Sporttest Polizei Niedersachsen

Sporttest Polizei NiedersachsenDu interessierst Dich für eine Ausbildung bei der Polizei Niedersachsen? Dann musst Du vorher den Einstellungstest bestehen, zu dem auch ein Sporttest gehört. Was Dich dabei erwartet, erfährst Du auf dieser Seite.

Bevor Du zum Einstellungstest eingeladen wirst, musst Du zunächst Deine Bewerbungsunterlagen einreichen. Sie geben Aufschluss darüber, ob Du überhaupt zum Studium im gehobenen Dienst für den Polizeidienst in Niedersachsen zugelassen werden kannst. Deine persönliche Tauglichkeit musst Du dann im Eignungstest beweisen, zu dem auch der Sporttest der Polizei Niedersachsen gehört.

Dein Weg zur Polizei Niedersachsen

Das Auswahlverfahren der Polizei Niedersachsen besteht aus fünf Schritten:

  1. beamtenrechtliche und medizinische Vorprüfung
  2. Eignungstest am PC
  3. Sporttest
  4. Vorstellungsgespräch
  5. polizeiärztliche Untersuchung

Beamtenrechtliche und medizinische Vorprüfung

Dieser mehrstufige Einstellungstest prüft Deine Befähigung für ein Studium an der Polizeiakademie Niedersachsen bzw. generell als Polizist im Polizeivollzugsdienst dieses Bundeslandes. Zunächst werden deine Bewerbungsunterlagen auf Vollständigkeit geprüft und ob Du damit die Bedingungen erfüllst, die vorgeschrieben sind. Anschließend bekommst Du einen entsprechenden Bescheid von der Polizei Niedersachsen, der eventuell fehlende Unterlagen nachfordert bzw. bestätigt, dass Du die beamtenrechtliche Vorprüfung bestanden hast oder eben nicht.Eine medizinische Untersuchung ist auch im Rahmen des EAV in Niedersachsen Pflicht

Ist dieser Bescheid positiv, erfolgt die medizinische Vorprüfung, für die Du jedoch nicht persönlich anwesend sein musst. Der Medizinische Dienst prüft die von Dir mit den Bewerbungsunterlagen eingereichten ärztlichen Befunde. Daraus ergibt sich eine Beurteilung deiner gesundheitlichen Eignung für den Polizeiberuf, die auf Polizeidienstvorschrift 300 basiert, die allerdings nicht öffentlich ist. Hier scheitern rund 20 Prozent der Bewerber, weil sie beispielsweise unter folgenden Krankheiten leiden:

  • Diabetes oder Asthma
  • Bandscheibenvorfall oder Arthrose
  • Schilddrüsen- oder Bluterkrankungen
  • Herz-Kreislauf-, Leber- oder Nierenerkrankungen
  • Schwerhörigkeit
  • Übergewicht mit einem BMWI größer als 27,5 kg/m²
  • Farben- oder Nachtblindheit

Möglicherweise benötigt der medizinische Dienst in Göttingen weitere ärztliche Unterlagen von Dir und wird Dir das mitteilen. Reiche diese so schnell wie möglich ein. Natürlich informiert Dich die Polizei Niedersachsen auch bei dieser Vorprüfung, ob Du sie bestanden hast oder nicht.

Der erste Prüfungstag bei der Polizei Niedersachsen

Wenn beide Vorprüfungen erfolgreich für Dich gelaufen sind, wirst Du von der Polizei nach Hann. Münden zum ersten Testtag eingeladen. Dieser besteht aus zwei Prüfungen, dem PC- Eignungstest und dem Sporttest der Polizei Niedersachsen.

Zunächst musst Du zum schriftlichen Eignungstest, der am Computer stattfindet. Hier sind Aufgaben zu lösen, die Deine Deutschkenntnisse, logisches Denken und ähnliches prüfen. Kannst Du Dir Dinge gut merken und Dich auf etwas konzentrieren, was wichtig ist? Das sind zwingende Voraussetzungen für den Beruf des Polizisten. Du solltest unbedingt ausgeruht zum Test erscheinen. Zum einen verlangt er Dir einiges ab, zum anderen dauert der computergestützte Einstellungstest 4,5 Stunden inklusive Pause. Wenn Du eine lange Anreise hast, nutze die Möglichkeit der Übernachtung auf dem Gelände der Polizeiakademie Niedersachsen.

Die Aufgaben des PC-Einstellungstests

Der Computertest beim Polizei EinstellungstestZunächst wird allen anwesenden Bewerbern erklärt, wie der Test abläuft. Die dann folgenden Aufgaben am PC erfordern komplexe Schlussfolgerungen, ein gutes Gedächtnis, Kombinationsfähigkeit und Deutschkenntnisse. So musst Du Dir beispielsweise Gesichter und Namen merken – 20 Minuten später wird dies erneut abgefragt. Zahlenreihen sollen ergänzt werden und so weiter. Direkt im Anschluss an den Test wirst Du darüber informiert, ob Du diesen bestanden hast. Sollte das der Fall sein, steht danach der Sporttest auf dem Programm.

Damit Du nicht unvorbereitet zum PC-Test erscheinst, solltest Du Dir die Beispiele auf der Webseite der Polizei Niedersachsen anschauen. Diese bestehen aus einem Test und Musteraufgaben. Dadurch wird es Dir am eigentlichen Prüfungstag leichter fallen, die Aufgaben zu lösen, weil Du dann schon weißt, wie diese aussehen könnten.

Der Sporttest der Polizei Niedersachsen

Der Sporttest bei der Polizei NiedersachsenWenn Du zum Sporttest der Polizei Niedersachsen antreten darfst, hast Du zuvor erfolgreich die beiden Vorprüfungen und den Test am PC bestanden und damit wichtige Hürden genommen, an denen andere Bewerber schon gescheitert sind. Doch mit dem Sporttest steht ein dicker Brocken noch bevor. Hier wird Deine Fitness gecheckt – mit einem 5.000-Meter-Lauf im Freien.

Für den Sporttest werden die Bewerber von den Prüfern in Gruppen eingeteilt. Zieh Dir Sportsachen an und wärm Dich auf, bevor es anschließend zum Start geht. Der Prüfer gibt das Kommando und dann läufst Du 5.000 Meter in Runden. Dabei musst Du nicht mitzählen, wie viele Runden Du bereits absolviert hast, denn Du bekommst diese angesagt. Das gilt auch für die bereits abgelaufene Zeit. So weißt Du immer genau, ob Du gut in der Zeit bist. Nach 5.000 Metern wird die Zeit angehalten.

Denke daran, dass es sich um einen Ausdauerlauf handelt. Du läufst nicht gegen die anderen Bewerber. Konzentriere Dich auf Deinen Lauf und teile Dir die Kondition gut ein. Selbst wenn Du nicht als Erste(r) ins Ziel kommst, kann Deine Leistung dennoch ausreichend sein, um den Sporttest der Polizei Niedersachsen zu bestehen. Die anderen Bewerber spielen da keine Rolle.

Die Richtzeiten für den 5.000-Meter-Lauf

Solltest Du zwischendurch merken, dass Du eine Gehpause benötigst, damit der Puls sinkt, ist das durchaus erlaubt. Es geht wirklich „nur“ darum, die 5.000 Meter in der vorgegebenen Zeit zu schaffen.

Aber Achtung: Du darfst nicht stehenbleiben oder den Lauf irgendwie sonst unterbrechen. Dann ist der Sporttest für Dich beendet und nicht bestanden.

Folgende Zeiten gelten beim Sporttest der Polizei Niedersachsen als Limit:

weiblich unter 18 Jahren 34 Minuten
männlich unter 18 Jahren 29 Minuten
weiblich über 18 Jahre 33 Minuten
männlich über 18 Jahre 28 Minuten

Bist Du langsamer als die Zeit, die für Dich gilt, bestehst Du den Test nicht und das Auswahlverfahren ist für Dich vorbei. Bist Du jedoch wesentlich schneller, bekommst Du einen Bonuspunkt. Dabei gelten folgende Zeiten:

weiblich unter 18 Jahren maximal 27 Minuten
männlich unter 18 Jahren maximal 22 Minuten
weiblich über 18 Jahren maximal 26 Minuten
männlich über 18 Jahren maximal 21 Minuten

 

Einen weiteren Bonuspunkt bekommst Du, wenn Du das Deutsche Sportabzeichen in Silber oder das DJJV-Sportabzeichens des Deutschen Ju-Jutsu-Verbandes hast und dieses in den sechs Monaten vor dem Test abgelegt wurde. Einzureichen in der Nachweis über das Sportabzeichen spätestens am ersten Tag des Einstellungstests. Später kann der Bonuspunkt nicht mehr angerechnet werden.

Nur ein 5.000-Meter-Lauf, aber dennoch …

Der 5000m Lauf wird in Runden gelaufen, z.B. auf einer Tartanbahn
Der 5000m Lauf wird in Runden gelaufen, z.B. auf einer Tartanbahn

Im Gegensatz zu anderen Einstellungstests für den Polizeidienst der verschiedenen Bundesländer besteht der Sporttest der Polizei Niedersachsen lediglich aus dem 5.000-Meter-Lauf. Es geht also um Kondition, die beispielsweise bei der Verfolgung eines flüchtenden Tatverdächtigen wichtig ist. Dabei tragen Sie dann Ihre Uniform und Schutzausrüstung, also zusätzliches Gewicht, mit sich rum. Ausdauer ist aber nicht nur aus sportlicher Sicht hilfreich, sondern auch wenn es darum geht, den harten Schichtdienst wegzustecken. Polizist zu sein ist anstrengend und körperlich belastend – da solltest Du fit sein und zudem durchhalten, auch wenn die Kräfte nachlassen. Auch das wird beim 5.000-Meter-Lauf getestet.

Die optimale Vorbereitung

Ein 5.000-Meter-Lauf als Sporttest der Polizei Niedersachsen mag sich zunächst nicht sonderlich schwierig anhören, zumal die Prüfungen in anderen Bundesländern wesentlich umfangreicher sind und teilweise zusätzlich Kraftübungen beinhalten. Für einen Ausdauersportler sind 30 Minuten in dem geforderten Tempo sicher kein Problem, doch die meisten Bewerber sind nicht so fit, um den Sporttest ohne Vorbereitung zu bestehen. Ein gezieltes Training in den Wochen vor dem Lauf hilft Dir am Testtag weiter und sichert Dir (hoffentlich) das Bestehen. Sechs Wochen Vorbereitung sollten den meisten Menschen reichen, um für den 5.000-Meter-Lauf fit zu sein.

Welches Training eignet sich am besten?

Da der Sporttest der Polizei Niedersachsen lediglich aus dem bereits erwähnten 5.000-Meter-Lauf besteht, ist ein gezieltes Lauftraining auch die beste Vorbereitung für die Prüfung. Wer zum Zeitpunkt der Bewerbung keine oder nur wenig Kondition hat, sollte die Wochen vor dem Einstellungstest nutzen und laufen gehen.

Ausreichendes Training für den 5000 Meter Lauf ist unumgänglichBewährt hat sich ein Rhythmus von drei Tagen Training und zwei Tagen Pause. Selbst wenn Du bislang nicht gelaufen bist, sollte es Dir so gelingen, nach sechs Wochen Training etwa eine Stunde durchlaufen zu können. Moment mal … eine Stunde Laufen? Aber ich habe doch beim Sporttest der Polizei Niedersachsen nur ungefähr eine halbe Stunde Zeit, um zu bestehen. Das stimmt zwar, aber bei allen Distanzen – ausgenommen Marathon – empfiehlt es sich bei der Vorbereitung auf einen Wettkampf, längere Läufe in das Training einzubauen.

Mit diesem Trainingsplan schaffst Du den 5.000-Meter-Lauf

Wer bei null beginnt, sollte in den ersten beiden Wochen jeweils zwei bis drei Tage für 30 bis 40 Minuten Laufen mit Gehpausen einplanen. Wahrscheinlich wirst Du zunächst nur 5 Minuten durchhalten und musst dann mit Gehen deinen Puls senken, bevor Du erneut losläufst. Aber das macht nichts und ist völlig normal, wenn Du vorher keinen Ausdauersport gemacht hast. Lass Dich nicht entmutigen – schließlich hast Du ein Ziel: den Sporttest der Polizei Niedersachsen bestehen. Schon in der zweiten Woche wirst Du merken, dass du vielleicht schon 10 Minuten am Stück laufen kannst. Idealerweise liegt deine Herzfrequenz beim Lauftraining bei 70 Prozent Deines Maximalpulses. Bei diesem Tempo solltest Du Dich noch unterhalten können.

In der dritten Woche verlängerst Du die Trainingseinheiten auf 40 bis 50 Minuten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du in der Woche darauf schon 2 x 20 Minuten mit 5 Minuten Pause durchlaufen kannst, ist hoch. Und in Woche fünf bist Du schon bei 2 x 25 Minuten. Somit entspricht ein Intervall immerhin schon der Belastungszeit beim Sporttest, die je nach Geschlecht und Alter zwischen 21 und 27 Minuten liegt. Allerdings wirst Du in den 25 Minuten vielleicht noch keine 5.000 Meter schaffen. Deswegen steigerst Du dich in Woche sechs auf 30 Minuten.

Distanz und Tempo steigern

Es lohnt sich, die Wochen vor dem Prüfungstermin in Ausdauertraining zu investieren. Das wird sich letztendlich nicht nur beim Sporttest auszahlen, sondern auch beim Belastungs-EKG, der bei der polizeiärztlichen Untersuchung am zweiten Tag ansteht. Solltest Du noch Zeit übrig haben bis zum Sporttest, nutze die verbleibenden Wochen und steigere Dein Trainingspensum auf bis zu eine Stunde.

Bei Intervallläufen eignet sich immer eine Stoppuhr
Bei Intervallläufen eignet sich immer eine Stoppuhr

Ein sinnvoller Baustein des Lauftrainings sind Intervalle, die man idealerweise auf einer Tartanbahn absolviert. Dabei läufst Du kurze Strecken (50 oder 100 Meter) in maximalem Tempo und machst dann eine Pause von ein bis zwei Minuten, bevor Du wieder sprintest. Wiederhole dies mindestens zehn Mal und versuche, beim letzten Intervall immer noch annähernd so schnell zu laufen wie beim ersten. Die Pausen dienen der Erholung – Dein Puls sollte sinken. Du kannst mehr Intervalle machen oder die Länge der Pausen verkürzen, wenn Du Dich fitter fühlst und Lauffortschritte bemerkst.

Du wirst merken, dass Dir die 25 Minuten für den Sporttest mit der Zeit immer leichter fallen werden. Sollte das der Fall sein, kannst Du auch das Tempo steigern. Finde heraus, welcher Laufrhythmus Dir liegt, beginne aber keinesfalls zu schnell. Idealerweise steigerst Du Dich von Kilometer zu Kilometer und hast am Ende noch die Puste für einen Schlussspurt.

Eine Woche vor Deinem Termin bei der Polizei Niedersachsen solltest Du den 5.000-Meter-Lauf simulieren. Mache das auf keinen Fall kurz vor dem Sporttest. Du solltest das Trainingspensum in der letzten Woche runterschrauben, um Dich zu erholen und am entscheidenden Tag aus den Vollen schöpfen zu können.

Trainiere abwechslungsreich

Viele Menschen mögen das Laufen nicht, weil es ihnen zu eintönig ist. Gerade am Anfang ist das durchaus verständlich – man kommt nicht besonders schnell voran, muss dauernd Pause machen und hat das Gefühl, niemals ein guter Läufer zu werden. Doch wer dranbleibt und regelmäßig trainiert, merkt schnell Erfolge. Es gibt einige Kniffe, die für mehr Durchhaltevermögen sorgen. Laufe nicht immer dieselbe Strecke. Variiere – und wenn es nur durch einen Lauf in die entgegengesetzte Richtung ist. Wenn Du einen Wald oder Park in der Nähe hast, gehe auch mal dort laufen.

Wir hatten anfangs von drei Tagen Training gefolgt von zwei Tagen Pause gesprochen. Dabei muss es sich aber nicht um drei Tage Laufen handeln. Du kannst eine Trainingseinheit auch durch Schwimmen oder Radfahren ersetzen. Spielst Du Fußball oder Tennis? Auch das trainiert die Kondition und macht zudem Spaß.

Sporttest Polizei Niedersachsen: die Fakten

Hier haben wir noch einmal die wichtigsten Fakten zum Sporttest der Polizei Niedersachsen für Dich zusammengefasst:

  • Der Sporttest der Polizei Niedersachsen findet in Münden statt.
  • Es erwartet Dich ein 5.000-Meter-Lauf im Freien, den Du in einer bestimmten Zeit absolvieren musst.
  • Wer schneller ist als die vorgeschriebene Zeit oder das Deutsche Sportabzeichen in Silber bzw. das DJJV-Sportabzeichen besitzt, bekommt Bonuspunkte.

Das Vorstellungsgespräch

Wenn Du die beiden Vorprüfungen, den PC-Eignungstest und den Sporttest am ersten Tag bestanden hast, folgt einige Wochen später ein Vorstellungsgespräch bei der Polizei Niedersachsen. Es soll Deine Persönlichkeit und Motivation testen.

Weil Du in Deinen Bewerbungsunterlagen die Behörde angeben kannst und sollst, bei der Du am liebsten arbeiten möchtest, wirst Du auch in diese eingeladen. Zur Auswahl stehen:

  • Braunschweig
  • Göttingen
  • Hannover
  • Lüneburg
  • Oldenburg
  • Osnabrück

Studienorte sind wahlweise Nienburg, Hann. Münden oder Oldenburg. Doch zurück zum Auswahlgespräch. Hierbei handelt es sich um ein strukturiertes Interview, das knapp eine Stunde dauert. Dabei werden Dir  bestimmte Fragen gestellt, die bei allen Bewerbern gleich sind. Auch die Reihenfolge ändert sich nicht. Das hat den Vorteil, dass niemand mit Dingen punkten kann, die bei Dir gar nicht zur Sprache kommen. Zudem lässt die fixe Struktur des Gesprächs den Prüfern keinen Raum für Sympathien und Antipathien. Darüber hinaus gibt es eine festgelegte Bewertungsskala, die eine objektive Beurteilung der Antworten möglich macht.

Das Vorstellungsgespräch im Einstellungstest der Polizei NiedersachsenZu Beginn des Gesprächs stellst Du Dich vor und beantwortest Fragen zu Deiner bisherigen beruflichen Laufbahn inklusive Stärken und Schwächen sowie Zukunftsvisionen. Dann folgen die situativen Fragen. Hier geht es darum, sich in die Lage eines Polizisten hineinzuversetzen und zu erklären, was Du in dieser Situation tun würdest. Zum Ende des Interviews besteht die Möglichkeit, Deine eigenen Fragen loszuwerden. Wie Du siehst, ist das strukturierte Interview bei der Polizei Niedersachsen kein klassisches Interview, weil kein Dialog entsteht und die Fragen vorher festgelegt sind. Dadurch wirkt alles etwas strenger, aber Du kannst Dich auch besser darauf vorbereiten.

Die polizeiärztliche Untersuchung

Hast Du auch das Auswahlgespräch erfolgreich hinter Dich gebracht und einen Platz auf der Rangliste ergattert, der eine Zusage vermuten lässt, musst Du zur polizeiärztlichen Untersuchung, die ebenfalls bei Deiner Wunschbehörde stattfindet. Plane dafür rund fünf Stunden ein und erscheine nüchtern. Das bedeutet: An diesem Tag darfst Du noch nichts gegessen haben und im Kaffee darf weder Zucker noch Milch gewesen sein. Trinke vorher ausreichend Wasser! Zudem solltest Du Dir Frühstück einstecken, das Du später zur Dir nehmen darfst.

Zur Untersuchung gehört ein Belastungs-EKG, der wie der 5.000-Meter-Lauf Deine Kondition testet. Zudem werden Dein Blut, Deine Lungenfunktion, Zähne, Augen und Gehör überprüft. Ein Drogentest steht ebenso auf dem Plan wie die Begutachtung von Wirbelsäule und Gelenken.

Weil auch Größe und Gewicht gemessen werden, solltest Du wissen, dass Du mindestens 1,63 m (weiblich) bzw. 1,68 m groß sein musst und Dein BMI zwischen 18 und 27,5 betragen muss. Andernfalls bist Du polizeidienstuntauglich.

Wenn der Polizeiarzt nichts zu beanstanden hat, ist der Einstellungstest geschafft. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Warst Du an beiden Testtagen sehr überzeugend, erhältst Du noch während des Auswahlverfahrens eine Zusage. Andernfalls kommt es auf Deinen Platz in der Rangliste an und Du bekommst erst später Bescheid, ob dieser für eine Zusage ausreichend ist.


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