Rot-Grün Sehschwäche-Test bei der Polizei

Mit Rot-Grün-Sehschwäche zur Polizei? Was Du schon vor der polizeiärztlichen Untersuchung tun kannst

Mit Rot-Grün-Sehschwäche zur Polizei?
Mit Rot-Grün-Sehschwäche zur Polizei?

Die polizeiärztliche Untersuchung ist Teil der drei Prüfungen, die Du als Bewerber oder Bewerberin für den Polizeidienst absolvieren musst. Den Anfang bildet ein computergestützter Test, der Deine Deutschkenntnisse, Deine Sprachfähigkeiten, Deine mathematischen Fähigkeiten sowie Dein Gedächtnis, das logische Denkvermögen und das räumliche Vorstellungsvermögen abprüft. Erst dann, wenn Du diesen Test bestanden hast, wirst Du weitergeschickt. Es folgt ein physisches Auswahlverfahren, landläufig auch als Sporttest bezeichnet. Wenn Du den Sporttest schaffst, hast Du schon viel hinter Dich gebracht. Denn jetzt kommt nur noch das Gruppengespräch und polizeiärztliche Untersuchung. Beim Gespräch in der Gruppe sollen Deine sozialen Fähigkeiten, die sogenannten Softskills und Deine Interaktionsfähigkeit näher betrachtet werden. Und nur dann, wenn da alles stimmt, darfst Du an der polizeiärztlichen Untersuchung teilnehmen.

Untersucht wird alles

Während der Arzt Dir bei der Vorsorgeuntersuchung vielleicht etwas Blut abnimmt, Dich abhört und Dir in die Ohren schaut, machst Du Dich beim Polizeiarzt sprichwörtlich nackig. Da wird alles untersucht, vom Seh- und Hörvermögen über eventuelle Fehlbildungen im Skelett bis hin zu Erkrankungen in Deiner Kindheit, früheren Sportverletzungen und dergleichen mehr. Wichtig ist nicht nur, wie fit und gesund Du aktuell bist, sondern auch Deine zukünftige Prognose. Und da wird es wirklich heikel. Denn viele Erkrankungen, die akut keine Beschwerden verursachen, können unangenehme Langzeitfolgen haben oder sich in der Zukunft verschlechtern. Das ist insbesondere bei Problemen mit den Augen so. Das heißt aber nun nicht, dass sich jeder mit Brille Sorgen machen muss! Es ist ganz normal, dass die Sehstärke variiert, das tut sie sogar im Verlauf eines einzigen Tages. Da gibt es eine bestimmte Toleranz: Wenn sich Deine Sehfähigkeit innerhalb dieses festgelegten Rahmens bewegt und die Prognose nicht allzu negativ ist, bildet eine bestehende Sehschwäche kein Ausschlusskriterium.

Vorbereitung auf die polizeiärztliche Untersuchung

Die polizeiärztliche Untersuchung ist vor der Zulassung zum weiteren Eignungsverfahren
Die polizeiärztliche Untersuchung

So richtig vorbereiten kannst Du Dich eigentlich nicht. Eine polizeiärztliche Untersuchung ist etwas anderes als ein Wissenstest. Du kannst an Deiner genetischen Veranlagung, Deinen Vorerkrankungen und früheren Unfällen nichts mehr ändern. Vieles ist, was Deine Gesundheit angeht, eine Frage der Vererbung. Aber Du kannst Dich natürlich in den Monaten vor der Untersuchung so gesundheitsbewusst wie nur möglich ernähren, den Zigarettenkonsum einschränken oder aufgeben und weniger bis keinen Alkohol trinken. Alles ganz uncool, das ist klar. Aber es hilft Dir, Deine Blutwerte in Ordnung zu bringen. Du kannst überschüssige Pfunde mit etwas Sport loswerden, was Deine gesundheitliche Prognose ebenfalls verbessert.

Ob Du eine Sehschwäche hast oder nicht, findest Du mit einfachen Tests online heraus. Wir können Dir verschiedene Tests anbieten. Gegen eine normale Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit hilft eine Brille, solange die Sehschwäche nicht zu ausgeprägt ist. Wer dagegen unter einer Rot-Grün Sehschwäche leidet, wird mit einer Brille nicht viel ausrichten können …

Wie jetzt, keine Farben?

Querschnitt des Auges
Querschnitt des Auges

Um zu verstehen, wie genau eine Rot-Grün Sehschwäche funktioniert, musst Du verstehen, wie das Auge aufgebaut ist und wie Sehen überhaupt abläuft. Das wird jetzt sehr speziell und wissenschaftlich. Betroffen sind von einer Rotblindheit oder Grünblindheit, wie die Störung auch genannt wird, überwiegend Männer. Das liegt daran, dass die Fähigkeit einer scharfen Unterscheidung im roten und im grünen Farbspektrum über das 23. Chromosom, also das sogenannten X-Chromosom, weitergegeben wird. Das ist genau das Chromosom, das auch das Geschlecht eines Menschen bestimmt.

Als Rotblindheit bezeichnet man es, wenn ein Mensch rote Farbtöne nicht deutlich von der Umgebung unterscheiden kann. Die farbigen Flächen haben dann einen ins Graue gehenden Farbton, der mehr oder minder mit der Umgebung verschmilzt. Bei einer Grünblindheit sind Grüntöne davon betroffen. Die Grünblindheit ist sehr viel häufiger als die Rotblindheit. Und oft ist es auch so, dass Menschen Rot und Grün schlicht nicht auseinanderhalten können, weil beide Farbspektren ins Graue gehen und mehr oder weniger verzerrt wahrgenommen werden. Das geht soweit, dass Reste von Farbigkeit gesehen werden können, beispielsweise erscheint dann ein neongrünes T-Shirt in einem grellen Gelbton oder eine lilafarbene Fläche nimmt die gleiche Grauqualität an wie ein bräunlicher Olivton. Das Auge nimmt lediglich einen Teil des Farbspektrums nicht wahr, so dass die betroffenen Flächen noch eine Restfarbigkeit haben. Allerdings ist die von dem Farbton, den Normalsichtige sehen, eher weit entfernt.

Photorezeptoren wandeln Licht in elektrochemische Signale um

Das Auge besteht aus vielen verschiedenen Bauteilen, die alle zusammen das Sehen ermöglichen. Von der Regenbogenhaut über die Hornhaut bis hin zur Linse und zur Netzhaut werden alle Teile benötigt, um ein mehr oder weniger scharfes Abbild der Umgebung wahrzunehmen. Im Prinzip fällt das Licht der Umgebung einfach nur durch die Pupille auf die Netzhaut und wird dort wahrgenommen. Auf der Netzhaut sitzen Stäbchen, die bei mehr oder minder hoher Lichtintensität „Licht an“ melden (bei Dunkelheit nichts melden) und Zapfen, die jeweils auf die Farben Rot, Grün oder Blau reagieren. Diese Farben sind als Information im einfallenden Licht vorhanden, nämlich in der Wellenlänge der Lichtstrahlung:

  • Rot ist langwelliges Licht
  • Grün ist mittelwelliges Licht
  • Blau ist kurzwelliges Licht

Menschen, die in den Bereichen Rot und Grün keine intensiven Farben wahrnehmen, können nur kürzere Wellenlängen wirklich gut sehen. Das liegt an der Bauweise der Zapfen. Um Rot und Grün zu sehen, braucht das Auge einen Stoff namens Opsin. Das Opsin ist ein Protein, das der Körper selbst bildet. Für jede Wellenlänge Licht benötigt das Auge eine etwas andere Art dieses Proteins. Wie genau das im Körper gebildet werden soll, steht auf dem bereits erwähnten 23. Chromosom.

Manchmal geraten die Gene durcheinander

  • Bei der Befruchtung, also lange vor der Geburt eines Kindes, wird der doppelte Chromosomensatz aus dem Erbgut von Mutter und Vater zusammengeführt.
  • Die jeweils gleichen Chromosomen werden übereinandergelegt und verglichen beziehungsweise vermischt.
  • Das jeweils stärkere Chromosom setzt sich durch (weshalb Kinder von dunkeläugigen und blauäugigen Menschen meist dunkle Augen haben).
  • Für das Grünsehen sind drei Gene zuständig, für das Rotsehen ein Gen. Sie alle sitzen nahe beieinander an einer Stelle des 23. Chromosoms, und zwar genau an einer Crossing-over Stelle des X-Chromosoms.
  • Beim Crossing-over werden die Gene miteinander vermischt und neu zusammengebaut. An den „Schnittstellen“ kann es zu Problemen kommen – also genau da, wo die Baupläne für die verschiedenen Arten des Proteins Opsin liegen.

Das war jetzt stark vereinfacht erklärt. Aber die Erklärung war nötig. Denn jetzt sollte klar sein, dass eine Rot- oder Grünschwäche (die wenigsten Menschen nehmen eine der Farben gar nicht wahr) angeboren ist und sich im Laufe des Lebens weder verbessert, noch verschlechtert.

Nicht heilbar, aber 9 % der Männer und 0,8 % der Frauen weltweit betroffen

Es sind mehr Männer als Frauen von einer Rot-Grün-Sehschwäche betroffen
Es sind mehr Männer als Frauen von einer Rot-Grün-Sehschwäche betroffen

Die Zahlen machen es schon deutlich: Eine Rot-Grün-Schwäche ist gar nicht so selten. Etwa einer von zehn Männern ist davon betroffen. Es gibt noch andere Sehschwächen, die mit dem Farbensehen zu tun haben. Bei der Blau-Gelb Sehschwäche sind die Zapfen betroffenen die kurzwelliges blaues und gelbes Licht wahrnehmen sollten. Bei ihnen fehlen die S-Zapfen, die das blaue Licht wahrnehmen. Von dieser Sehschwäche sind aber nur 0,005 % aller Menschen betroffen. Und vor allem wirkt sich diese Sehschwäche auch nicht auf die Sehstärke auf, denn die Anzahl der S-Zapfen auf der Retina (der Netzhaut) ist mit 8 % sehr gering. Die Rotzapfen und Grünzapfen stellen dagegen jeweils 46 % der Zapfen. Fehlt dann ein Teil davon, oder fehlen die Rotzapfen oder die Grünzapfen jeweils vollständig, beeinträchtigt das natürlich sehr viel stärker.

Beeinträchtigungen im Alltag halten sich in Grenzen

Die Rot-Grün-Schwäche hat für die meisten Betroffenen kaum Auswirkungen im Alltag. Immerhin nimmst Du, wenn Du darunter leidest, ja noch Farben wahr und kannst sie aufgrund Deiner Lebenserfahrung auch gut voneinander unterscheiden. Aus diesem Grund wissen viele Menschen, die unter einer schwachen Form der Rot-Grün Sehschwäche leiden, nicht einmal etwas davon. Wie sieht man dann überhaupt? Man sieht alles normal, nur eben etwas blasser in manchen Farbbereichen. Wer sich nicht gerade mit Freunden über grellbunte Pop-Art-Gemälde unterhält, bemerkt das unter Umständen wirklich nicht. Allerdings sind die Sehtests für einige Berufe so ausgelegt, dass diese Schwächen gezielt geortet werden können. Nicht nur die polizeiärztliche Untersuchung beinhaltet einen Rot Grün Test (auch online verfügbar), sondern auch Zugführer, Piloten, Bus- und Taxifahrer müssen diesen Test absolvieren. Wenn Du nicht weißt, ob Du unter einer derartigen Sehschwäche leidest, mach doch einfach einen Rot Grün Test online!

Der Alltag ist aber nicht immer ganz unproblematisch. Manche Situationen können für Fehlsichtige im Rot-Grün Bereich durchaus gefährlich werden:

  • Rote Hervorhebungen in Texten werden nicht erkannt, da die rote Schrift in einem Grauton erscheint und einfach überlesen wird. Vor allem bei extrem bunt gestalteten Internetseiten fällt das durchaus auf.
  • Designs mit feinen Linien, die mit Farbunterscheidungen arbeiten, sind ebenfalls problematisch und werden nicht wahrgenommen.
  • Oft sind auch Mischfarben mit einem Anteil an Rot oder Grün betroffen, also beispielsweise Blautöne, die ins Türkise oder ins Violette changieren. Erinnerst Du Dich an diese schreckliche Mode von lila-grün irisierenden Oberhemden vor einigen Jahren? Die Meinung zu diesen Hemden ging zwischen Frauen und Männern extrem auseinander. Vielleicht ist auch das teilweise in der Sehschwäche begründet.
  • Für Menschen mit Grün-Schwäche kein Problem, für Menschen mit Rotschwäche lebensgefährlich: Autofahren bei Nacht. Die rote Ampel wird meist erst dann als solche wahrgenommen, wenn man unmittelbar davor steht, aus der Distanz wirkt sie eher wie eine etwas dunklere Straßenlaterne. Es kann also unter Umständen nicht mehr rechtzeitig gebremst werden.

Für Menschen mit einer Grün-Schwäche ist besagte Ampel bei Nacht dagegen unproblematisch, denn an einer grünen Ampel kann man einfach weiterfahren, ganz wie bei einer Straßenlaterne. Es ist die rote Ampel, die eine Reaktion erfordert.

Ishihara-Farbtafeln

Ein/e Betroffene/r würde hier die Nummer 7 nicht erkennen (sondern sie so wie in der rechten Abbildung wahrnehmen)
Ishihara Farbtafel: Ein/e Betroffene/r würde hier die Nummer 7 nicht erkennen (sondern sie so wie in der rechten Abbildung wahrnehmen)

Die vermutlich bekannteste Variante dieses Rot Grün Tests sind die Ishihara-Farbtafeln. Auf Tafeln mit lauter roten oder grünen Punkten in verschiedenen Intensitätsabstufungen und Helligkeitsgraden hebt sich ein Umriß ab, der in der genau anderen Farbe gehalten ist. Also auf einem roten Hintergrund ein grüner Umriss oder umgekehrt. Die Farbpunkte sind dabei so gehalten, dass normalsichtige Menschen das volle Bild wahrnehmen, Menschen mit einer Rot-Grün Schwäche aber nur einen Teil davon. Dieser Teil kann unter Umständen ein in sich logisches Bild ergeben, ist aber nicht das gefragte Bild. Der Test mit den Farbtafeln funktioniert, weil im Gehirn ein Vergleich der farbigen Punkte gegeneinander stattfindet. Das Gehirn will irgendwie immer einen Sinn in das bringen, was es an Informationen (in diesem Fall vom Auge) erhält. Die Punkte werden also nach dem Vergleich der Farben und Farbintensitäten so zusammengesetzt, das ein bekannter Umriss erkennbar wird.

Andere Untersuchungsmethoden

Da die Rot-Grün Sehschwäche eine Frage der Vererbung ist, damit angeboren ist und die Betroffenen gelernt haben, ihre Fehlsichtigkeit im Alltag bestmöglich zu kompensieren, reichen die Ishihara-Tafeln nicht immer aus, um eine Fehlsichtigkeit klar zu diagnostizieren. Es gibt weitere Untersuchungsmethoden:

  • Der Farnsworth-Test arbeitet mit auf der Rückseite nummerierten Farbplättchen, die im Rahmen des Tests mehrfach hintereinander zu einem Farbkreis angeordnet werden müssen. Die Zahlen auf der Rückseite der Kärtchen werden anschließend über ein Muster auf Papier gelegt. Ergibt sich ein Kreisdiagramm aus der Anordnung der Zahlen in der Tabelle, liegt keine Fehlsichtigkeit vor. Andernfalls ergibt sich eine Kurve. Aus dem Winkel zwischen den einzelnen Plättchen (Zahlen) lässt sich dann bestimmen, welche Art von Fehlsichtigkeit genau vorliegt, wie schwerwiegend sie ist und welche Gensequenz exakt betroffen ist. Der Test wird sowohl mit gesättigten, kräftigen Farben, als auch mit gedeckten Farben durchgeführt.
  • Ein optisches Untersuchungsgerät namens Anomaloskop ist eigentlich ein Spektralfarbenmischgerät. Das Gerät zeigt demjenigen, der hindurchschaut, einen horizontal geteilten Kreis. Geschaut wird immer jeweils mit einem Auge. Die untere Hälfte des Kreises ist immer gelb eingefärbt, sie dient als Referenzfläche. Diejenigen, die durch das Gerät schauen, müssen nun die obere Hälfte des Kreises im selben Farbton einfärben, die Farbe also am Gerät selbst einstellen. Für Normalsichtige ist das kein Problem, Fehlsichtige werden immer einen jeweils zu hohen Anteil von rotem oder grünem Licht einstellen. Wieviel das jeweils ist, hängt von der Ausprägung der Sehschwäche ab.
  • Verschiedene Varianten des Lantern-Tests: Generell werden beim Lantern-Test verschiedene farbige Punkte auf dunklem Hintergrund auf die Wand projiziert. Die Testpersonen sollen die Anzahl der farbigen Punkte und deren genaue Farbe benennen. dadurch lassen sich eventuell vorhandene Fehlsichtigkeiten ebenfalls recht genau bestimmen. Denn die Punkte werden normalerweise im Vergleich zueinander beschrieben.

Menschen mit Rot-Grün Sehschwäche sehen besser

… zumindest im Bereich von Khaki-Tönen. Studien haben ergeben, dass diese Farbtöne in weit mehr Nuancen unterschieden werden können also von Normalsichtigen. Das macht sich die Bundeswehr zunutze: Menschen mit einer Rot-Grün Schwächelassen sich von Flecktarn nicht täuschen.

Simulation einer Rot-Grün Schwäche

Du findest nicht nur den ein oder anderen Rot-Grün Test online, sondern auch eine Simulation, mit der Du Bilder so wahrnimmst, wie Menschen mit einer Rot-Grün Sehschwäche sie wahrnehmen. Bei Wikipedia sind im Artikel zur Sehschwäche solche Bilder wiedergegeben, und viele andere Webseiten befassen sich ebenfalls damit. Die verschiedenen Tests und Geräte, die zur Feststellung einer Rot-Grün Schwäche benutzt werden, sind auf den unterschiedlichen Internetseiten detailliert vorgestellt. Und natürlich gibt es auch die ein oder andere Test-Simulation, so dass Du Dich auf den Test ein bisschen vorbereiten kannst.

Brille gegen Rot-Grün Sehschwäche?

Symbolfoto einer Enchroma Brille
Symbolfoto einer Enchroma Brille

Eine Rot-Grün Sehschwäche kannst man weder heilen, noch in irgendeiner Art und Weise behandeln. Aber es gibt eine Brille namens „Enchroma“ von einem kanadischen Hersteller, die durch Farbfilter einen Teil der Fehlsichtigkeit kompensieren kann. Diese funktioniert wie eine Sonnenbrille und filtert einen Teil des Lichts aus. Nur bestimmte Wellenlängen können die Gläser passieren. Dadurch können auch Menschen, die durch Vererbung weniger Rotzapfen oder weniger Grünzapfen haben, ein deutlich farbigeres Bild sehen. Diese Brille kannst Du aber beim Sehtest der polizeiärztlichen Untersuchung nicht tragen, denn das wäre, als würdest Du beim Rot-Grün Sehschwäche Test schummeln. Der Test befasst sich schließlich mit der Frage „Wie sieht man?“ und nicht mit der Frage „Wie kompensiert man?“.

Und nun zum Polizeidienst: Möglich mit Sehschwäche?

Generell ja. Allerdings nur dann, wenn sich die Sehschwäche innerhalb des Bereichs 0,7 bis 2,0 (gemessen mit dem Anomaloskop) bewegt. Und das kannst Du zu Hause natürlich nicht mit einem Rot-Grün Test online feststellen, dazu musst Du in der Tat eine augenärztliche Praxis mit Spezialgerät aufsuchen. Landespolizei und Bundespolizei arbeiten beide mit den gleichen Standards: Wie viel die Sehkraft von der Norm abweichend auf, ist in der sogenannten DVO 300 festgelegt.

Du kannst dir aber gerne auch unseren Artikel zum Thema „Sehtest bei der Polizei“ ansehen!


Zum Ablauf

Sobald du auf den „Start“-Button gedrückt hast, zählt die Zeit runter. Insgesamt hast du 6 Minuten Zeit (360 Sekunden). Es erscheinen auf dem Bildschirm nun Formen in unterschiedlichen Farben. Drücke je nachdem, welche Farbe die Figur hat, die Taste 0 oder 1. Hierbei handelt es sich um einen Rot-Grün Sehschwäche-Test als eine Art Reaktionstest!

Taste 0: rot
Taste 1: grün

[Du kannst dein Zeitfenster oben rechts je nach Wunsch variieren.]

Viel Erfolg!

 

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