wichtigsten Fakten zusammengefasst

Hier haben wir noch einmal die wichtigsten Fakten zum Sporttest Polizei Hamburg für Dich zusammengefasst im Überblick:

  • Für den Sporttest findest Du Dich am zweiten Prüfungstag im Athleticum der Uniklinik Hamburg-Eppendorf (UKE) ein.
  • Dieser Teil des Einstellungstests ist für jeden Kandidaten identisch, egal ob es sich um eine Bewerbung für eine Ausbildung oder ein Studium handelt.
  • In fünf Disziplinen testet die Polizei in Hamburg Deine Fitness:

1. Counter Movement Jump

2. Drop Jump

3. Ausdauertest auf dem Fahrrad-Ergometer

4. Kasten-Bumerang-Test

5. Functional Movement Screen

  • Es ist zwingend notwendig, jeden einzelnen Test zu bestehen. Scheiterst Du an den Mindestanforderungen einer Disziplin, ist der gesamte Einstellungstest für Dich vorbei und Du hast das Auswahlverfahren nicht bestanden.

Wenn Du all unsere Tipps beachtest, bist Du gut vorbereitet für den Sporttest der Polizei Hamburg und hast beste Chancen, diesen auch zu bestehen. Ist das der Fall, musst Du Dich etwas in Geduld üben, denn es gibt eine nach erreichten Punkten. Ob Du bei der Polizei Hamburg anfangen darfst erfährst Du per Post.

Hinweis: Die Polizei Hamburg stellt Bewerbern für die beiden Testtage Mehrbettzimmer für eine Übernachtung zur Verfügung inklusive Bettwäsche und Duschmöglichkeit. In der Nähe der Akademie gibt es Supermärkte, in denen Du einkaufen kannst. Packe dir jedoch Hygieneartikel, Handtuch und Wechselbekleidung ein.

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