Einstellungstest Polizei Mecklenburg-Vorpommern

Einstellungstest Polizei Mecklenburg-VorpommernDein Traumberuf lautet Polizist? Du möchtest unter anderem für die Sicherheit anderer da sein? Bevor du jedoch deinen Traumberuf Polizist antreten kannst, musst du ein umfangreiches Bewerbungs- und Einstellungsverfahren absolvieren. Sobald deine Bewerbung überzeugen konnte, wirst du zum Einstellungstest eingeladen. Bei der Polizei Mecklenburg-Vorpommern besteht dieser aus einem Computertest, einem Sporttest, verschiedenen Gesprächen und einer ärztlichen Untersuchung. Wir haben im folgenden Artikel alle wichtigen Informationen rund um das Bewerbungsverfahren und den Einstellungstest bei der Polizei Mecklenburg-Vorpommern zusammengefasst!

Vorab ein grober Überblick über das, was dich im Einstellungstest in Mecklenburg-Vorpommern erwartet:

Einstellungstest Polizei Mecklenburg Vorpommern

 

Der Polizeidienst stellt in allen Bundesländern hohe Anforderungen an die Beamten. Sie müssen Straftaten aufklären, sich mit Tätern und Opfern auseinandersetzen, Verkehrsunfälle aufnehmen und vieles mehr. Es ist definitiv kein Job wie jeder andere und nicht für jedermann geeignet. Neben Fitness sind höfliche Umgangsformen und logisches Denken, gute Deutschkenntnisse und Allgemeinwissen gefragt. Darum geht es auch beim Einstellungstest der Polizei Mecklenburg-Vorpommern. Lebenslauf und Schulzeugnisse geben zwar einen ersten Hinweis darauf, ob ein Bewerber geeignet ist oder nicht – Du musst Dich, Deinen Charakter und Deine Fähigkeiten aber dennoch unter Beweis stellen. Schließlich kann die Polizeibehörde aus Deinen Unterlagen nicht erkennen, ob Du sozial kompetent und ein Teamplayer bist.

 

Hohe Bewerberzahlen = kleine Chance?

Bei der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern bewarben sich im Jahr 2012 ungefähr 1.600 Menschen. Im gleichen Jahr wurden jedoch nur 152 Polizeianwärterinnen und -anwärter eingestellt. 2018 waren es knapp 1.900 Bewerbungen für immerhin nun schon 300 Stellen, nachdem die Landesregierung 2016 eine Verdopplung beschlossen hatte. Dennoch: Betrachtet man diese Relation, wird klar, wie schwierig der Weg zur Einstellung bei der Polizei sein muss. Schwierig ja, aber nicht unmöglich! Auf dieser Seite stellen wir die wichtigsten Informationen zum Einstellungstest der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung. Welche allgemeinen Voraussetzungen musst Du erfüllen, wie läuft die Bewerbung ab und was erwartet Dich beim Auswahlverfahren. Fest steht: Ein Kinderspiel ist es nicht, aber durchaus machbar.

 

Voraussetzungen

Voraussetzung für eine Bewerbung bei der Polizei für den Laufbahnabschnitt I (ehemals mittlerer Dienst) ist mindestens ein Hauptschulabschluss mit Berufsbildung, für den Laufbahnabschnitt II (ehemals gehobener Dienst) ein Abitur oder eine studierfähige Fachhochschulreife.

Wir haben die wichtigsten Grundvoraussetzungen für die Einstellung bei der Polizei übersichtlich aufgelistet. Du musst:

  • zwischen 16 und 34 (bzw. 30 Jahre für die Laufbahngruppe I) Jahre alt sein
  • deutscher Staatsbürger bzw. Unionsbürger sein – Ausnahmen sind jedoch möglich und sollten mit dem Einstellungsberater besprochen werden
  • deine Verfassungstreue unter Beweis stellen
  • din geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen lebend (Du bist also nicht überschuldet)
  • mindestens 1,65 m groß sein

 

Für den mittleren Polizeivollzugsdienst solltest Du …

  • zwischen 16 und 30 Jahre alt sein
  • mindestens
    • die mittlere Reife,
    • Berufsreife,
    • Berufsreife und Ausbildung im öffentlich rechtlichen Bereich
    • abgeschlossene Ausbildung in einem förderlichen Beruf oder
    • einen gleichwertigen Bildungsabschluss haben.

 

Für den gehobenen Polizeivollzugsdienst solltest Du …

  • am Tag der Einstellung höchstens 34 Jahre alt sein und
  • einen Bildungsabschluss haben, der Dich zu einem Hochschulstudium berechtigt, z. B. das Abitur oder die Fachhochschulreife.

 

Für Soldat/Innen auf Zeit gibt es eine Sonderregelung: Wer sich für mindestens zwölf Jahre verpflichtet hat, für den gilt die Höchstaltersgrenze nicht. Voraussetzung ist, dass die Bewerbung bei der Polizei Mecklenburg-Vorpommern vor Ablauf von sechs Monaten nach Beendigung des Wehrdienstverhältnisses oder der Fachausbildung erfolgt. Das Auswahlverfahren ist aber identisch mit dem für alle anderen Bewerber.

 

TIPP: Aktuell gilt kein bestimmter Notendurchschnitt bei der Bewerbung. Der Numerus Clausus wurde 2015 abgeschafft. Bis dahin musste man für die Laufbahngruppe I mindestens einen Notendurchschnitt von 3,0 mit maximal Note 3 in Deutsch vorweisen. Bewerber für die Laufbahngruppe II benötigten einen Abischnitt von 3,2 und in Deutsch mindestens sieben Punkte.

 

Neben diesen Grundvoraussetzungen gehört jedoch auch das erfolgreiche Durchlaufen des Auswahlverfahrens zum Procedere. Auf einige Bereiche kannst du dich hier vorbereiten, andere Gebiete erfordern ein vorhandenes Grundwissen, das du dir nur schwer innerhalb weniger Wochen anlesen kannst. Am besten ist es, so oder so, nicht zu aufgeregt zu sein, und den kompletten Einstellungstest auch als Chance zu sehen, um zu erfahren, ob nicht nur der Job zu dir, sondern auch du zum Job passt.

 

Die Bewerbung bei der Polizei Mecklenburg-Vorpommern

Die Bewerbung für den Polizeidienst in Mecklenburg-Vorpommern

 

Für deine Bewerbung benötigst Du bestimmte Formulare, die Du auf der offiziellen Homepage der Polizei oder direkt bei der Fachhochschule Güstrow finden und herunterladen kannst. Nutze diese unbedingt und achte auf Vollständigkeit, damit Deine Bewerbung auch berücksichtigt wird.

Du benötigst u. a.:

  • den Bewerbungsbogen
  • die Einverständniserklärung
  • die ärztlichen Gutachten zur Beurteilung der Polizeidiensttauglichkeit

Mit Deiner Unterschrift unter der Einverständniserklärung erklärst Du dich mit der Einholung von Auskünften bei den für Deinen Wohnsitz zuständigen Polizeidienststellen und behandelnden Ärzten durch den Zentralen Auswahl- und Einstellungsdienst (ZAED) einverstanden. Damit soll herausgefunden werden, ob gegen Dich polizeiliche oder staatsanwaltliche Ermittlungsverfahren vorliegen und ob Du in einer Weise polizeilich in Erscheinung getreten, was gegen den Polizeidienst sprechen könnte.

Im ärztlichen Gutachten musst Du den ersten Teil selbst ausfüllen. Das betrifft zum einen Deine persönlichen Daten wie Adresse, Geburtsort und ausgeübter Beruf. Dazu interessiert die Polizei Mecklenburg-Vorpommern Deine Vorgeschichte: Gibt es in Deiner Familie hohen Blutdruck, hast Du einen Herzfehler oder Heuschnupfen, leidest Du an Erkrankungen der Verdauungs-, Harn- oder Geschlechtsorgane, haben Deine Augen eine Farbenschwäche oder bist Du schwerhörig? Diese und andere Fragen musst Du wahrheitsgemäß beantworten – auch wenn das bedeuten kann, dass Du damit polizeidienstuntauglich bist. Trage auch regelmäßig konsumierte Medikamente ein sowie Größe und Gewicht (was aber bei der polizeiärztlichen Untersuchung im Rahmen des Einstellungstests ohnehin überprüft wird).

Dein Hausarzt muss darüber hinaus Deine Erkrankungen der letzten fünf Jahre dokumentieren, mit denen Du bei ihm in Behandlung warst. Hast Du in diesem Zeitrahmen den Hausarzt gewechselt, müssen alle Hausärzte dieses Formular ausfüllen. Es geht um eine lückenlose Dokumentation. Aber keine Angst: Wegen einer Erkältung wirst Du nicht für polizeidienstuntauglich erkärt. Solltest Du eine Brille oder Kontaktlinsen tragen, musst Du auch den augenfachärztlichen Befundbericht einreichen.

Vergiss nicht, Deine Dokumente zu unterschreiben und fristgerecht per Post einzureichen!

 

Einstellungstermine & Bewerbungsfristen der Polizei Mecklenburg-Vorpommern

ACHTUNG: Die Bewerbungsfrist beginnt i.d.R. im Sommer des Vorjahres. Die Dauer des Bewerbeprozesses läuft jedoch unterschiedlich ab und hängt von der Anzahl der Einstellungen und der eingesandten Bewerbungen ab.

Hier ist es wichtig, dass du dich frühzeitig auf der offiziellen Seite der Fachhochschule über die Bewerbungsfristen erkundigst!

Für die Einstellungstermine gelten in der Regel folgende Termine:

Dienstgrad Einstellungstermin
 mittlerer Dienst  1. August
 gehobener Dienst 1. Oktober

 

Auswahlverfahren der Polizei Mecklenburg-Vorpommern

Für die Durchführung des Eignungstests ist die Fachhochschule in Güstrow zuständig. Hier wird man zunächst Deine Bewerbungsunterlagen checken und entscheiden, ob die formalen Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehört auch die Einschätzung zu Ihrer Polizeidiensttauglichkeit anhand der ärztlichen Unterlagen, die Du eingereicht hast.

Sollte alles passen, wirst Du zum Einstellungstest an die Fachhochschule eingeladen. Auf diese Weise lernst Du bereits von Anfang an den Ort kennen, an dem Du später ausgebildet und ggf. dein Studium absolvieren wirst.

Das Auswahlverfahren besteht aus mehreren Elementen, die für beide Laufbahnen weitestgehende identisch ablaufen:

  • schriftliche Prüfung (Diktat und psychologischer Leistungstest)
  • Sporttest
  • polizeiärztliche Untersuchung
  • Vorstellungsgespräch & Gruppendiskussion*

*Die Gruppendiskussion betrifft nur Bewerber für einen Studienplatz, also den Laufbahnabschnitt II.

Prüfungen in unterschiedlichen Bereichen Mecklenburg-Vorpommern

Der schriftliche Teil

Zum Auswahlverfahren der Polizei Mecklenburg-Vorpommern gehört ein Diktat
Zum Auswahlverfahren der Polizei Mecklenburg-Vorpommern gehört ein Diktat

 

Die schriftliche Prüfung untergliedert sich in zwei Tests:

Diktat

Mit einem 250 Wörter langen Diktat über ein aktuelles, gesellschaftliches oder politisches Thema werden in 45 Minuten die Rechtschreibkenntnisse überprüft. Am Ende hast Du fünf Minuten Zeit für die finale Korrektur, die Du auch nutzen solltest. Sind alle Satzzeichen korrekt gesetzt? Hast Du Tippfehler drin? Konzentriere Dich und gehe alles noch mal genau durch.

Es dürfen maximal 10,5 Fehler gemacht werden. Hört sich schwierig an? Halb so wild! Etwas einfacher dargestellt bedeutet dies, dass du die Note 4 in einem Diktat der 10. Klasse erreichen musst. Das sollte doch kein Problem sein oder? Trotzdem scheitern viele Bewerber genau an diesem Teil des Einstellungstests. Mit guten bis durchschnittlichen Deutsch- bzw. Rechtschreibkenntnissen ist es aber durchaus möglich, diese Hürde zu meistern.

TIPP: Hier findest Du Übungsdiktate, damit Du üben und besser abschätzen kannst, was Dich erwartet.

 

Psychologischer Leistungstest

Hier werden vier verschiedene Bereiche deiner Fähigkeiten auf die Probe gestellt: verbales, numerisches und figurales Denken sowie die Merkfähigkeit. Beim verbalen Denken geht es um Dein Sprachverständnis und Du musst unter anderem Oberbegriffe erkennen, Sprichwörter vervollständigen oder Gegenteile finden. Beim numerischen Denken sind Rechenaufgaben zu lösen und Zahlenreihen fortzusetzen, während das figurale Denken Symbole und Figuren als Gegenstand hat. Die Merkfähigkeit testet beispielsweise das Einprägen von Steckbriefen oder Stadtplänen.

In diesem Teil musst Du mindestens neun Punkte erreichen (Note 3).

In der Regel müssen die Bewerber nach der schriftlichen Prüfung vor dem Büro des zentralen Einstellungsdienstes der Fachhochschule Güstrow warten. Wir hoffen, man bittet Dich nicht herein, denn das würde bedeuten, dass Du durchgefallen bist. Bei vielen Kandidaten ist das der Fall, denn neben dem Sporttest gilt das Diktat bei den Auswahlverfahren der Polizei als größte Hürde.

 

Sporttest bei der Polizei Mecklenburg-Vorpommern – Vorbereitung ist alles

Fit werden für den Sporttest der Polizei Mecklenburg-Vorpommern
Fit werden für den Sporttest der Polizei Mecklenburg-Vorpommern

 

Polizisten müssen fit sein. Im Sporttest der Polizei Mecklenburg-Vorpommern wird deshalb Deine körperliche Leistungsfähigkeit geprüft. Die sportliche Leistungsfähigkeit wird in einem Sportleistungstest festgestellt. Auf diesen kannst du dich schon ein paar Wochen vor dem eigentlichen Termin vorbereiten. Allerdings wirst Du nur zum Sporttest zugelassen, wenn Du die beiden schriftlichen Tests zuvor bestanden hast.

Am besten trainierst du sowohl mit Hinblick auf deine Ausdauer als auch deine Kraft. Bereite dich am besten auch darauf vor, eventuell schwimmen bzw. deine Koordination unter Beweis stellen zu müssen. Unnötige Schikane? Mitnichten! Immerhin wird es als Polizist zu deinem Alltag gehören, dich mitunter schnell und ausdauernd zu bewegen. Der Test besteht aus vier Disziplinen:

 

Wendelauf

Für diese Übung stehen zwei Kästen in einem Abstand von zehn Metern voneinander entfernt. Du sprintest viermal zwischen den Kästen hin und her und berührst diese immer kurz mit der Hand. Es zählt die benötigte Zeit, die gestoppt wird, sobald Du beim vierten Durchlauf den zweiten Kasten berührt hast.

 

Dreierhopp bzw. Sprunglauf

Beim Dreierhopp/Sprunglauf startest du an einer Startlinie, springst von dieser einbeinig auf dem rechten Bein drei Sprünge und landest auf beiden Beinen. Nun wechselst Du die Seite und vollziehst auf dem linken Bein drei Sprünge. Es folgen je ein weiterer Durchgang pro Bein. Nur die besten Durchgänge werden gewertet: einer mit dem rechten und einer mit dem linken Bein. Es kommt auf die dabei zurückgelegte Strecke an.

 

Klimmzüge

Innerhalb von 20 Sekunden sollst Du so viele Klimmzüge wie möglich machen. Vielmehr handelt es sich dabei um Schräghang-Klimmzüge, denn Du startest rücklings liegend in einer leicht schrägen Position unter der Stange. Quasi wie ein umgekehrter Liegestütz.

 

Konditionstest

Dich erwartet ein Hindernisparcours, den Du viermal durchlaufen musst. Dabei wird Deine Zeit gewertet.

Der Konditionstest der Polizei Mecklenburg-Vorpommern
Der Konditionstest der Polizei Mecklenburg-Vorpommern

Zum Ablauf:

  1. Slalomlauf durch Stangen
  2. Überwinden eines hohen Kastens
  3. Rolle vorwärts auf der ersten Turnmatte
  4. Rolle rückwärts auf der zweiten Turnmatte
  5. Überspringen des ersten Turmhockers
  6. Durchkriechen des zweiten Turmhockers
  7. Überspringen von drei Kastenteilen
  8. Überwinden beider Holme eines Stufenbarrens
  9. Zurück zum Startpunkt rennen

Damit hast Du eine Runde geschafft und musst noch drei weitere laufen! 🙂

Die Wertung

Für jede Übung erhältst Du Punkte, die letzten Endes in eine Schulnote umgerechnet werden. Dabei fließen Wendelauf, Dreierhopp und Klimmzüge jeweils zu 20% in die Endnote mit ein. Der Konditionstest zählt doppelt (40%), d.h. die maximale Punktezahl liegt hier nicht bei 15, sondern 30 Punkten.

  • Frauen ♀
Punkte Wendelauf (Dauer in Sekunden) Dreierhopp (Weite in Metern) Klimmzüge (Anzahl der Wiederholungen) Konditionstest (Dauer in Minuten)
14 – 15 9,7 – 9,6 11,9 – 12 17 – 18 2:57 – 2:55
11 – 13 10,3 – 9,9 11,2 – 11,8 14 – 16 3:10 – 3:02
8 – 10 10,9 – 10,5 10,6 – 11,2 11 – 13 3:22 – 3:14
5 – 7 11,5 – 11,1 9,4 – 10,2 8 – 10 3:37 – 3:27
2 – 4 12,1 – 11,7 8,5 – 9,1 5 – 7 3:55 – 3:43
0 -1  ≥ 12,3  ≤ 8,2  ≤ 4 ≥ 4:02

 

  • Männer ♂
Punkte Wendelauf (Dauer in Sekunden) Dreierhopp (Weite in Metern) Klimmzüge (Anzahl der Wiederholungen) Konditionstest (Dauer in Minuten)
14 – 15 9,1 – 9,0 14,7 – 15 24 – 25 2:32 – 2:30
11 – 13 9,7 – 9,3 13,8 – 14,4 21 – 23 2:45 – 2:37
8 – 10 10,3 – 9,9 12,9 – 13,5 18 – 20 2:57 – 2:49
5 – 7 10,9 – 10,5 11,4 – 12,4 15 – 17 3:12 – 3:02
2 – 4 11,5 – 11,1 9,9 – 10,9 12 – 14 3:30 – 3:18
0 -1  ≥ 11,7  ≤ 9,4  ≤ 11 ≥ 3:37

 

Die endgültige Note ergibt sich dann wie folgt:

Note Punkte
1 ab 70
2 55 – 69
3 40 – 54
4 25 – 39
5 10 – 24
6 bis 9

 

Du bestehst den Sporttest mit der Note 4 oder besser – also brauchst Du mindestens 25 Punkte.

 

TIPP: Auf der offiziellen Seite der Polizei Mecklenburg-Vorpommern findest Du ein Video, damit Du Dir das Ganze besser vorstellen kannst.

 

Die polizeiärztliche Untersuchung in Mecklenburg-Vorpommern

Ärztliche Untersuchung Polizei Einstellungstest

 

Im Rahmen einer körperlichen Untersuchung wird jeder Bewerber gemäß Polizeidienstvorschrift 300 durchgecheckt. Unter anderem sind hier eine Urinprobe und eine Blutabnahme, sowie ein Drogenscreening Standard. Zudem gehören:

sowie Röntgen und weitere Untersuchungen zum Ablauf. Am Ende dieser Untersuchung steht entweder das Ergebnis „polizeidiensttauglich“ oder „polizeidienstuntauglich“. Sofern du hier in einem Bereich nicht überzeugen kannst, haben auch die positiven Ergebnisse aus den vorhergehenden Leistungstests leider keine Relevanz mehr. Auch die „Eckdaten“ Deines Körpers müssen stimmen.

 

Mündliche Prüfung – Vorstellungsgespräch und ggf. Gruppendiskussion in Mecklenburg-Vorpommern

Auch eine mündliche Prüfung gehört zum Auswahlverfahren der Polizei Mecklenburg-Vorpommern
Auch eine mündliche Prüfung gehört zum Auswahlverfahren der Polizei Mecklenburg-Vorpommern

 

Hast Du die schriftlichen Testteile, den Sporttest und die polizeiärztliche Untersuchung erfolgreich hinter Dich gebracht, steht die letzte Prüfungseinheit bevor – ein Einzelinterview mit der Prüfungskommission. Falls Du Dich für den gehobenen Dienst (Laufbahngruppe II) bewirbst, erwartet Dich zudem eine Gruppendiskussion.

Laufbahngruppe I

Im Einzelgespräch sollen Bewerber ein gutes Allgemeinwissen sowie sprachliche und soziale Kompetenz nachweisen und ihre Erwartungen an ihr späteres Berufsleben darlegen. Dieses Treffen mit Deinen (vielleicht) zukünftigen Vorgesetzten gleicht also einer Mischung aus den bisherigen schriftlichen Tests und einem klassischen Bewerbergespräch. Am besten machst du dir schon vorher Gedanken über mögliche Antworten auf Fragen zu deinem „Traumberuf“. Was erwartest Du Dir? Was könnte schwierig werden? Wie stellst Du Dir die Zusammenarbeit mit den Kollegen vor? Wer hier nicht ins Stottern gerät, kann punkten. Ein gesundes Selbstbewusstsein und Teamfähigkeit schaden auch nicht.

Hierbei handelt es sich um ein klassisches Vorstellungsgespräch. Die Polizei möchte Dich als Person genauer kennenlernen. Dabei wirft sie Blicke auf Themen wie:

  • Deine Karrierevorstellungen
  • Deine Motivation zur Tätigkeit als Polizist
  • Deine Erwartungen an den Beruf bzw. das Berufsleben

 

ACHTUNG:  Neben der Kommunikations- und Ausdrucksfähigkeit können auch Deine Allgemeinbildung und analytischen Fähigkeiten kurz geprüft werden. Auf diese Weise knüpft das Gespräch an den schriftlichen Test zu Anfang des Auswahlverfahrens an.

 

Laufbahngruppe II

Auch mit Hinblick auf die Bewerbung für die Laufbahngruppe II wirst Du nach Deinen individuellen Vorstellungen zum Polizeiberuf befragt. Immerhin möchten deine Gesprächspartner wissen, weshalb Du gerade diese Karriere anstrebst. Zusätzlich weist Du unter anderem auch Deine analytischen und kommunikativen Fähigkeiten nach.

Ein wichtiger Bestandteil beim mündlichen Test für die Laufbahngruppe II ist jedoch auch die Gruppendiskussion, die gemeinsam mit anderen Bewerbern zu einem bestimmten Thema geführt wird. Gemeinsam sollt ihr eine Lösung finden. Hier gehört es zu Deinen Aufgaben, sowohl Deine Kooperationsfähigkeit als auch Deine Kompetenzen mit Hinblick auf das Vertreten Deiner eigenen Meinung unter Beweis zu stellen.

 

Ganz wichtig!

Vielleicht ist Dir aus der Schule noch der Satz „Hauptsache bestanden!“ im Ohr geblieben. So leicht verhält es sich im Zusammenhang mit dem Polizei Einstellungstest Mecklenburg-Vorpommern nicht. Hier werden Deine Leistungen nicht nur bewertet, sondern fließen auch in Deinen so genannten „Ranglistenplatz“ ein. Je nachdem, wie weit Du es schaffst, Dich hier oben zu platzieren, umso wahrscheinlicher ist es, dass Du einen Ausbildungsplatz ergattern kannst. Nehmen wir mal an, es werden pro Laufbahngruppe 150 Bewerber eingestellt – dann reicht Platz 151 auf der Rangliste eben nicht (wenn niemand abspringt). Mit Platz 150 bist du allerdings sicher dabei. Jeder Punkt kann also zählen. Übe also im Vorfeld so viel wie möglich, trainiere Deine Kraft und Ausdauer und bereite Dich auf das Vorstellungsgespräch vor.

Alles geschafft? Einen Platz ganz weit oben auf der Leistungsliste erklommen? Super! Wenn jetzt auch noch Dein Führungszeugnis keine Makel aufweist, stehen Deine Chancen sehr gut! Ansonsten kannst Du es im nächsten Jahr gerne noch mal probieren, was keine Schande ist, sondern eine Chance, die Du dann auch nutzen solltest.

 

Und danach?

Du hast das Auswahlverfahren der Polizei Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich abgeschlossen? Herzlichen Glückwunsch. Dann beginnt schon bald Deine Ausbildung bzw. Dein Studium in Güstrow. Eine spannende Zeit steht Dir bevor. Du wirst viele neue Dinge lernen und optimal auf Deinen Traumberuf Polizist/in vorbereitet.

 

Die Ausbildung (Laufbahngruppe I)

Um Polizeimeister/in zu werden, musst Du den Vorbereitungsdienst absolvieren, der zwei Jahre dauert und an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege (FHöVPR) in Güstrow stattfindet. Während dieser Zeit bist Du Beamte(r) auf Widerruf als Polizeimeisteranwärter/in und bekommst jeden Monat Anwärtergrundbezüge in Höhe von 1.000 Euro. Die Ausbildung besteht aus zwei Abschnitten. Zunächst steht die Basisausbildung an, in der Dir theoretische Grundlagen vermittelt werden. Klausuren und Prüfungen gehören hier bereits dazu, bevor dann der zweite Abschnitt mit der Modulausbildung, Grund- und Berufspraktikum (zwei bzw. zweieinhalb Monate) sowie Fachtheorie mit mündlicher Laufbahnprüfung folgen. Du lernst, wie Gewalt- und Eigentumsdelikte bearbeitet werden oder wie man einen Verkehrsunfall aufnimmt. Zudem ist Sport ein wichtiger Teil dieses Ausbildungsabschnitts. Gehörst Du zur Sportfördergruppe, dauert die Ausbildung übrigens vier Jahre, damit Dir ausreichend Zeit für den Leistungssport bleibt.

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung hast Du bei entsprechender Eignung die Möglichkeit, zur Kriminalpolizei bzw. Wasserschutzpolizei zu wechseln oder ein 18-monatiges Studium für den Aufstieg in die Laufbahngruppe II zu beginnen – eine tolle Chance, Karriere zu machen.

 

Das Studium (Laufbahngruppe II)

In die Laufbahngruppe II, also den ehemaligen gehobenen Dienst, kommst Du mit einem dreijährigen Bachelorstudium zum Polizeikommissar/zur Polizeikommissarin. Dabei wirst Du in erster Linie für die Arbeit im Landesbereitschaftspolizeiamt und anschließend in der Sachbearbeitungsebene vorbereitet.

Nach dem ersten Studienabschnitt, der sehr theoretisch ist und ein Grundpraktikum beinhaltet, folgen anschließend polizeiliche Trainings und absolvierst das erste Sachbearbeitungspraktikum, das dann auch zum dritten Studienabschnitt gehört. Parallel zur theoretischen Ausbildung an der Fachhochschule erwarten Dich praktische Bereiche mit Sport, einsatzbezogenem Training sowie Waffen- und Schießausbildung. Du schließt das Studium (hoffentlich) mit dem „Polizeivollzugsdienst – Bachelor of Arts“ ab. Höchstwahrscheinlich wird Dich die Polizei Mecklenburg-Vorpommern dann als Polizeikommissar/in einstellen. Du verdienst zu Beginn in Besoldungsgruppe A9 rund 2.500 Euro Brutto-Grundgehalt, wobei einige Zulagen möglich sind durch Mehrarbeit oder Deine Familiensituation.

Wer sich im Alltag als Polizist bewährt, kann Aufgaben der unteren polizeilichen Führungsebene wahrnehmen und sich für eine Folgeausbildung in Form eines zweijährigen Masterstudiums qualifizieren (ehemals höchster Dienst). Danach stehen Dir die höchsten Spitzenämter in der Landespolizei offen.


Polizei Einstellungstest online üben auf eignungsauswahlverfahren.de

Dies ist keine offizielle Seite der Polizei Mecklenburg-Vorpommern, daher sind alle Angaben ohne Gewähr. Die offizielle Seite der Polizei Mecklenburg-Vorpommern findest du hier.

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