Polizei Zähne/Zahnarzt: Was haben die Zähne mit dem Einstellungstest zu tun?

Was beim ersten Hinhören vielleicht klingt, wie ein kleiner Scherz, ist in der Realität bittere Wahrheit: Immer wieder scheiden Bewerber im Auswahlverfahren der Polizei aus, weil sie eine mangelnde Mundhygiene, bzw. schlechte Zähne vorweisen müssen. Das sind nicht etwa fadenscheinige Begründungen der Polizei für eine Ablehnung, sondern in der Tat spielen die Zähne und der Mund der Bewerber im Auswahlverfahren eine wichtige Rolle.

Wir haben uns diesen Umstand im Folgenden einmal genauer angesehen und dabei geprüft, wie die Zahnuntersuchung im polizeidienstlichen Auswahlverfahren aussieht, was du beachten musst und wo die Ausschlussgründe für die Polizei liegen.

 

Polizei Zähne: Alle Infos auf einen Blick

  • Zähne werden im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung geprüft
  • Die ärztliche Untersuchung ist Teil des Auswahlverfahrens
  • Schlechte Zähne sind ein Ausschlussgrund bei der Polizei
  • Keine Probleme durch Füllungen, Wurzelbehandlungen oder Plomben
  • Vor dem Auswahlverfahren Zahnarzt (evtl. Kieferorthopäde) besuchen

Zahnuntersuchung Polizei: Worauf wird geachtet?

Es gibt verschiedene polizeiärztliche Untersuchung Ausschlussgründe, welche dir einen Strich durch deine Karriereplanung als Polizeibeamter machen können. Schäden an den Zähnen, bzw. ein ungepflegter Mund gehören dazu. Du solltest natürlich ohnehin regelmäßig einen Termin beim Zahnarzt machen, vor deiner Einladung zum Auswahlverfahren aber ganz besonders. Hier kannst du mögliche Probleme behandeln lassen, so dass dann in der eigentlichen Untersuchung keine Probleme mehr auftreten. In der polizeiärztlichen Untersuchung wirst du als Bewerber dann in vielen Bereichen untersucht. Es wird zum Beispiel ein EKG gemacht, gleichzeitig musst du einen Drogentest bestehen. Darüber hinaus werden hier auch deine Zähne untersucht. Im Folgenden siehst du, worauf die Polizei dabei achtet:

  • Alle kieferorthopädischen Behandlungen sind abgeschlossen
  • Kein herausnehmbarer Zahnersatz im Mund zu finden
  • Saniertes, kariesfreies Gebiss

Sollte in der jüngeren Vergangenheit eine kieferorthopädische Behandlung notwendig gewesen sein, muss diese vollständig abgeschlossen sein, bevor du zur ärztlichen Untersuchung der Polizei erscheinst. Gleichzeitig schreibt die Polizei vor, dass du keinen herausnehmbaren Zahnersatz in deinem Mund haben darfst. Plomben sind hingegen in Ordnung. Der letzte und vielleicht wichtigste Punkt: Dein Gebiss muss kariesfrei und saniert sein. Das klingt hier ein bisschen plump, im Prinzip bedeutet saniertes Gebiss Polizei aber nur, dass du ein gepflegtes und funktionierendes Gebiss besitzen muss. Keine Angst: Sollte die Polizei fehlende Zähne oder schiefe Zähne bei dir entdecken, sind das nicht immer direkt polizeiärztliche Untersuchung Ausschlussgründe.

Wichtig: Du musst unbedingt daran denken, dass ein kieferorthopädischer Befundbericht bereits bei deiner Bewerbung mit eingereicht werden muss, wenn derartige Behandlungen bei dir gemacht wurden. Diesen Bericht wertet der Polizeiarzt zusätzlich aus und beurteilt im Anschluss daran deine Diensttauglichkeit.

 

Wieso interessiert sich die Polizei für meinen Zahnstatus?

Die Polizei interessiert sich im Einstellungstest natürlich nicht nur für deine Zähne und den Zahnstatus, sondern auch für zahlreiche weitere Aspekte rund um deine Gesundheit. Es lässt sich jedoch nicht von der Hand weisen, dass die Zähne und der Mund noch einmal eine ganz besondere Rolle einnehmen. Immerhin müssen die Polizisten im Dienst in der Regel viel kommunizieren – auch mit den Bürgern. Saubere und gesunde Zähne sind dabei immer ein Hinweis auf ein gepflegtes Erscheinungsbild, welches dementsprechend natürlich auf den Beamten und seine Arbeit übertragen werden kann. Darüber hinaus kann es zum Beispiel im Falle von Fehlstellungen oder ähnlichem sogar sein, dass andere Bürger dich nicht richtig verstehen. Ein solcher Umstand wäre im Dienst natürlich enorm schlecht und ist daher einer der Ausschlussgründe in der polizeiärztlichen Untersuchung.

Das war aber noch nicht alles: Zähne nehmen im Körper auch deshalb eine Sonderrolle ein, weil sie große Auswirkungen auf die anderen Bereiche haben können. Nicht umsonst heißt es, dass schlechte Zähne den ganzen Körper krank machen können. Die Bakterien verteilen sich von Wunden im Mund und an den Zähnen schnell im ganzen Blutkreislauf, so dass zum Beispiel auch Schmerzen in den Beinen oder den Gelenken mit ungepflegten Zähnen zusammenhängen können. Krankheiten wie Diabetes oder auch das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall werden ebenfalls durch schlechte Zähne gefördert. Aus Sicht der Polizei ist der Blick in deinen Mund also nicht nur für die aktuellen Zeiten interessant, sondern auch für die Zukunft. Sind dein Gebiss und deine Zähne gepflegt, ist die Chance deutlich größer, dass lange gesund und diensttauglich bleibst.

Tipp: Du solltest frühzeitig einen Termin bei deinem Zahnarzt machen, wenn du dich bei der Polizei bewirbst. Immerhin können mögliche Fehler oder Probleme dann im Vorfeld behoben werden. Bedenke, dass unter Umständen auch ein Termin beim Kieferorthopäden erforderlich sein könnte.

 

Schiefe Zähne, fehlender Zahn: Nicht immer gleichbedeutend mit dem Aus

Die Polizei ist natürlich nicht sonderlich interessiert daran, viele Bewerber aufgrund ihrer schlechten Zähne wieder nach Hause zu schicken. Allerdings kannst du dich trotzdem nicht auf ein Entgegenkommen der Beamten verlassen. Denn: Die Bewertung erfolgt anhand klar festgelegter Kriterien. Ein gewisser Spielraum ist für den Polizeiarzt natürlich vorhanden, allerdings muss er sich an die Vorgaben der Polizei halten. Solltest du schiefe Zähne oder gar einen fehlenden Zahn haben, ist das aber nicht immer gleichbedeutend mit dem Ausschluss aus dem Auswahlverfahren. Nur die wenigsten Bewerber können ein wirklich fehlerloses Gebiss vorweisen. Aber darum geht es der Polizei auch nicht. Stattdessen wird darauf geachtet, in wie weit dein Gebiss funktionsfähig ist. Ein fehlender Zahn muss also kein Grund für eine Abreise sein, wenn dadurch dein Gebiss oder deine Sprache nicht weiter beeinträchtigt werden. Dennoch schadet es natürlich nicht, unmittelbar vor der Untersuchung noch einmal eine Zahnreinigung zu machen. Diese sorgt dann auch für eine gelungene Optik.

 

Abseits der Zahnuntersuchung: Die Hürden im Auswahlverfahren der Polizei

Die polizeiärztliche Untersuchung ist einer von mehreren Teilen im Auswahlverfahren. Im Detail ist es so, dass diese Untersuchung als letzter Baustein durchgeführt wird. Der Weg zur Untersuchung ist also durchaus lang und du musst im Vorfeld verschiedene Hürden meistern. Wichtig zu wissen ist sicherlich, dass sich bei der Polizei im Auswahlverfahren nur die besten Bewerber durchsetzen. Solltest du also an einer Aufgabe scheitern, scheidest du automatisch aus dem restlichen Bewerbungsverfahren aus. Wie das Ganze im Detail aussieht, siehst du hier:

  • Schriftlicher Test
  • Sporttest
  • Mündlicher Test
  • Polizeiärztliche Untersuchung

Das Auswahlverfahren beginnt mit einem schriftlichen Test. Im mittleren Dienst musst du hierfür ein Diktat schreiben, für den gehobenen Dienst verlangt die Polizei von dir einen Aufsatz und einen Intelligenztest. Anschließend geht es zum Sporttest, der für beide Laufbahngruppen gleichermaßen verbindlich ist. Im Sporttest musst du unterschiedliche sportliche Herausforderungen meistern und unter anderem deine Ausdauer und deine Kraft unter Beweis stellen. Warst du erfolgreich, geht es an den mündlichen Test, zu dem in beiden Laufbahngruppen ein persönliches Vorstellungsgespräch gehört. Alle Bewerber im gehobenen Dienst müssen darüber hinaus ihr Können in einem Assessment-Center unter Beweis stellen. Erst wenn du diese Aufgaben allesamt erfolgreich meistern konntest, wird das Auswahlverfahren mit der polizeiärztlichen Untersuchung abgeschlossen.

 

Die polizeiärztliche Untersuchung im Detail

Es ist sicherlich interessant zu wissen, was in der polizeidienstlichen Untersuchung noch auf dem Programm steht. Generell geht es für die Polizei hier darum herauszufinden, ob du wirklich für den Dienst als Polizist geeignet bist. Du solltest also keine schwerwiegenden Krankheiten haben und im besten Fall körperlich topfit sein. Die körperliche Fitness stellst du im Sporttest unter Beweis, deine Gesundheit wird in der Untersuchung geprüft. Und dabei stehen unter anderem folgenden Dinge auf dem Programmplan:

Zusätzlich dazu nimmt der Polizeiarzt auch deine Größe und dein Gewicht unter die Lupe. Hier solltest du natürlich darauf achten, dass dein Gewicht zur Größe passt. Bist du übergewichtig, wirst du es schwer im Auswahlverfahren haben. Schon allein deshalb, weil die Hürden im Sporttest dann vielleicht zu groß sind. Hast du dich in der polizeiärztlichen Untersuchung und allen Aufgaben gut präsentieren können, wirst du innerhalb kürzester Zeit Rückmeldung von der Polizei erhalten und darfst deinen Dienst antreten.

 

Fazit: Gesunde Zähne sind elementar wichtig

Die Polizei interessiert sich ganz genau für ihre Bewerber und nimmt in diesem Zusammenhang auch deren Zähne detailliert unter die Lupe. Jeder Bewerber sollte sich dessen bewusst sein und im Idealfall frühzeitig auf seine Mundhygiene achten. Hierfür empfiehlt sich natürlich das tägliche Pflegen, gleichzeitig kann auch eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden. Auf jeden Fall Pflicht ist der Besuch des Zahnarztes im unmittelbaren Vorfeld der polizeidienstlichen Untersuchung. Mögliche Probleme können vom Zahnarzt noch behoben werden, so dass der Berufung in den Dienst nichts im Wege steht. Du musst dir übrigens keine zu großen Sorgen um kleine Fehlstellungen, Plomben oder festen Zahnersatz machen. Derartige „Kleinigkeiten“ sind kein Grund für eine Diensttauglichkeit und werden dir die Karriere bei der Polizei nicht verbauen. Etwas anders ist es jedoch, wenn durch Fehlstellungen oder fehlende Zähne eine korrekte Aussprache verhindert wird.


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