Einstellungstest Polizei Saarland

Einstellungstest Polizei SaarlandBei der Polizei Saarland werden jedes Jahr, wie in den anderen Bundesländern auch, Nachwuchstalente für den Polizeiberuf gesucht. Doch wie auch in den anderen deutschen Bundesländern muss jeder Anwärter ein Auswahlverfahren durchlaufen. Hierbei müssen Bewerber einige Grundvoraussetzungen erfüllen, bevor sie ihre Bewerbungsunterlagen einsenden können.

Hier einmal kurz und bündig die verschiedenen Testinhalte des Einstellungstests im Saarland:

Einstellungstest Polizei Saarland

 

 

Ebenso wie viele andere Bundesländer hat sich auch das Saarland dazu entschlossen, im Zuge des Bewerbungsvorgangs vor allem auf den Weg über das Internet zu bauen. Daher kannst du dich ausschließlich über die Seite interamt.de auf eine Ausbildung bei der Polizei Saarland bewerben. Achte in jedem Falle immer auf die entsprechenden Fristen. Diese findest du unter „Ausschreibungen“.

 

Diese Grundvoraussetzungen musst du im Saarland erfüllen

Voraussetzungen Polizei Saarland

 

Um bei der Polizei im Bundesland Saarland anfangen zu können, musst du einige allgemeine Voraussetzungen erfüllen.

ACHTUNG: Die Polizei Saarland stellt nur noch in den gehobenen Polizeivollzugsdienst ein. Die Ausbildung beinhaltet ein dreijähriges Studium an der Fachhochschule für Verwaltung des Saarlandes in Göttelborn, was natürlich Auswirkungen auf die Eignungsvoraussetzungen zur Folge hat. Bei der saarländischen Polizei steigen Sie nämlich in den gehobenen Dienst ein und beginnen Ihre Laufbahn nach dem Studium als Polizeikommissar.

 

Wichtig ist hier vor allem, dass du:

  • generell zum Studium berechtigt bist (du benötigst also entweder ein Abitur oder eine Fachhochschulreife mit Studienberechtigung)
  • nicht vorbestraft bist und dass auch aktuell keine Strafverfahren gegen dich laufen
  • deutscher Staatsbürger bzw. Bürger eines EU-Staates bist
  • höchstens 37 Jahre alt bist (hier zählt der Tag, an dem du bei der Polizei Saarland eintreten würdest)
  • das Deutsche Jugendschwimmabzeichen Bronze oder das Deutsche Schwimmabzeichen in Bronze (abhängig von deinem Alter) nachweisen kannst

Du hast weder Abitur noch die Fachhochschulreife? Kein Problem, denn alternativ reicht auch eine Qualifikation durch einen Abschluss in einem Ausbildungsberuf, der für den Polizeidienst förderlich ist, solange Du einen Notendurchschnitt von mindestens 3,0 und eine mindestens zweijährige Berufspraxis in diesem Beruf nachweisen kannst. Folgende Ausbildungsberufe fallen unter anderem darunter:

  • Bankkaufmann (m/w)
  • Kaufmann für Bürokommunikation (m/w)
  • Versicherungskaufmann (m/w)
  • Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste (m/w)
  • Justizfachangestellter (m/w)
  • Steuerfachangestellter (m/w)
  • Informationselektroniker (m/w)
  • Mechatroniker (m/w)
  • Altenpfleger (m/w)
  • Krankenpfleger (m/w)
  • Erzieher (m/w)

[Das ist nur ein Auszug aus der Liste.]

 

ACHTUNG: Für Brillen- und Kontaktlinsenträger gibt es besondere Bestimmungen!

Du benötigst einen Befundbericht vom Augenarzt. Dazu gibt es ein Formular, das Du ausdrucken und deinem Augenarzt vorlegen musst. Reicht deine Sehleistung aus, sendest Du das ausgefüllte Formular mit deiner Bewerbung ein. Falls nicht, giltst Du leider als polizeiuntauglich und kannst nicht bei der Polizei anfangen. Das wäre beispielsweise der Fall, wenn Du eine Augendruckerhöhung über 20 mmHg oder eine erhöhte Blendungsempfindlichkeit hast oder unzureichend räumlich sehen kannst. Auch bei Farbsinnstörungen sieht es schlecht aus.

Für den Fall jedoch, dass du schon in einem anderen Bundesland bzw. beim Bund für die Polizei arbeitest, kannst du dich im Saarland leider nicht mehr bewerben.

 

Die Bewerbung bei der Polizei Saarland

Lebenslauf für Bewerbung Polizei Saarland

Im Saarland kannst Du Dich nur online bewerben! Schriftliche Bewerbungen, welche klassisch über den Postweg eingesandt werden, können leider nicht berücksichtigt werden. Deine Bewerbung läuft hier nicht über die offizielle Homepage der saarländischen Polizei, sondern über das Stellenportal des öffentlichen Dienstes „Interamt“.

 

Einstellungstermine & Bewerbungsfristen der Polizei Saarland

Da sich die Einstellungen nach dem Bedarf richten, stellt die saarländische Polizei nur einmal im Jahr Bewerber ein. Es gibt eine Bewerbungsfrist, d.h. dass Du nicht 365 Tage im Jahr deine Bewerbung einreichen kannst. Ob und wann eine Bewerbungsfrist läuft, wird auf der Homepage der Polizei veröffentlicht. Es wäre schade, wenn Du Deinen Bewerbungstermin verpasst, weil Du dann ein ganzes Jahr warten müsstest, bis Du Dich wieder bei der saarländischen Polizei bewerben kannst.

Allgemein gelten im Saarland etwa folgende Termine:

Dienstgrad Einstellungstermin Bewerbung
gehobener Dienst Oktober im Sommer des Vorjahres

 

TIPP: Polizistinnen gesucht! 👮‍♀️

Heutzutage sind Frauen im Polizeivollzugsdienst selbstverständlich. Das war jedoch nicht immer so! Im Saarland wurden erst im Jahr 1982 zum ersten Mal Frauen bei der uniformierten Polizei eingestellt. Der Frauenanteil liegt inzwischen bei etwa 18%. Dennoch möchte die  saarländische Polizei diesen Anteil auf jeden Fall weiter ausbauen. 2020 sollen es knapp 20 Prozent sein, in Leitungsfunktionen werden 10 statt den bislang 7,5 Prozent angestrebt. Dazu wurde seit 1997 sogar das Amt der Frauenbeauftragten ins Leben gerufen, die weibliche Bewerberinnen und Polizistinnen unterstützen und beraten soll. Zudem wurde ein Frauenförderplan entworfen.

Insgesamt werden zwar immer noch mehr männliche Bewerber eingestellt. Das liegt aber nicht nur daran, dass einige Teile des Polizeidienstes für Frauen lange Zeit tabu waren, sondern vor allem an dem Fakt, dass sich einfach mehr Männer als Frauen zum Auswahlverfahren bewerben. Die saarländische Polizei freut sich also sehr auf Bewerbungen von Frauen – deine Chancen als Bewerberin stehen also besonders gut. Und auch wenn Du einen Migrationshintergrund hast, heißt Dich die Polizei Saarland willkommen 😉

Doch die Polizei des Saarlandes fördert nicht nur Frauen, sondern auch Spitzensportler/innen. Dabei sollen Leistungssport und eine hochwertige Berufsausbildung unter einen Hut gebracht werden. Bewerber für die Sportfördergruppe müssen die oben genannten Voraussetzungen ebenfalls erfüllen und darüber hinaus:

  • einem vom Deutschen Olympischen Sportbund anerkannten Bundeskader (A, B, C oder D/C) in den letzten zwei Jahren (in der Hauptsportart) angehören oder
  • als Stammspielerin bzw. Stammspieler einer Vereinsmannschaft in der höchsten Spielklasse (1. Bundesliga) in einer olympischen Sportart, in begründeten Ausnahmefällen auch in der 2. Bundesliga, zählen und
  • spätestens zum Zeitpunkt der Einstellung und für die Dauer der Sportförderung in der saarländischen Polizei das Startrecht für einen saarländischen Sportverein haben.

Solltest Du diese Bedingungen erfüllen und in die Sportförderung der saarländischen Vollzugspolizei wollen, musst Du das bei Deiner Bewerbung angeben.

 

Das Auswahlverfahren Polizei Saarland

Der Ablauf

Wenn Du die formalen Voraussetzungen für eine Ausbildung bei der saarländischen Polizei erfüllst, wirst Du zum Einstellungstest eingeladen. Das kann allerdings einige Wochen bis Monate dauern. Du brauchst also Geduld. Hast Du Deine Einladung erhalten, geht es zum Auswahlverfahren. Klar: Auch die Polizei im Saarland möchte nur die besten Nachwuchspolizisten einstellen. Zwischen Dir und Deinem Berufstraum liegt also ein Auswahlverfahren, das dazu dienen soll, die qualifiziertesten Bewerber ausfindig zu machen. Dieses besteht aus vier Bausteinen, die sich auf mehrere Tage verteilen können. Es ist zudem möglich, dass die Prüfungsteile an verschiedenen Standorten absolviert werden. Die genauen Informationen liegen bei Deiner Einladung mit bei.

Das Auswahlverfahren der saarländischen Polizei besteht aus:

 

Teilweise kannst Du Dich hier gut vorbereiten, in anderen Fällen ist es nötig, zur Beantwortung der Fragen auf dein Bauchgefühl zu hören. Unterschätze hier jedoch nicht den Part der Sportprüfung! Mit Hilfe regelmäßiger Laufeinheiten ein paar Wochen vor dem Test kannst Du Deine Kondition verbessern und deine möglichen Vorgesetzten in spe noch besser von Dir überzeugen.

Besonders als weibliche Bewerberin hast Du gute Chancen auf einen Platz bei der Polizei Saarland. Die Landesregierung ist hier besonders an neuen Einstellungen interessiert, da die Anzahl der Frauen, die hier in den Dienst starten bzw. sich bewerben ohnehin gering ist. Dasselbe gilt für Bewerber mit Migrationshintergrund. Weitere Vorteile kannst Du übrigens einheimsen, wenn Ddu ehrenamtlich tätig bist und dies in Deiner Bewerbung angibst.

 

Beschreibung der Testbestandteile

Der Sporttest Polizei Saarland

Das Auswahlverfahren der Polizei Saarland beinhaltet auch einen Sporttest
Das Auswahlverfahren der Polizei Saarland beinhaltet auch einen Sporttest

 

Anders als in den meisten Bundesländern beginnt der Einstellungstest der Polizei Saarland mit dem sportlichen Teil. Der Sporttest bei der Polizei Saarland gliedert sich in mehrere Teilbereiche auf und erfordert sowohl Kraft als auch Ausdauer und Koordination. Er besteht aus vier Übungen:

 

Standweitsprung

Aus dem parallelen Stand musst Du von einer Markierungslinie beidbeinig nach vorne abspringen und dabei so weit wie möglich kommen. Dabei darfst Du mit den Armen Schwung holen und die Knie beugen. Allerdings musst Du auf beiden Füßen landen und darfst Dich bei der Landung mit den Händen nicht auf dem Boden abstützen – strecke die Arme nach vorne. Gemessen wird die Entfernung in Zentimetern von der Startlinie bis zur Ferse des hinteren Fußes. Insgesamt hast Du drei Versuche – der beste wird gewertet. (Mehr Informationen zum Standweitsprung)

 

Hindernislauf

Hierbei handelt es sich um den sogenannten Kasten-Bumerang-Test. Hier werden verschiedene Dinge getestet, u. a. Kopplung und Gleichgewicht,Koordination, Kondition, Beweglichkeit, Orientierung und Schnelligkeit. Bewertungsgrundlage bildet dabei die benötigte Zeit. Es wird die Zeit auf 1/10 Sekunde genau gemessen. Beachte: KEINE Fehler bim Ablauf machen! Insgesamt hast Du nur einen Versuch. Für den Test ist ein Feld aufgebaut. Eine Seite bildet die Start- und Ziellinie. An den drei anderen Seiten stehen offene Kastenteile, welche mit Turnmatten unterlegt sind und 5 Meter voneinander entfernt sind. In der Mitte steht als Markierung eine Stange oder ein Kegel.

Der Kasten-Bumerang-Lauf der Polizei des Saarlandes
Der Kasten-Bumerang-Lauf der Polizei des Saarlandes

Zum Ablauf:

  1. Von der Start/Ziellinie läufst Du zur Markierung in der Mitte.
  2. Sodann biegst Du rechts zum ersten Kastenteil ab. Krieche hindurch und springe anschließend über den Kasten zurück aufs Feld.
  3. Dann läufst Du zurück zur Markierung in der Mitte.
  4. Dann biegst Du erneut rechts ab zum zweiten Kastenteil. Krieche dort durch und springe anschließend über den Kasten zurück aufs Feld.
  5. Wiederhole denselben Vorgang für das dritte Kastenteil.
  6. Umlaufe die Fahnenstange ein letztes Mal und renne zur Ziellinie.

 

Klimmzughang

Mit dieser Übung soll Deine Kraft getestet werden. Du hängst schulterbreit mit gebeugten Armen an einer Stange und ziehst Dich nach oben, bis das Kinn die Stange berührt. Hilfsmittel für das Hochziehen sind nicht erlaubt – Du musst also mindestens einen Klimmzug schaffen. Die Position der Hände (also der Griff) ist Dir überlassen. Ziel ist es, die Klimmzughangposition möglichst lange zu halten. Sobald Dein Kinn die Stange nicht mehr berührt, ist der Test vorbei.

TIPP: Vor allem Frauen haben Probleme mit dieser Übung und sollten sich deswegen vorbereiten. Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Klimmzüge zu schaffen, was Du auch erst mal mit Schräghang-Klimmzügen trainieren könntest. Beim Klimmzughang versagt Dir nicht der Latissimus im Rücken, der für Klimmzüge wichtig ist, sondern die Unterarme. Viel entscheidender ist es also, die Griffkraft zu trainieren. Nimm Dir eine schwere Kurzhantel und halte diese in den Händen, bis Du nicht mehr kannst. Es gibt auch spezielle „XXL Grips“ mit größerem Griff. Wenn Du damit übst, wird Dir das Halten an der dünnen Klimmzugstange leichterfallen. Beim Test selbst gelingt vielen Bewerbern der Klimmzughang besser, wenn sie mit beiden Händen verschieden greifen.

 

12-Minuten-Lauf

Beim sogenannten Cooper-Test geht es um Deine Ausdauer. Insgesamt zwölf Minuten läufst Du in Runden. Bewertet wird dabei die von Dir zurückgelegte Distanz auf 25 Meter genau. Du darfst zwischendurch gehen, aber keinesfalls anhalten, denn dann wäre der Test zuende und ungültig.

 

Die Wertung

Für jede Disziplin werden anhand einer Bewertungstabelle Punkte auf einer Skala von 1 bis 4 vergeben. Aus den einzelnen Ergebnissen wird ein Durchschnittswert berechnet.

  • Frauen ♀
Punkte Standweitsprung (cm) Hindernislauf (sek) Klimmzughang (sek) 12-Minuten-Lauf (m)

4 (weit überdurchschnittlich)

≥ 210 ≥ 13,5 ≥ 36,7 ≥ 2611
3 (überdurchschnittlich) 192 – 209 15,4 – 13,6 27,3 – 36,6 2269 – 2610
2 (durchschnittlich) 176 – 191 17,2 – 15,5 18,9 – 27,2 1961 – 2268
1 (unterdurchschnittlich) 158 – 175 19,2 – 17,3 9,5 – 18,8 1620 – 1960
0 (weit unterdurchschnittlich) ≤ 157 ≤ 19,3 ≤ 9,4 ≤ 1619

 

  • Männer ♂
Punkte Standweitsprung (cm) Hindernislauf (sek) Klimmzughang (sek) 12-Minuten-Lauf (m)
4 (weit überdurchschnittlich) ≥ 263 ≥ 11,4 ≥ 74,4 ≥ 3154
3 (überdurchschnittlich) 244 – 263 13,0 – 11,5 60,8 – 74,3 2828 – 3153
2 (durchschnittlich) 229 – 243 14,3 – 13,1 49,2 – 60,7 2550 – 2827
1 (unterdurchschnittlich) 210 – 228 16,0 – 14,4 34,8 – 49,1 2208 – 2549
0 (weit unterdurchschnittlich) ≤ 209 ≤ 16,1 ≤ 34,7 ≤ 2207

 

Der Test gilt als bestanden, wenn beim 12-Minuten-Lauf mindestens 1 Punkt erreicht wird und der Durchschnittswert der vier Teilergebnisse mindestens 2,0 ergibt.

TIPP: Für eine detailliertere Beschreibung des Sporttests bei der Polizei Saarland klicke hier!

Die schriftliche Prüfung im Saarland

Polizei Einstellungstest Vorbereitung Saarland

In diesem Bereich musst Du Aufgaben aus verschiedenen Themenbereichen lösen. Zu den genauen Inhalten dieses Tests liegen leider auf den Seiten der Polizei des Saarlands zurzeit keine näheren Informationen vor. Grundsätzlich handelt es sich jedoch um Multiple-Choice-Aufgaben aus Bereichen wie Rechtschreibung, Grammatik, logisch/abstraktes/visuelles Denken, Allgemeinwissen, Mathe, Konzentration.

Wir empfehlen Dir also noch einmal genauer bei deinem Einstellungsberater nachzuhaken oder Dich einfach allgemein auf alle Bereiche vorzubereiten, damit Du in der Prüfung mit deinem Wissen gut aufgestellt bist. Zudem empfiehlt sich natürlich eine gründliche Vorbereitung auf den Test. Üben, üben, üben! Auch wenn Du die genauen Fragen und Aufgaben nicht kennst – es gibt viele Musteraufgaben und je öfter Du diese löst, desto besser bist Du vorbereitet. Pauke das 1×1 bis 25, trainiere Figurenreihen und Matrizen. Rechtschreibung und Grammatik lassen sich durch das Lesen von Büchern auffrischen. Besser noch: Zeitungen. Dann erfährst Du auch gleich einiges über das aktuelle Zeitgeschehen, was Dein Allgemeinwissen verbessert. Quizsendungen im Fernsehen sind eine weitere Empfehlung. Wenn Du beim Einstellungstest dennoch mal nicht weiterkommst, lass Dich nicht verrückt machen. Dann rate einfach, um keine Zeit zu verlieren. Schließlich darfst Du Dir Fehler erlauben – es sollten am Ende nur nicht zu viele sein.

 

Die mündliche Prüfung im Saarland

Auch eine mündliche Prüfung gehört zum Auswahlverfahren der Polizei Saarland
Auch eine mündliche Prüfung gehört zum Auswahlverfahren der Polizei Saarland

Im mündlichen Teil liegt der Fokus hingegen verstärkt auf Deinem Charakter bzw. Deiner Person im Allgemeinen. Hier hast Du die Möglichkeit, von Dir zu erzählen. Weshalb möchtest Du bei der Polizei Saarland arbeiten? Was sind Deine besonderen Kompetenzen? Wer sich hier im Kopf ein paar Stichworte bereithält, kann flüssiger erzählen und sein Gegenüber noch besser von sich überzeugen. Bereite Dich jedoch auch darauf vor, dass Du im Zuge der mündlichen Prüfung auch intuitiv handeln musst. Lerne nichts auswendig, denn Du solltest authentisch rüberkommen. Sei kommunikativ und lass Dir nicht alles aus der Nase ziehen – solche Kollegen sucht die Polizei Saarland nicht. Achte zudem auf Deine Haltung und ein selbstbewusstes, aber nicht arrogantes Auftreten.

Ähnlich wie in einem Bewerbungsgespräch möchte sich die Prüfungskommission ein Bild von deinem Charakter machen. So werden Dir z.B. Fragen zu deinem Werdegang, Deinen Kompetenzen, deiner Motivation und Deinen persönlichen Fähigkeiten. Das Gespräch beginnt also i.d.R. mit einer kurzen Vorstellung deinerseits. Anschließend wollen die Prüfer anhand biographischer Fragen ein besseres Bild von Dir bekommen. Neben diesen bekommst Du auch situative Fragen gestellt. Dabei musst Du Dich in die Rolle eine Polizisten versetzen und eine von den Prüfern vorgegebene Situation bewältigen.

 

Die polizeiärztliche Untersuchung Saarland

Bei der polizeiärztlichen Untersuchung geht es um deine Gesundheit
Bei der polizeiärztlichen Untersuchung geht es um deine Gesundheit

Schlussendlich muss selbstverständlich auch gecheckt werden, ob du physisch dazu in der Lage bist, im Polizeidienst zu arbeiten. Im Zuge der polizeidienstärztlichen Untersuchung werden hier unter anderem:

  • dein Gewicht (Berechne deinen BMI hier!)
  • dein Seh- und Hörvermögen
  • dein Blutdruck
  • das Herz-Kreislaufsystem

und eventuelle Vorerkrankungen unter die Lupe genommen. Zudem wird ein Belastungs-EKG gemacht, der nicht nur Herzprobleme erkennen, sondern auch deine Leistungsfähigkeit testen soll.

TIPP: Für den Belastungs-EKG, aber auch für den Cooper-Test ist eine gute Kondition notwendig. Daher solltest Du frühzeitig mit Ausdauertraining beginnen, damit Du beim Auswahlverfahren fit bist. Wenn Du sonst keinen Ausdauersport machst, musst Du mindestens acht Wochen Training einplanen. Je länger Du trainierst, umso schneller wirst Du beim Cooper-Test sein und umso niedriger ist Dein Pulsschlag beim Belastungs-EKG.

Beachte bitte auch, dass einige Krankheiten, wie beispielsweise schweres Asthma, zum Ausschluss deiner Bewerbung führen können. Gegebenenfalls ist es sinnvoll, sich im Zweifel vorab, beispielsweise bei deinem Hausarzt, zu erkundigen. Wenn es keine Probleme gibt, bescheinigt Dir der Arzt die sog. Polizeitauglichkeit und Du kannst Dich auf deine Einstellung freuen. 🙂

 

Und dann?

Wenn Du beim Einstellungstest der Polizei Saarland überzeugen konntest, wirst Du an der Fachhochschule für Verwaltung zum Polizeikommissar/in ausgebildet. Während des Studiums bist Du Kommissaranwärter bzw. Kommissaranwärterin und bekommst Bezüge nach dem Landesbesoldungsgesetz. Bevor das Studium im Oktober beginnt, gibt es ein vierwöchiges Einführungsseminar.

Das Studium hat das Ziel, Dich auf die Funktion als Sachbearbeiter/in auf einer Polizeidienststelle im Bereitschaftspolizei, im Wach- und Streifendienst oder in der Verkehrsüberwachung auszubilden. Es teilt sich in theoretische und berufspraktische Abschnitte auf. Die Theorie lehrt Organisations- und Gesellschaftswissenschaften, Polizeiwissenschaften und Rechtswissenschaften und die Praxis findet in einer Polizeidienststelle statt. Am Ende erwartet Dich eine Abschlussprüfung mit schriftlichem (Klausur über fünf Stunden) und mündlichem Teil. Absolvierst Du diese erfolgreich, bist Du anschließend ein(e) Diplom-Verwaltungswirt/in. Ja richtig, Du hast dann ein Diplom. In den meisten anderen Bundesländern wurde inzwischen auf ein Bachelor-Studium umgesattelt, was im Saarland derzeit aber nicht geplant ist.

Je nach Eignung und mit entsprechender Fortbildung kannst Du später im Wach- und Streifendienst, im Kriminaldienst, bei der Bekämpfung der Jugendkriminalität, in Spezialeinheiten, bei der Diensthundestaffel oder als Führungskraft im Präsidialstab eingesetzt werden. Wie Du siehst bietet die Polizei Saarland spannende Aufgaben und es lohnt sich eine gründliche Vorbereitung auf das Auswahlverfahren, um es zu bestehen.


Polizei Einstellungstest online üben auf eignungsauswahlverfahren.de

Dies ist keine offizielle Seite der saarländischen Polizei, daher sind alle Angaben ohne Gewähr. Die offizielle Seite der saarländischen Polizei findest du hier.

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