Einstellungstest Polizei Hamburg

Polizei HamburgIn Hamburg bewerben sich jährlich eine Vielzahl an Bewerbern für den Polizeidienst. Leider hat die Polizei Hamburg keine Bewerberzahlen veröffentlich, doch ist es aufgrund der verschärften Sicherheitslage kein Geheimnis, dass händeringend nach Nachwuchs gesucht wird. Auch in Hamburg müssen Bewerber an einem Einstellungsverfahren teilnehmen und dieses erfolgreich bestehen, um in den Polizeidienst eintreten zu dürfen. Im Folgenden haben wir alle wichtigen Informationen rund um die Bewerbung, das Auswahlverfahren und die einzelnen Testinhalte zusammen gefasst.

Einen kleinen Überblick vorab, was dich erwartet:

Einstellungstest Polizei Hamburg

 

Allgemeine Voraussetzungen Polizei Hamburg

Checkliste Einstellungstest Polizei Hamburg

 

Voraussetzung für eine Bewerbung bei der Polizei Hamburg für den Laufbahnabschnitt I (ehemals mittlerer Dienst) ist mindestens ein Hauptschulabschluss mit Berufsbildung, für den Laufbahnabschnitt II (ehemals gehobener Dienst) ein Abitur oder eine studierfähige Fachhochschulreife. Die Qualifikation, die du hier vorweisen können musst, ist also im Wesentlichen davon abhängig, welche späteren Karrierepläne Du mit Deiner Ausbildung bei der Polizei HH anstrebst.

Mit Hinblick auf die Grundvoraussetzungen für eine Bewerbung ergeben sich jedoch nur wenige Unterschiede. Daher haben wir haben die wichtigsten Basis-Fakten für die Einstellung bei der Polizei in Hamburg übersichtlich aufgelistet. Du …

  • musst zwischen 16 und 34 Jahre alt sein
  • musst über eine Mindestgröße von 160 cm verfügen
  • darfst kein Über- oder Untergewicht haben (Stichwort: BMI) (berechne deinen BMI hier!)
  • musst einen Schwimmnachweis (Deutsches Schwimmabzeichen in Bronze) vorlegen können
  • musst verfassungstreu handeln
  • musst im Besitz der Fahrerlaubnis B sein (spätestens zum Ende der Ausbildung/des Studiums – ansonsten kann man Dich entlassen)
  • darfst keine Tätowierung mit einem Motiv, das nicht mit dem Polizeivollzugsdienst vereinbar ist, tragen oder Flesh-Tunnel haben. Die Sichtbarkeit der Tätowierung spielt hier auch eine Rolle! Die Motive dürfen beim Tragen der Dienstkleidung nicht zu sehen sein.
Tipp: Die deutsche Staatsbürgerschaft ist keine Einstellungsvoraussetzung. Es kann sich also jeder bewerben, der seinen legalen Aufenthalt dauerhaft in Deutschland hat 🙂

 

Für die Ausbildung/Studium bei der Wasserschutzpolizei in Hamburg solltest Du…

  • für die Ausbildung: einen Realschulabschluss oder Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung besitzen
  • für das Studium: das Abitur oder die Fachhochschulreife besitzen
  • das Befähigungszeugnis gemäß § 29 Absätze 1 bis 3, § 33 Absätze 1 bis 3, § 38 Absätze 1 und 2 oder § 41 in Verbindung mit § 42 Absatz 1 der Seeleute-Befähigungsverordnung vom 8. Mai 2014 (BGBl. I S. 460), geändert am 2. Juni 2016 (BGBl. I S. 1257, 1274), in der jeweils geltenden Fassung oder vergleichbarer Befähigungsnachweise der Deutschen Marine oder nach STCW 95-Übereinkommen haben.

Bei folgenden Voraussetzungen können Ausnahmen im Einzelfall geprüft werden:

  • Seeleute mit Matrosenbrief
  • Schiffsmechaniker
  • Binnen- u. Hafenschiffer mit Lehrabschluss
  • Bewerber mit Lehrabschluss oder längerer Tätigkeit in einem schifffahrtsbezogenen Beruf
  • Offiziere der Deutschen Marine
  • Unteroffiziere der Deutschen Marine mit Fachlehrgang folgender Verwendungsreihen:
  • Decksdienst 11
  • Marineführungsdienst 20
  • Marinewaffendienst 30
  • Marinetechnikdienst 40

Bewerber der Deutschen Marine benötigen eine abgeschlossene berufliche Ausbildung. Wende Dich für Einzelfallfragen/Ausnahmeregelungen an Deinen Einstellungsberater.

Tipp: Auf der offiziellen Homepage der Hamburger Polizei findest Du einen Fragebogen für einen Selbsttest. Mit diesem Test kannst Du herausfinden, ob der Polizeiberuf für Dich das Richtige ist und ob Du die formalen Anforderungen erfüllst. 🙂

Auf unserem Blog haben wir für dich noch weitere Informationen zur Bewerbung und Ausbildung bei der Polizei Hamburg zusammengetragen!

 

Die Bewerbung

Lebenslauf für Bewerbung Polizei Hamburg

 

Die Polizei in Hamburg stellt Dir zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

 

1) Die Onlinebewerbung

Du kannst Dich über das Onlineportal ganz einfach Schritt für Schritt bewerben und die geforderten Unterlagen hochladen. Dazu gehören:

  • der vollständig ausgefüllte Bewerbungsbogen mit aktuellem Foto, Datum und Unterschrift und die vollständig ausgefüllte Sicherheitserklärung
  • aussagekräftiges Anschreiben in deutscher Sprache mit Unterschrift
  • tabellarischer Lebenslauf mit lückenlosem schulischen und beruflichen Werdegang, Datum und Unterschrift

Auf dem Bewerbungsbogen musst Du ankreuzen, ob Du Dich für die Schutzpolizei oder die Wasserschutzpolizei bewerben willst. Bei Laufbahnabschnitt II steht auch die Kriminalpolizei zur Auswahl.

Einige Unterlagen sind erst an den Prüfungstagen mitzubringen, müssen aber vorher schon organisiert werden. Für den personalärztlichen Dienst sind das:

  • die Ärztliche 5-Jahres-Bescheinigung und Ihre Erklärung zum Gesundheitsstand
  • der Augenärztliche Befundbericht, wenn Du wenn eine Sehhilfe benötigst, an den Augen operiert wurdest, der Verdacht auf eine Augenerkrankung vorliegt und wenn Deine Augen gelasert oder anderweitig operiert wurden (dann musst Du auch den Befundbericht zur Augenlaserkorrektur vorlegen)
  • die Zahnärztliche Bescheinigung – wenn Du gerade in kieferorthopädischer Behandlung bist, muss der voraussichtliche Abschluss vermerkt werden
  • ggf. Befunde, Laser- und OP-Berichte, Atteste
  • den Fragebogen zum Gesundheitszustand

Zur mündlichen Prüfung am zweiten Testtag musst Du folgende Dokument im Original und als Kopie mitbringen:

  • Personalausweis/Reisepass (Vorder- und Rückseite)
  • Geburtsurkunde; ggf. Namensänderungsurkunde
  • ggf. Einbürgerungsurkunde
  • ggf. Heiratsurkunde/Scheidungsurkunde
  • ggf. Geburtsurkunde des Kindes/der Kinder
  • ggf. (vorläufiges) Dienstzeugnis der Bundeswehr
  • ggf. Bescheinigung für den Zivildienst
  • ggf. Realschulabschluss (Zeugnis der 10. Klasse)
  • ggf. Hochschulzeugnis/Fachhochschulreife
  • Deutsches Schwimmabzeichen in Bronze (Vorder- und Rückseite) bzw. Deutsches Jugendschwimmabzeichen in Bronze
  • ggf. Führerschein (Vorder- und Rückseite)
  • ggf. Berufsschulabschlusszeugnis und den Nachweis über den Berufsabschluss
  • ggf. Foto und Beschreibung der Tätowierungen und/oder anderer Körpermodifikationen
  • Immatrikulations-/Exmatrikulationsbescheinigung

 

2) Die klassische Bewerbung über den Postweg

Du benötigst die Bewerbungsformulare der Einstellungsstelle, welche Dir die Polizei im Internet als Download zur Verfügung stellt. Einfach ausdrucken, sorgfältig ausfüllen und an die

Akademie der Polizei Hamburg
Einstellungsstelle -AK 02-
Überseering 35
22297 Hamburg

senden. Bei minderjährigen Bewerbern müssen die Vordrucke auch vom Erziehungsberechtigten unterschrieben werden.

 

Einstellungstermine & Bewerbungsfristen Polizei Hamburg

Achtung: Grundsätzlich kannst Du das ganze Jahr über deine Bewerbung bei der Polizei in Hamburg einreichen. Damit die Eignungstests durchgeführt werden können, muss die Polizei jedoch für jeden Einstellungstermin einen bestimmten Einsendeschluss festlegen. Dieser Termin wird ca. zwei Wochen davor online unter den aktuellen Mitteilungen der Polizeiakademie veröffentlicht.

Um die genauen Termin nicht zu verpassen, ist es ratsam, dass du dich frühzeitig auf der offiziellen Seite der Polizei Hamburg informierst!

In der Regel gelten aber folgende Termine für die Einstellung:

Art der Ausbildung Einstellungstermin
Ausbildung 1. Februar & 1. August
verkürzte Ausbildung (Soldaten etc.) 1. Juni
Studium 1. April & 1. Oktober
Tipp: Reichst Du deine Bewerbungsunterlagen nach dem Einsendeschluss ein, können sie zwar für das aktuelle Bewerbungsverfahren nicht mehr berücksichtigt werden, Du kannst sie jedoch auf den nächsten Einstellungstermin übertragen lassen. Wende Dich in diesem Fall an deinen Einstellungsberater.
Bis Du nach dem Abschicken Deiner Bewerbungsunterlagen etwas von der Polizei Hamburg hörst, kann durchaus einige Zeit vergehen. Darauf solltest Du Dich aber nicht verlassen und rechtzeitig damit beginnen, Dich auf den Einstellungstest vorzubereiten.

Das Auswahlverfahren der Polizei Hambur– streng oder machbar?

Vor dem Auswahlverfahren fürchten sich viele Bewerber, da jedes Jahr nur wenige Nachwuchspolizisten eingestellt werden können. Das Procedere beinhaltet verschiedene schriftliche, sportliche und mündliche Testteile und findet an zwei unterschiedlichen Tagen statt. Vorbereitung ist hier alles! Es kann nicht schaden, die Nachrichten in der Tageszeitung zu lesen oder die eigene körperliche Fitness bei regelmäßigen Laufeinheiten zu trainieren. Schon wenige Wochen genügen, um den Körper (und den Geist) auf die entsprechenden Bereiche ein wenig besser vorzubereiten.

Dabei erwarten Dich folgende Testbereiche:

  • Tag 1: schriftliche Prüfung (Rechtschreib- und kognitiver Leistungstest)
  • Tag 2: Vorstellungsgespräch, Rollenspiel*, Sporttest & polizeiärztliche Untersuchung

* Das Rollenspiel betrifft nur Bewerber für einen Studienplatz.

 

Wenn Du weit anreisen musst, bietet Dir die Einstellungsstelle nach Verfügbarkeit kostenlose Übernachtungsmöglichkeiten (Mehrbettzimmer) an. Bettwäsche, Duschen und sanitäre Einrichtungen sind vorhanden, mitzubringen sind Hygieneartikel, Handtuch und Wechselbekleidung. In der Nähe gibt es einen Supermarkt. Bei Interesse an einer Übernachtung sendest Du das entsprechende Formular (Anmeldung für die Übernachtung), das Du bei den Bewerbungsunterlagen vorfindest, zusammen mit deiner Bewerbung ein.

Die Einladung zum nächsten Prüfungstag erfolgt nur bei einem erfolgreich abgeschlossenen Testtag. Das bedeutet, dass Deine Bewerbung nicht weitergehen kann, wenn Du beispielsweise an Tag 2 nicht überzeugen konntest. Für jeden Testbereich gibt es nämlich eine Mindestpunktzahl, die Du erreichen musst. Auf unserem Blog findest Du einen Erfahrungsbericht vom Einstellungstest der Polizei Hamburg!

 

Beschreibung der Testbestandteile der Polizei Hamburg

Die schriftliche Prüfung

Diktat Prüfung Vorbereitung Polizei Hamburg

 

Dieser Test ist für alle Laufbahnen identisch und umfasst zwei Module. Gerade dieser Teil des Auswahlverfahrens bietet optimale Vorbereitungsmöglichkeiten, denn im Internet findest Du viele Musteraufgaben. Versuche, die Systematik zu erkennen und übe soviel wie möglich. Dann wirst Du am Prüfungstag weniger Probleme haben und die Zeit läuft Dir nicht weg, weil Du so lange überlegen musst. Allerdings musst Du auch nicht alle Aufgaben schaffen, um zu bestehen. Bleibe konzentriert und arbeite zügig – dann schaffst Du es schon.

 

Lückendiktat

Ob Du die deutsche Rechtschreibung beherrschst und Satzzeichen richtig setzen kannst, wird mithilfe eines Lückendiktates ermittelt. Der Prüfer liest einen Text vor. Diesen hast Du gleichzeitig auch vorliegen, jedoch mit Lücken. Deine Aufgabe ist es, die fehlenden Wörter und Satzzeichen einzutragen.

 

Kognitiver Leistungstest

Dieser Test soll Einblicke in deine Fähigkeiten im sprachlichen, mathematischen, abstrakten und logischen Denken gewähren. Aber auch Konzentrationsfähigkeit, visuelles Denken, Merkfähigkeit und Allgemeinwissen werden geprüft. In der Regel handelt es sich um Multiple-Choice-Fragen, bei denen mehrere Antwortmöglichkeiten zur Auswahl gestellt werden – Du musst dann die korrekte Lösung markieren.

 

Das Vorstellungsgespräch und ggf. Rollenspiel

Ein Interview ist Teil des Auswahlverfahrens der Polizei Hamburg
Ein Interview ist Teil des Auswahlverfahrens der Polizei Hamburg

 

Hast Du die beiden Module des schriftlichen Tests erfolgreich absolviert, wirst Du zum zweiten Prüfungstag eingeladen. Achte in der Einladung auf die notwendigen Unterlagen, die Du dann mitbringen musst. Die Dokumente sind am Empfang abzugeben, die Vordrucke und ärztlichen Befunde beim Personalärztlichen Dienst. Tag 2 besteht aus drei Teilen (bzw. sogar vier, wenn Du Dich für ein Studium bewirbst) und wird Dich wahrscheinlich mindestens genauso fordern wie der erste Tag.

Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch läuft in der Regel sehr ähnlich ab wie jedes andere herkömmliche Bewerbungsgespräch. Die Prüfungskommission  möchte sich auf diesem Wege ein genaueres Bild von deiner Person machen. So werden dir z.B. Fragen zu deinem bisherigen Werdegang, deinen persönlichen Fähigkeiten und Kompetenzen gestellt. Außerdem wirst du Fragen zu deiner Motivation dazu Polizist/in zu werden gestellt bekommen. Mache dir dazu also schon im Vorfeld ein paar Gedanken.

 

Tipp: Überlege Dir vorher, welche Fragen auf Dich zukommen könnten, um beim Antworten nicht ins Straucheln zu geraten. Warum sind genau Sie für den Beruf als Polizist geeignet? Was macht den Beruf als Polizist für Sie aus (reflektiere Vor- und Nachteile)? Bleibe dabei immer authentisch und ehrlich, denn die Prüfer durchschauen Blender! 🙂

 

Rollenspiel (betrifft nur Bewerber auf einen Studienplatz)

Solltest Du Dich für ein Studium bei der Polizei Hamburg beworben haben, folgt nach dem Vorstellungsgespräch ein Rollenspiel. Dir wird eine Situation geschildert. Sich in diese hineinzuversetzen und geschickt damit umzugehen, ist nun Deine Aufgabe. Dein Partner ist in diesem Fall meist einer der Prüfer oder ein Polizist.

Primär geht es im Rollenspiel um Dein Auftreten, Dein Verhalten gegenüber anderen und Deine Durchsetzungsfähigkeit. Wie reagierst Du, wenn Dich jemand provoziert und kannst Du klare Anweisungen geben?

 

Sporttest

Fit zu sein ist vorteilhaft für den Sporttest der Polizei Hamburg
Fit zu sein ist vorteilhaft für den Sporttest der Polizei Hamburg

 

Mit dem Sporttest soll Deine körperliche Eignung für den Beruf als Polizist überprüft werden. Er findet im Athleticum des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) statt. Es werden Schnelligkeit, Ausdauer, Geschicklichkeit und Bewegungskoordination geprüft. Der Kraftbereich tritt hier ein wenig in den Hintergrund. Dennoch solltest Du, wenn Du Ausdauer trainierst, selbstverständlich auch immer Kraft mit abarbeiten. Der Sporttest der Polizei Hamburg beinhaltet folgende Disziplinen:

 

Counter Movement Jump

Du stehst aufrecht, die Füße schulterbreit auseinander, und hast Deine Hände an der Hüfte, wo sie auch bleiben müssen. Nach einer Ausholbewegung aus den Beinen springst Du so hoch wie möglich.

Drop Jump

Du stehst auf einem 30 cm hohen Kasten. Auch bei dieser Übung befinden sich Deine Hände die ganze Zeit an der Hüfte. Von dem Kasten aus machst Du einen Schritt nach vorne und lässt Dich Richtung Boden fallen. Ziel ist es, nach einer möglichst minimalen Bodenkontaktzeit senkrecht und so hoch wie möglich zu springen.

 

Spiroergonometrie auf dem Fahrradergometer

Während Du auf einem Fahrradergometer kontinuierlich einer sich steigernden Belastung ausgesetzt wirst, werden Deine Atemgase und Belastungsgrenzen des Herzmuskels mittels Elektroden an Deinem Oberkörper gemessen. Auf diese Weise wird Deine Leistungsfähigkeit bestimmt.

 

Kasten-Bumerang-Test

Bei diesem Wendelauf wird vor allem Deine Schnelligkeit und Deine Beweglichkeit unter die Lupe genommen. Zwei Kästen werden gegenüber voneinander in einem Abstand von zehn Metern aufgestellt. Deine Aufgabe ist es, die Strecke dazwischen insgesamt viermal abzulaufen. Wie lange Du hierzu Zeit hast, ist von Deinem Geschlecht und Deinem Alter abhängig. Männer bis 29 Jahre dürfen hier maximal 10,29 Sekunden, Frauen 11,29 Sekunden benötigen. Ab 30 Jahren liegt das Limit bei 10,90 bzw. 11,90 Sekunden.

Beim Kasten Bumerang-Test kommt es zudem auf Deinen Gleichgewichtssinn und Deine Orientierungsfähigkeit an. Du musst hier nacheinander unter anderem:

  • eine Rolle vorwärts
  • einen Lauf hinter einen Pylonen
  • einen Sprung über einen Kasten
  • das Durchkriechen des Kastens

absolvieren. Deine Bewertung hängt vom richtigen Ausführen der Übungen, jedoch selbstverständlich auch von der benötigten Zeit ab. Männer bis 29 Jahre müssen den kleinen Parcours in 17,39 Sekunden, Frauen in 19,39 Sekunden passiert haben. Für Bewerber über 30 Jahren gelten 19,40 Sekunden bzw. 21,90 Sekunden als Richtwert.

 

Functional Movement Screen (FMS)

Diese Prüfungseinheit besteht aus sieben Übungen:

  1. tiefe Kniebeuge (senkrecht stehen, Füße parallel, Fersen auf dem Boden lassen, beide Hände an einem Stab und bei der Kniebeuge die Arme mit dem Stab nach oben strecken)
  2. Hürdenschritt (Stab liegt auf der Schulter und wird festgehalten, erst mit einem und dann mit dem anderen über die schienbeinhohe Hürde schreiten)
  3. Ausfallschritt auf einem Balken (mit dem Stab senkrecht hinter dem Rücken das hintere Bein senken, bis das Knie den Balken berührt)
  4. Schulterbeweglichkeit (Arme mit geballter Faust zur Seite gestreckt und beide Fäuste berühren sich hinter dem Rücken)
  5. aktives Beinheben (auf dem Rücken liegend ein Bein nach oben heben, während das andere auf dem Boden bleibt)
  6. Rumpfstabilitätsliegestütz (auf dem Bauch liegend Ellbogen und Knie anheben und Liegestützposition einnehmen)
  7. Rotationsstabilität (im Vierfüßlerstand mit Arm und Bein derselben Seite strecken und dann Ellbogen und Knie unter dem Körper zusammenführen)

 

Tipp: Die Polizei Hamburg stellt Dir für den Sporttest ein ausführliches PDF mit genauen Beschreibungen zur Verfügung. Des Weiteren gibt es ein anschauliches Video, damit Du eine bessere Vorstellung vom Sporttest gewinnen kannst.

Nähere Informationen gibt es direkt bei der Hamburger Polizei.

 

Die polizeidienstärztliche Untersuchung

Ärztliche Untersuchung Polizei Einstellungstest Hamburg
Eine polizeiärztliche Untersuchung gehört zum Polizei Einstellungstest Hamburg

Alle Bewerber, die es geschafft haben, am ersten und zweiten Tag durch die erbrachten Leistungen zu überzeugen, werden ebenfalls im Athleticum des UKE komplett untersucht. Diese Untersuchung beinhaltet unter anderem auch eine Urinprobe und eine Blutabnahme. Auch das Drogenscreening ist ein wichtiger Bestandteil dieses Bereichs. Zudem werden am dritten Tag die folgenden Tests durchgeführt:

  • allgemeine körperliche Untersuchung
  • Hörtest
  • Sehtest
  • Lungenfunktionstest
  • EKG und Belastungs-EKG
  • Röntgen und weitere Untersuchungen, die sich beispielsweise auf deine Zähne und deine Wirbelsäule beziehen.

Im Normalfall dauert eine polizeidienstärztliche Untersuchung circa fünf Stunden. Achte zudem darauf, dass du nüchtern erscheinst. Nichts spricht jedoch dagegen, Dir für die Zeit nach der Blutabnahme ein kleines Frühstück einzupacken. Auch Dein Gewicht spielt hier jedoch eine große Rolle. Solltest du keinen BMI von einem Wert zwischen 18 und 27,5 vorweisen können, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass du als „polizeidienstuntauglich“ eingestuft werden wirst. Das gilt auch bei behandlungsbedürftigen Gesundheitsstörungen und chronischen Krankheiten.

Einen Erfahrungsbericht vom Einstellungstest in Hamburg findest du hier!

Und danach?

Wenn Du alle Tests erfolgreich absolviert hast und als polizeidiensttauglich eingestuft wurdest, musst Du darauf hoffen, dass Deine Position auf der Rangliste für eine Zusage ausreicht. Es kann durchaus etwas dauern, bis der Bescheid kommt, denn zunächst müssen alle Bewerber/innen getestet werden. Bekommst Du einen positiven Bescheid, darfst Du Dich über eine Ausbildung/ein Studium bei der Polizei Hamburg freuen. Übrigens musst Du vor der mündlichen Prüfung beim Auswahlverfahren eine Erklärung unterschreiben, falls Du weiter als 31 km vom Hamburger Hauptbahnhof entfernt wohnen willst. Denn Du musst sicherstellen, dass Du jederzeit – auch bei winterlichen Straßenverhältnissen – Deine Dienststelle innerhalb von 90 Minuten erreichen kannst. Ein Wohnsitz mehr als 100 km vom Hamburger Zentrum entfernt ist nicht gestattet.

Übrigens: Zu den monatlichen Bezügen bekommst Du als ausgebildete(r) Polizist/in bei der Polizei Hamburg vermögenswirksame Leistungen und im Falle von berücksichtigungsfähigen Kindern für den Monat Dezember eine Sonderzahlung von 300 Euro (brutto) für jedes Kind. Zudem gibt es Familienzuschläge bzw. Kindergeld und bereits während der Ausbildung bzw. des Studiums eine „freie Heilfürsorge“. Sie übernimmt die Kosten einer Krankenversicherung. Du musst aber eine Pflegeversicherung abschließen. Nach Ende der Ausbildung/des Studiums werden für die Heilfürsorge 1,4 % des Brutto-Grundgehaltes einbehalten.

 

Ausbildung

Die Ausbildung bei der Polizei Hamburg dauert zweieinhalb Jahre und vermittelt unter anderem Kenntnisse in Straf- und Strafverfahrensrecht,Verkehrsrecht, Polizeidienstlehre, Kriminalistik und Waffenrecht. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine verkürzte Ausbildungszeit möglich: für Zeitsoldatinnen und Zeitsoldaten ab SaZ 5 (gilt auch für ehemalige Soldaten ab  SaZ 5). Auf dem Stundenplan stehen aber auch Deutsch, Englisch und Politik. Du lernst den Umgang mit Softwareprogrammen wie Microsoft Word und Excel, Schießen und wie man einen Verkehrsunfall aufnimmt. Selbstverteidigung, Fahrsicherheitstraining sowie ein sechsmonatiges Praktikum beim Hamburger Polizeikommissariat bzw. Wasserschutzpolizeikommissariat gehören ebenfalls zur Ausbildung. Schwimmen und Rettungsschwimmen werden am Olympiastützpunkt Hamburg /Schleswig-Holstein trainiert. Am Ende erwartet Dich die Laufbahnprüfung. Wenn Du diese besteht, bist Du Polizeimeister/in.

Während der Ausbildung erhältst Du Anwärterbezüge. Im ersten Jahr sind es ca. 1.170 Euro netto, danach steigt das Gehalt pro Jahr um etwa 50 Euro (jeweils ledig, Steuerklasse 1). Nach der Ausbildung beträgt das Einstiegsgehalt etwa 2.050 Euro. Bis zu Deinem 51. Lebensjahr hast Du die Möglichkeit, von Laufbahnabschnitt I in II aufzusteigen. Dafür musst Du Dich nach der Ausbildung mindestens drei Jahre im polizeilichen Außendienst bewährt haben und für die Verwendung im Laufbahnabschnitt II als geeignet eingestuft werden (mindestens Beurteilungsprädikat „E“). Es muss ein Auswahlverfahren durchlaufen werden, das aus Eignungsempfehlung, Zugangsprüfung und psychologischer Eignungsuntersuchung besteht.

 

Studium

Das Bachelorstudium bei der Hamburger Polizei ist auf drei Jahre ausgelegt und beinhaltet Module aus Bereichen wie Rechtswissenschaft, Kriminalwissenschaft, psychosoziale Grundlagen und Polizei im internationalen Kontext. Bestimmte Module sind an die jeweiligen besonderen Erfordernisse von Schutzpolizei, Wasserschutzpolizei und Kriminalpolizei angepasst (die Zuweisung zur jeweiligen Sparte erfolgt für die Direkteinsteiger (-innen) vor der Einstellung, für die Aufstiegsbeamten (-innen) vor Studienbeginn). Es sind zwei je sechsmonatige Praktika vorgesehen (bei Aufstiegsbeamte aus Laufbahnabschnitt I ist es nur ein Praktikum). Am Ende gibt es eine Laufbahnprüfung mit mündlichem und schriftlichen Teil, nach deren Bestehen Du zum Polizeikommissar/zur Polizeikommissarin bzw. zum Kriminalkommissar/zur Kriminalkommissarin ernannt wirst.

Die Polizei Hamburg zahlt Dir während des Studiums etwa 1.100 Euro netto im ersten Jahr und dann jeweils ca. 50 Euro mehr pro Jahr (jeweils etwa 600 Euro mehr bei der Wasserschutzpolizei). Das Einstiegsgehalt als Polizeikommissar/in liegt bei ca. 2.260 Euro.

Du hast die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen in den Laufbahnabschnitt III (ehemals höherer Dienst) aufzusteigen und Polizeirat/Polizeirätin bzw. Kriminalrat/Kriminalrätin zu werden. Das ist bis zur Vollendung des 45. Lebensjahres möglich und wenn Du die Laufbahnprüfung für den Laufbahnabschnitt II mit der Note befriedigend oder besser bestanden hat, im Laufbahnabschnitt II mindestens vier Jahre, davon mindestens ein Jahr bei einem Polizeikommissariat oder einer vergleichbaren Dienststelle der Schutzpolizei, der Wasserschutzpolizei oder der Kriminalpolizei, gearbeitet und dabei überdurchschnittliche Leistungen gezeigt hast. Zudem ist eine Eignung für die Verwendung im Laufbahnabschnitt III Voraussetzung. Das zweijährige Masterstudium „Öffentliche Verwaltung – Polizeimanagement“ wird an der Akademie der Polizei Hamburg und der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) in Münster absolviert.


Polizei Einstellungstest online üben auf eignungsauswahlverfahren.de

Dies ist keine offizielle Seite der Hamburger Polizei, daher sind alle Angaben ohne Gewähr. Die offizielle Seite der Hamburger Polizei findest du hier.

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