Das Diktat im Einstellungstest

Um sich erfolgreich bei der Polizei zu bewerben und der Polizeiakadamie beizutreten, reicht es häufig nicht aus, einfach nur sportlich zu sein. Auch wenn der Sporttest in vielen Bundesländern ein großer Bestandteil im Auswahlverfahren ist, sollte man auch auf die anderen Aufgabenbereiche achten. Besonders das Diktat im Einstellungstest beziehungsweise der Deutschtest erweist sich nicht selten als große Hürde für die Bewerber. Da man bei vielen Auswahlverfahren tatsächlich alle Bereiche bestehen muss, um für die Ausbildung zugelassen zu werden, ist es sinnvoll, sich im Vorfeld entsprechend vorzubereiten.

Der Deutschtest bei der Polizei

Deutschtest und Diktat bei der PolizeiWer später im Polizeivollzugsdienst arbeiten möchte, wird oft auch mit Büroarbeit konfrontiert werden. Von Augenzeugenberichten bis hin zu Protokollen müssen viele Texte geschrieben werden. Öffentlicher Dienst ist ja durchaus auch für seinen Papierkram bekannt. Aus diesem Grund verlangt die Polizei von ihren Bewerbern, dass sie über gute Kenntnisse in der deutschen Rechtschreibung verfügen. Dabei spielt es oft auch keine Rolle, ob man sich für den mittleren Dienst oder den gehobenen Dienst bewirbt. Das Diktat oder ein Deutschtest gehört in irgendeiner Fassung praktisch immer zum Auswahlverfahren, auch ein Einzelinterview steht hier meistens an. Generell ist es vorteilhaft, wenn sich die Bewerber im Vorfeld mit verschiedenen Deutschthemen auseinander gesetzt haben. Hierzu zählen zum Beispiel Kommasetzung, deutsche Rechtschreibung oder auch Diktate. Dabei ist es auch ratsam, sich schwierige Wörter anzusehen. Es kann durchaus auch vorkommen, dass gängige Deutsche Sprichwörter abgefragt werden.

Unterschiedliche Varianten

Das Diktat ist ein wichtiger Bestandteil des Eignungstests

Wie genau die Rechtschreibkenntnisse der Bewerber überprüft werden, hängt von der jeweiligen Polizei ab. Zum einen gibt es häufig einen Deutschtest, bei dem einfach Fragen zu Rechtschreibthemen gestellt werden und man aus unterschiedlichen Antworten auswählen kann. Darüber hinaus kommt gern eine von drei Diktatversionen zum Einsatz.

  • das Volldiktat
  • das Lückendiktat
  • der Fehlertext

Im Folgenden stellen wir euch die drei Varianten etwas genauer vor!

Das Diktat als Volltext-Diktat

Vergleichsweise klassisch ist das Volldiktat. Die Aufgabe ist praktisch wie in der Schule aufgebaut. Es wird ein Text vorgelesen und die Bewerber müssen ihn vollständig mitschreiben. Ein gesamter Text ist nicht außergewöhnlich lang und kann zum Beispiel 300 Wörter umfassen. Der Prüfer liest sie mehrfach vor, sodass man sich keine Sorgen machen muss, einen Teil zu verpassen. Außerdem bekommt man den Text dann Satz für Satz vorgelesen. Wie viele Fehler man machen darf, hängt davon ab, in welchem Bundesland man das Diktat absolviert. Man muss allerdings nicht fehlerfrei bleiben. Oft reicht zum Beispiel das Äquivalent zu einer 3 oder 4 in der Schule zum Bestehen. Allerdings kann es sein, dass ein mittlerer Dienst etwas geringere Anforderungen als der höhere Dienst hat.

Das Lückendiktat / Lückentext im Polizei Einstellungstest

Eine Alternative ist das Lückendiktat – auf dieses werden wir im Folgenden etwas detaillierter eingehen. In diesem Fall erhält man einen Text mit Lücken, sodass man nicht den gesamten Inhalt mitschreiben muss. Es gilt stattdessen, nur die jeweiligen Lücken auszufüllen. Der Text wird den Bewerbern entweder auf einem Bildschirm oder auf einem Blatt Papier dargeboten. Der Lückentext wird dabei wie bei einem Volldiktat vollständig vorgelesen – das Vorlesen kann über einen Lautsprecher, über Kopfhörer ausgegeben oder durch einen Testleiter vorgelesen werden. Allerdings kann man sich auf die fehlenden Wörter beziehungsweise Stellen konzentrieren.

 

Einstellungstest Diktat – erfolgreich bestehen!

Denkt man an Diktat, fallen einem wohl zunächst die Diktate ein, die man während der Grundschulzeit zum Erlernen von Grammatik und Rechtschreibung schrieb. Auch während der Mittelstufe auf der weiterführenden Schule waren Diktate noch beliebte Prüfungen. Oftmals vorher angekündigt, konnte man sich entspannt darauf vorbereiten und falls man doch überrumpelt vom Wort „Schifffahrtskapitän“ wurde – waren das nun zwei „f“ oder doch drei?-, konnte man beim Sitznachbarn spicken, wie der das Wort schrieb und ihm gegebenenfalls nacheifern.

Ein weiterer Pluspunkt an einem Schuldiktat war, dass man den Lehrer und sein Lesetempo meist gut kannte und die Diktatthemen durch den vorgegebenen Lernstoff des Unterrichts erahnen konnte. Nahm man beispielsweise Doppelkonsonanten durch, konnte man sich sicher sein, dass viele Wörter mit „mm“, „ll“, „nn“ etc. im Diktat vorkamen.

Im Laufe der Schulzeit verlieren Diktate allerdings immer mehr an Bedeutung und werden seltener geschrieben, da davon ausgegangen wird, dass der Schüler mittlerweile der richtigen Grammatik und der korrekten Rechtschreibung mächtig ist. Daher sind Diktate im Einstellungstest oftmals für den Bewerber verwunderlich, denn ein Diktat schreiben ist doch eigentlich eine einfache Aufgabe! Nur aufschreiben, was der Vorleser diktiert und schon hat man den Test bestanden….

Weit gefehlt! Obwohl Diktate scheinbar leicht sind, können sie doch tückisch sein: Durch weniges Schreiben im Alltag, wenig Lesen während der Freizeit aufgrund von anderweitigen Hobbies oder zeitintensiven sozialen Verpflichtungen, vergisst man grundlegende Grammatikregeln sehr schnell. Man kann sich nicht mehr erinnern, wann ein einfaches „s“, wann ein „ss“ oder gar ein „ß“ verwendet werden muss und scheitert an den einfachsten Kommaregeln. Da unsere Gesellschaft durch das Smartphone mittlerweile immer weniger liest, lieber Computerspiele spielt und an Freunde schnell eine Sprachnachricht verfasst, anstatt eine Nachricht mühselig und langsam einzutippen, verlernt man die geschriebene Sprache sehr schnell – dem gesprochenen Wort ist es egal, ob man nun „das“ anstatt „dass“ sagt – den Unterschied hört man nicht: Aufgeschrieben wäre dies allerdings ein Grammatikfehler.

Wer dachte, nach dem Schulabschluss bleibt er verschont von Kommaregeln, Getrennt- und Zusammenschreibung und Grammatikregeln, wenn er eine Arbeit bei der Polizei oder im Öffentlichen Dienst ausführt, der hat sich leider geirrt. Warum aber gibt es in vielen Einstellungstests vor allem Grammatikübungen wie Diktate, Lückendiktate oder zu korrigierende Fehlertexte?

 

Polizisten haben einen Büroalltag

 Zwischen aufregenden Außendiensteinsätzen und Streifendiensten gibt es für jeden Polizisten auch den Büroalltag, den viele Bewerber nicht in den Fokus rücken. Der Büroalltag macht jedoch einen großen Teil der alltäglichen Arbeit von Polizisten aus: Sie schreiben Protokolle, nehmen Anzeigen auf oder schreiben Berichte für Ermittlungsakten. Peinlich dabei wäre es, wenn sie viele Rechtschreibfehler begehen, denn Akten bei Verfahren werden an den Staatsanwalt weitergeleitet, der diese dann vor Gericht verwendet. Und welcher Mensch gibt sich gerne die Blöße, nicht der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig zu sein?

 

Diktat als Überprüfung des Wissensstandes

 Im schlimmsten Fall können erhebliche Grammatik- und Rechtschreibfehler die Beweisführung vor Gericht verfälschen, da das Beweismittel aufgrund der vielen Fehler falsch interpretiert wurde. Um so etwas zu vermeiden, wird durch schriftliche Tests im Bewerbungsverfahren, sei es nun ein Lückentext, ein Lückendiktat oder ein – noch aus der Schulzeit bekanntes – Diktat. So stellen die Prüfer sicher, dass der Polizeianwärter die vielen schriftlichen Aufgaben eigenständig, ohne gravierende Fehler und zuverlässig erledigen kann.

 

Stresstest Diktat

Diktate, Lückentexte oder Lückendiktate sind eine Variante des Stresstests: Eine unbekannte Person liest einen unbekannten Text in einer kurzen Zeit vor, den der Bewerber bestmöglich aufschreiben muss, um zu bestehen. Nicht zu vergessen ist allerdings, dass diese Form der Prüfung sehr fair ist – jeder Bewerber hat die gleiche Chance, den Test zu bestehen, da alle äußeren Bedingungen mit denen der anderen Bewerber übereinstimmen. Die Auswertung, die später über die Aufnahme in den Polizeidienst entscheidet, beschränkt sich auf die richtige Schreibweise der Wörter und die richtigen Satzzeichen.

 

Auf Lücke schreiben

LückendiktatMuss der Bewerber ein Lückendiktat ausfüllen, hat er den Vorteil, dass er nicht den gesamten Text mitschreiben muss. Vielmehr hat er einen unvollständigen Text vor sich, bei dem er fehlende Wörter einfügen muss. Meist geschieht dies heutzutage am PC, aber auch in Papierform kann dieser Test vorkommen. Auch beim Lückendiktat wird der Text vorgelesen, hier liegt der Fokus jedoch nicht auf der Richtigschreibung des gesamten Textes, wie bei einem normalen Diktat, sondern nur auf einigen Wörtern. Daher empfiehlt es sich, sich nur auf die Lücken zu konzentrieren und die fehlenden Wörter, sobald man sie hört, einzutragen. Beim zweiten Lesevorgang kann man so direkt kontrollieren, ob man die Wörter in die richtigen Lücken eingetragen hat und ob man sie richtig geschrieben hat.

Beim Lückendiktat geht es vor allem um die richtige Rechtschreibung. Falls doch Satzzeichen erforderlich sind, wird dies vorher bekannt gegeben.

Sobald der Prüfungsteil vorbei ist, empfiehlt es sich, sich den Text nochmals durchzulesen und ein letztes Mal zu kontrollieren. Ein Lückendiktat dauert meistens zwischen 30 und 45 Minuten. Anschließend wird das Diktat kontrolliert und den Bewerbern, die in einem Warteraum warten müssen, mitgeteilt, ob sie bestanden haben und mit welcher Prüfung es nun weitergehen wird.

 

Die Ruhe bewahren

Ein Diktat ist eine ernstzunehmende Prüfungsaufgabe, da es ein hohes Maß an Konzentration und die volle Aufmerksamkeit  des Bewerbers erfordert. Falls ein Wort nicht sofort richtig verstanden wird, empfiehlt es sich, zunächst die Lücke freizulassen. Diese kann man in einer späteren Wiederholung des Textes noch ausfüllen. Viele Bewerber lassen sich auch von der Schreibweise verunsichern: Je länger man über die richtige Schreibweise nachdenkt, desto unsicherer wird man. Daher ist es besser, sich auf die erste Eingebung zu verlassen – meist ist die erste Variante des geschriebenen Wortes die richtige. Auch sollte der Bewerber darauf achten, mit leserlicher Schrift zu schreiben. Nichts ist ärgerlicher, als durch eine unleserliche Schrift Fehler angestrichen zu bekommen, obwohl man das Wort eigentlich richtig schrieb!

 

Die richtige Vorbereitung auf die Prüfung

Es mag schwierig erscheinen, sich optimal auf ein Diktat, ein Lückentext oder ein Lückendiktat vorzubereiten, allerdings gibt es einige Tricks, wie man vorab üben kann. Die Texte sind höchstwahrscheinlich keine Kurzgeschichten, wie man es noch aus der Schule gewohnt ist, sondern werden vielmehr polizeispezifische Wörter enthalten. Daher sollte sich der Bewerber die genaue Schreibweise einiger dieser oftmals schwierigen Wörter einprägen, um die Prüfung besser meistern zu können. Eine Liste mit polizeispezifischen Wörtern ist am Ende dieses Textes angehängt.

Um sich daran zu gewöhnen, zu hören und gleichzeitig zu schreiben, kann der Bewerber das Radio anstellen und einen der Hörfunkberichte mitschreiben, die vor allem bei hr-Info, hr1 oder einem anderen Radiosender laufen. Auch Hörbücher hören und einige Passagen mitschreiben ist eine gute Möglichkeit, die Diktatsituation zu üben. Er kann sich darüber hinaus von einem Familienmitglied oder Freunden einen Zeitungsbericht vorlesen lassen, um eine Routine im Mitschreiben zu erlangen. So gewöhnt er sich langsam an die Vorlesesituation und ist während der Prüfung entspannter. Um wieder mehr in die Schriftsprache einzutauchen, empfiehlt es sich, viel analog zu lesen. Die Tageszeitung ist dafür geeignet, da viele Themen behandelt werden, die in einem objektiven Stil präsentiert werden. Dadurch gewöhnt man sich wieder an die Schriftsprache, verbessert nebenher noch die eigene Allgemeinbildung und lernt, wie kurze Texte aufgebaut sind. Zusätzlich dazu sieht man die geschriebenen Wörter vor sich, wodurch ein weiterer Schritt im Meistern von Lückendiktaten geschafft ist.Rechtschreibung, Grammatik und das Diktat im Polizei Einstellungstest

 

Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung wieder lernen

Dank unserer digitalen Welt, verlernen wir, wie es ist, „richtig“ zu schreiben und zu lesen. Um dem entgegenzuwirken, muss sich der Bewerber an die Schulzeit zurückerinnern und die Grammatikregeln wiederholen, lernen und anrufen können. Auch Fremdwörter, die häufig eingedeutscht sind, müssen abrufbar sein. Hierzu empfiehlt es sich, sich im Internet eine Liste mit Fremdwörtern zusammenzusuchen und die Schreibweise wie Vokabeln zu lernen.

Ein Tipp: Fremdwörter aus vielen unterschiedlichen Kategorien lernen! Das schult nicht nur die Allgemeinbildung, sondern kann auch während der Prüfung sehr nützlich sein, da man die Gattung des Textes, den man schreiben muss, im Voraus nicht kennt.

So banal es klingen mag, aber viel lesen hilft viel. Der Bewerber sollte mindestens drei Monate vor der Prüfung beginnen, regelmäßig jeden Tag zu lesen. Sei es für zehn oder zwanzig Minuten oder für mehrere Stunden. Regelmäßiges lesen regt im Gehirn den prämotorischen Kortex an, wodurch eine höhere geistige Leistung erzielt werden kann. Darüber hinaus erweitert Lesen den Wortschatz, wodurch der Bewerber ein breiteres Vokabular zur Verfügung hat und ihm während jeder (!) Prüfungssituation helfen kann.

 

Vorsicht, Fehler!

Die meisten Fehler, die Menschen, die schon länger aus der Schule sind, machen, betreffen die Groß- und Kleinschreibung, das Zusammen- oder Getrenntschreiben und dass/das. Daher ist es ratsam, sich ein Grammatikbuch zu kaufen und jeden Tag zu üben, um diese häufigen Fehlerquellen vermeiden zu können und den Test zu bestehen. Häufig ist im Vorhinein festgelegt, wie viele Fehler der Bewerber beim Test machen darf. Pauschal kann nicht gesagt werden, wie viele Fehler ein Bewerber machen kann, um zu bestehen, da jeder Text unterschiedlich lang ist und die Bewertung auch abhängig vom Schwierigkeitsgrad des Textes ist. Allerdings sollte sich der Bewerber vornehmen, so wenig Fehler wie möglich zu machen, um sicher bestehen zu können.

 

Einige Übungen für den Deutschtest!

Um sich auf die Prüfung vorzubereiten, sind anbei Übungen, die dazu dienen sollen, den aktuellen Wissensstand zu überprüfen und herauszufinden, in welchem Feld noch Lernbedarf besteht.

 

Groß- und Kleinschreibung

  1. a) Auf b/B iegen und b/B rechen schaffte er die Abgabe der Aufgabe.
  2. b) Hat er m/M ontags immer Sport?
  3. c) Auf den Nudeln fehlt noch: e/E twas Salz.
  4. d) Es kam, wie es kommen musste: e/E r brach die Schule ab.

Lösung:

  1. a) Biegen, Brechen
  2. b) montags
  3. c) etwas
  4. d) Er

 

Zeichensetzung

  1. a) Ich bleibe daheim weil ich krank bin.
  2. b) Wenn du mich weiter belügst verlasse ich dich.
  3. c) Der Räuber floh nachdem er eine Scheibe einschlug in den Wald.
  4. d) Vielen Dank meine Liebe für den Blumenstrauß.

 

Lösung:

  1. a) Ich bleibe daheim, weil ich krank bin.
  2. b) Wenn du mich weiter belügst, verlasse ich dich.
  3. c) Der Räuber floh, nachdem er eine Scheibe einschlug, in den Wald.
  4. d) Vielen Dank, meine Liebe, für den Blumenstrauß.

 

s, ss, ß

  1. a) Da __ hättest du aber wi__en mü__en, da__ es regnen soll! Jetzt stürmt und regnet es drau__en!
  2. b) Da__ ich da__ noch erleben darf!
  3. c) Da_ Ma__kottchen, da__ spie__ige Socken trägt, hüpft über die Stra__e.
  4. d) Bei__ doch mal ab! Wenn du abgebi__en ha_t, fühlst du dich gleich be__er.

 

Lösung:

  1. a) Das hättest du aber wissen müssen, dass es regnen soll! Jetzt stürmt und regnet es draußen!
  2. b) Dass ich das noch erleben darf!
  3. c) Das Maskottchen, das spießige Socken trägt, hüpft über die Straße.
  4. d) Beiß doch mal ab! Wenn du abgebissen hast, fühlst du dich gleich besser.

 

Getrennt- und Zusammenschreibung

  1. a) 1. Der melonengroße Ball flog über die Hecke. 2. Der Melonen große Ball flog über die Hecke.
  2. b) 1. Der Papst hat ihn heiliggesprochen. 2. Der Papst hat ihn heilig gesprochen.
  3. c) 1. Bald muss er den Text fertigstellen. 2. Bald muss er den Text fertig stellen.
  4. d) 1. Ich möchte dein neues Auto gerne mal probefahren. 2. Ich möchte dein neues Auto gerne mal Probe fahren.

 

Lösung:

a) 1., b) 2., c) 1. und 2. sind richtig, d) 2.

 

Liste mit polizeispezifischen Wörtern:

Fahndungsmaßnahmen

Rettungsdienstbesatzung

Unterstützungseinsätze

Kollaborateur

Exekution

mehrstündig

mutmaßlich

Einsatzbelastung

sachdienlich

randalieren

Fachkommissariat

Abschnittsbevollmächtigter

Kontaktbereichsbeamter

Atemalkoholkonzentration

Alarmhundertschaft

Bereitschaftspolizeidirektion

Brandmittelsuchhund

Fremdschaden

Auseinandersetzung

 

 Der Fehlertext

Die dritte Version ist ein Fehlertext. Im Gegensatz zu einem Volldiktat und einem Lückentext muss man hier überhaupt nicht mitschreiben. Stattdessen wird einem ein kompletter Text gegeben, den man nun auf Rechtschreibung überprüfen muss. Bei den Fehlern kann es sich sowohl um Rechtschreibfehler als auch um Fehler in der Zeichensetzung handeln. Oft wird im Vorfeld angegeben, wie viele Fehler zu finden sind.

Unterscheidung je nach Bundesland

Aufgrund der Tatsache, dass die Polizei in Deutschland Ländersache ist, unterscheiden sich häufig die Aufgaben in den Auswahlverfahren. Dies zeigt sich auch beim Deutschtest, der je nach Bundesland bei der jeweiligen Landespolizei etwas anders aufgebaut ist.

 Bremen

In Bremen setzt sich der theoretische Teil des Auswahlverfahrens aus einem Intelligenztest und einem Rechtschreibtest zusammen. Die Rechtschreibung der Bewerber wird dabei mit einem Lückentext überprüft.

 Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg kommt ebenfalls ein Lückendiktat zum Einsatz. Dieses dauert rund 30 Minuten. Die Bewerber erhalten einen Lückentext, der ihnen im Anschluss vollständig vorgelesen wird. Anhand des Vorgelesenen müssen sie nun die fehlenden Wörter in der richtigen Schreibweise ergänzen. In der Regel handelt es sich um rund 60 Lücken.

 Berlin

In Berlin setzt sich der Deutschtest aus mehreren Bestandteilen zusammen. Die Bewerber müssen sowohl Fragen beantworten, als auch ein Lückendiktat lösen.

 Bayern

Bei der bayrischen Polizei dauert der Sprachtest rund 90 Minuten. Die Fähigkeiten der Bewerber werden mit unterschiedlichen Aufgaben überprüft. Es gibt Multiple-Choice-Aufgaben und ein Lückendiktat. Zudem müssen Freitextfelder mit den richtigen Wörtern ausgefüllt werden.

 Brandenburg

In Brandenburg kommt ein klassisches Diktat im Auswahlverfahren zum Einsatz. Der Prüfer liest einen Text von rund 300 Wörtern vor, den es möglichst fehlerfrei aufzuschreiben gilt. Der Inhalt kann dabei mit polizeilichen Sachverhalten in Verbindung stehen. Ein Teilnehmer unserer Facebook Community schreibt:

In Brandenburg waren es ca 300 Wörter und 13 Fehler. Und es wurde gefühlt 30x vorgelesen… also wirklich einfach.

Verlassen sollte man sich darauf aber nicht. Beim mittleren Dienst sind in der Regel mehr Fehler erlaubt, aber nach wie vor ist es so, dass die meisten Bewerber beim Diktat durchfallen – egal in welchem Bundesland und egal für welche Laufbahn.

 Hamburg

Bei der Polizei in Hamburg gehört der Rechtschreibtest zu den Aufgaben des ersten Prüfungstags. Als Aufgabe gilt es auch in Hamburg, ein Lückendiktat zu lösen. Worauf es da genau ankommt, erfährst du in diesem Erfahrungsbericht!

 Hessen

In Hessen findet am ersten Tag des Auswahlverfahrens ein psychologisches Testverfahren statt. Zu diesem gehört auch die Überprüfung der Rechtschreibung. Auch in Hessen wird ein Lückentext als Aufgabe gestellt, bei dem es fehlende Wörtereinzufügen gilt.

 Mecklenburg-Vorpommern

Bei der mecklenburgischen Polizei müssen die Bewerber ein Diktat schreiben, um ihre Rechtschreibkenntnisse unter Beweis zu stellen. Der Text umfasst eine Länge von rund 250 Wörter, als Dauer sind circa 45 Minuten vorgesehen. Im Gegensatz zu vielen anderen Polizeistellen beantwortet man in Mecklenburg-Vorpommern im Vorfeld auch die Frage, wie viele Fehlererlaubt sind. Wer bestehen möchte, darf auf 250 Wörter nicht mehr als 10,5 Fehler machen. Dies wäre in der Schule eine Note 4.

 Niedersachsen

In Niedersachsen werden die Rechtschreibfähigkeiten der Bewerber im Zuge eines Computertests überprüft. Die Aufgaben befinden sich in einem Komplex mit Zahlenreihen, Gedächtnisübungen und Postkorbübungen.

 Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen spielt das Thema Rechtschreibung beim Einstellungstest ebenfalls eine große Rolle. Im Computertest müssen die Bewerber mehrere Aufgaben bestehen, zu denen zum Beispiel das Bestimmen der richtigen Schreibweise von Wörtern oder das Finden von Kommafehlern gehört.

 Rheinland-Pfalz

Die Polizei in Rheinland-Pfalz setzt auf ein klassisches Diktat als Rechtschreibtest. Die Wortzahl bewegt sich typischerweise im Bereich von 150 bis 250 Wörtern. Als Schwierigkeitsgrad wird die 10. Klasse angesetzt, was auch im Hinblick auf die Fehler gilt, die man machen darf. Allerdings liest man in unserer Facebook Community auch immer mal, dass ein Lückentext drankommt. Du solltest dich also auf beides vorbereiten.

 Saarland

Im Saarland müssen die Bewerber im Auswahlverfahren einen schriftlichen Test absolvieren. Dieser fokussiert sich neben der Allgemeinbildung auch auf Rechtschreibung und Grammatik. Wie genau die Aufgaben aufgebaut sind, enthüllt die saarländische Polizei allerdings nicht.

 Sachsen

Die Polizei in Sachsen setzte lange Zeit einen Lückentext im Auswahlverfahren ein. Seit 2015 hat sich dies jedoch geändert. Mittlerweile kommt ein herkömmliches Diktat zum Einsatz. Den Bewerbern wird über Kopfhörer ein Text diktiert, den es fehlerfrei aufzuschreiben gilt. Die Bearbeitungszeit beträgt 15 bis 20 Minuten. Ein Teilnehmer unserer Facebook Community schreibt seine Erfahrung dazu:

Man hört es 1 mal in Stücken, dann begrenzte Berichtigungszeit, dann hörst du es noch einmal im ganzen, dann wieder begrenzte Zeit um Fehler auszubessern. Danach wird es automatisch abgesendet.

Als Berichtigungszeit stehen jeweils drei Minuten zur Verfügung.

 Sachsen-Anhalt

Öffentlicher Dienst in Sachsen-Anhalt wird nicht in Mittlerer Dienst und Gehobener Dienst aufgeteilt, sondern stattdessen als Laufbahngruppe 1 und 2 bezeichnet. Auch wenn sich die Auswahlverfahren für die Laufbahngruppen leicht unterscheiden, sind die Aufgaben im Bereich der Rechtschreibüberprüfung identisch. Es muss jeweils ein Lückendiktat geschrieben werden.

 Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein kommt im Auswahlverfahren ein normales Diktat zum Einsatz. Dieses umfasst ca. 250 Wörter, wobei die Bewerber maximal zehn Fehler machen dürfen. Als Vorbereitung auf die Aufgabe bietet die Polizei Schleswig-Holstein auf ihrer Webseite netterweise viele Übungsdiktate an. So kann man schon einmal online üben. Zudem gibt es einige Audiodateien.

 Thüringen

In Thüringen findet im Laufe des Auswahlverfahrens kein theoretischer Test statt. Aus diesem Grund gibt es auch kein Diktat oder eine andere Form des Rechtschreibtests.

Bundespolizei

Öffentlicher Dienst bei der Bundespolizei gliedert sich, wie bei vielen Dienststellen der Bundesländer auch, in mittlerer Dienst und gehobener Dienst. Im Auswahlverfahren müssen die Bewerber für die Bundespolizei mittlerer Dienst im theoretischen Teil ein Diktat schreiben.

In unserer Facebook Community wird auch fleißig über das Diktat bei der Bundespolizei diskutiert. So wollte jemand wissen, wie viele Fehler erlaubt sind. Die Antwort: 10 Prozent. Wer das ausreizt, sollte sich aber darauf einstellen, dass im anschließenden Interview ein paar unangenehme Fragen dazu gestellt werden. Ein falsch gesetztes Komma gilt übrigens als halber Fehler. Das Diktat wird 3x vorgelesen. Beim ersten Mal musst du noch nicht mitschreiben, sondern solltest es dir erst mal anhören. Beim zweiten Mal schreibst du mit, das dritte Mal ist zur Kontrolle und Korrektur. Schreiben heißt übrigen wirklich schreiben und nicht (am PC) tippen. Wer Angst hat, zu langsam oder unleserlich zu schreiben, für den hat ein Teilnehmer unserer Facebook Community einen Tipp:

Da hilft nur täglich ein paar Diktate schreiben, das hilft der Handschrift. Ich habe das letzte Jahr an der Uni nur mit dem Laptop geschrieben, wieder zu schreiben, das war richtig schwer. Glaubt man gar nicht.

Ein anderer Bewerber schreibt:

Diktat in meinen Augen sehr einfach. Wichtig: Kommasetzung, Groß- und Kleinschreibung und ob man das Wort zusammen oder auseinander schreibt.

Im gehobenen Dienst der Bundespolizei wird dagegen ein Aufsatz von den Teilnehmern am Auswahlverfahren verlangt. Hier gilt es, einen Bericht zu schreiben, bei dem neben dem Inhalt auch die richtige Rechtschreibung von großer Bedeutung ist.

Online üben und vorbereiten

Während viele Bewerber sich im Vorfeld des Auswahlverfahrens vor allem auf den sportlichen Teil vorbereiten, wird häufig das Diktat zum Stolperstein. Aus diesem Grund sollte man sich vor dem Test noch einmal ganz genau mit den Regeln der Rechtschreibung auseinandersetzen. Darüber hinaus kann auch das eine oder andere Übungsdiktat nicht schaden.

Schwierige Wörter, die in einigen Polizei-Einstellungstests vorkamen, waren beispielsweise:

  • Sekundenschnelle
  • Kommunikation
  • Voraussetzung
  • beigefarben
  • Kommissar
  • Milieu
  • Chauffeur
  • Bredouille
  • Marihuana
  • Blouson
  • ad hoc

Hättest du diese Wörter auf Anhieb richtiggeschrieben? Falls nicht, trainiere die deutsche Rechtschreibung! Wichtig sind vor allem Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung, S-Laute und Zeichensetzung. Für falsch oder nicht gesetzte Kommata (das ist der Plural von Komma) kassierst du einen Fehler (oder zumindest einen halben).

Mittlerweile kann man gerade die Rechtschreibung ganz bequem online üben. Im Netz findet sich ein Übungsdiktat immer schnell. Im Rahmen unseres Programms gibt es auch mehrere Übungsdiktate, die dir dabei helfen für das echte Diktat im Einstellungstest 2018 top vorbereitet zu sein. Außerdem findest du hier ein GRATIS Übungsdiktat als PDF! Zudem ist häufiges und umfangreiches Lesen ebenfalls immer sehr nützlich. Gerade Zeitungsartikel helfen nicht nur bei der Rechtschreibung, sondern sind auch eine gute Vorbereitung auf mögliche Fragen zur Allgemeinbildung. Bitte Freunde, sie dir vorzulesen und schreibe sie auf. So kannst du Diktate ganz einfach üben – am besten täglich.

Erfahrungen mit dem Polizei Diktat im Eignungstest

Das Polizei Diktat und der Lückentext im Einstellungstest sind für viele Bewerber ein großes Problem. In unserer Facebookgruppe wurde dazu sehr rege diskutiert. Scheinbar sind in manchen Bundesländern die Wörter, die man über die Lautsprecher ausgegeben bekommt nur sehr schwer zu verstehen.

Kommentar zum Thema Polizei Diktat und Lückentext
Kommentar zum Thema Polizei Diktat und Lückentext

In einem weiteren Kommentar wurde geschrieben, dass im „Diktat“ nur einzelne Begriffe vorgelesen wurden und kein ganzer Text. Dies kann natürlich in jedem Bundesland unterschiedlich sein. In einigen Bundesländern gibt es auch normale Diktate, in denen einem ganze Texte vorgelesen werden.

In dem erwähnten Kommentar wurde erzählt, dass die Begriffe nur zweimal wiederholt wurden. Wir haben diese Information nach nur wenigen Tagen in Form eines neuen Tests für unsere Mitglieder umgesetzt: Rechtschreibung Audio Test. Falls du noch keinen Premiumzugriff auf unsere Seite hast, kannst du dir diesen auf unserer Startseite bestellen. Im Folgenden seht ihr einen Screenshot des Tests:

Rechtschreibung audio Screenshot
Screenshot: Test zum Thema Rechtschreibung

Wir hoffen, dass dieser Test euch Spaß macht und bei euren Vorbereitungen auf den Polizei Deutschtest im Einstellungstest weiterbringt. Für andere Bundesländer bieten wir auch weitere Versionen des Diktats, beispielsweise in Form eines Lückentextes an. Die angebotenen Texte versuchen wir immer aktuell zu halten. Vor Jahren wurde beispielsweise das Diktat „Auf dem Rummelplatz“ beim Polizei Eignungsauswahlverfahren in Baden-Württemberg abgefragt. Mittlerweile werden dort Sprachverständnistests durchgeführt. Weitere Beispiele findest du bei uns im Mitgliederbereich.

Deutschtests im Polizei Einstellungstests

In vielen verschiedenen Bundesländern und auch bei der Bundespolizei kommen Sprachverständnistests während der Auswahlprüfung zum Einsatz. Im folgenden sind für die Bundesländer mit entsprechenden Tests unsere Informationsseiten zum Einstellungstest mit weiterführenden Inhalten aufgelistet.

Ein Diktat / Rechtschreibtest muss in folgenden Bundesländern und bei der Bundespolizei absolviert werden:

Ein Sprachverständnistest muss in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin durchlaufen werden.

Liebe Grüße
Philipp


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