Wiener Test bei der Polizei

Je nach Bundesland fallen die Einstellungstests bei der Polizei unterschiedlich aus. Die Tests unterscheiden sich hierbei nicht nur im Umfang, sondern auch im Schwierigkeitsgrad. Allgemein lässt sich jedoch sagen, dass die Einstellungstests bei der Polizei immer aus mehreren Testabschnitten bestehen. Neben einem Sporttest und den mündlichen Testinhalten gehört zum Auswahlverfahren der Polizei in der Regel auch ein schriftlicher Test. Dieser kann, je nach Bundesland, sehr unterschiedlich ausfallen. Vielfach müssen die Bewerber neben Fragen zum Allgemeinwissen auch einen Wiener Test absolvieren. Bei diesem geht es weniger um Wissen, sondern um eher um Reaktionsgeschwindigkeit, Konzentrationsfähigkeit und Beobachtungsgabe.

 

Teste Dich!

Wir haben Dir einen kurzen Test vorbereitet, mit dem Du deine Konzentrationsfähigkeit auf die Probe stellen kannst. 🙂

 

 

 

Konzentrationstest bei der Polizei

Der Konzentrationstest bei der Polizei unterscheidet sich je nach Laufbahn und Bundesland. Es werden verschiedene Tests wie zum Beispiel der Test d2 oder der Frankfurter-Adaptiver-Konzentrationsleistungstest bei der Polizei durchgeführt. Wir haben einen Artikel mit einer Übersicht über die unterschiedlichen Konzentrationstests vorbereitet. Einige Beispiel-Tests kannst du auf dieser Seite auch kostenlos üben.

In diesem Artikel geht es vorwiegend um den Wiener-Test der bei der Polizei in Nordrhein-Westfalen im Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) in Münster genutzt wird.

Der Wiener-Test im Polizei PC-Test NRW

Bei der Polizei NRW gibt es zunächst einen zwei- bis dreieinhalb-stündigen Computertest. Wichtige Themen sind hierbei Merkfähigkeit, Rechtschreibung, Zeichensetzung, Logik und Flussdiagramme. Anschließend findet ein Gespräch statt. Hier kann es beispielsweise um Tätowierungen (falls du welche hast) oder typische Fragen eines Vorstellungsgesprächs gehen. In NRW folgt erst am Ende der Wiener-Test. Nicht alle Bewerber absolvieren diesen Test gleichzeitig, sondern es werden verschiedene Gruppen gebildet, die nach und nach den Test durchlaufen. Woran das genau liegt ist unklar, möglicherweise stehen aber einfach nicht genug Arbeitscomputer für alle Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung. Mehr Informationen über den Polizeitest in NRW findest du in diesem Erfahrungsbericht. Nachdem du den Wiener-Test in NRW absolviert hast musst du dich für gewöhnlich bei der Personalwerbung melden, wo es mit dem Polizei Assessment Center weiter geht.

Wissenswertest über das Wiener Testsystem (WTS)

Heutzutage stehen uns über 120 verschiedene Verfahren zur Verfügung, um Aufmerksamkeit, Intelligenz, kognitive Leistungsfähigkeit, Gedächtnis und Persönlichkeit zu erfassen. Diese Verfahren sind alle normiert und validiert und liefern daher unfehlbare Ergebnisse und sind computergestützt, das heißt sie werden allesamt am Computer durchgeführt. Vor 5 Jahren wurde erst ein neues Testsystem vorgestellt, welches gegenüber den anderen Versionen einige Updates mit sich brachte. Hierzu gibt es vier spezifische Fachversionen für den Einsatz in der Neuro-, Personal-, Verkehrs- und Sportpsychologie. Der Vorteil hieran: die Testverfahren können direkt online und ohne Installation von Software durchgeführt werden, was von Vorteil ist, wenn eine räumliche Distanz zwischen Testperson und Testleiter herrscht.

Der Wiener Test basiert auf dem Wiener Testsystem (WTS), zu dem schon in den 50er Jahren Messgeräte entwickelt wurden. Ziel war es, Aufmerksamkeit und Wahrnehmung von Menschen zu messen. Das WTS dient zur psychologischen Diagnostik und schafft die Grundlage dafür, psychologische Verfahren am PC einerseits durchzuführen und andererseits auch automatisch auszuwerten. Ein enormer Vorteil also gegenüber der klassischen „Papier-Bleistift-Variante“. Seit rund 30 Jahren kommen standardisierte Prüfplätze zum Einsatz, an welchen auch die Bewerber der Polizei getestet werden. Dabei wird der Test nach wie vor noch überarbeitet und erweitert. In der heutigen Fassung finden sich beispielsweise auch multimediale Anwendungen oder das Internet wieder. Das WTS wird nicht nur bei Einstellungstest der Polizei verwendet sondern auch bei dem MPU Test (Medizinisch-psychologische Untersuchung). Den MPU Reaktionstest online üben beispielsweise diejenigen Leute, die nach einer Fahrzeugkontrolle ihren Führerschein abgeben mussten.

In den 1970er Jahren entwickelte Dr. Felix Schuhfried verschiedene Geräte zur Messung von sehr kurzen Reizdarbietungen und die damit verbundenen Reaktionszeiten. Hierbei stand die Testdiagnostik im Vordergrund. Zu diesen Geräten zählte beispielsweise das sogenannte „Trachistoskop“, welches zu Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsuntersuchungen diente. Dr. Schuhfried war einer der ersten Wissenschaftler, der erkannte, dass der Computer die teilweise extrem teuren elektromechanischen Instrumente ablösen konnte. Deshalb wurde Anfang der 1980er Jahre das WTS, wie wir es heute kennen, entwickelt.

 

Der Ablauf des Wiener Tests

Höchste Konzentration ist geboten!

In der Regel dauert der Wiener Test bei der Polizei eine halbe Stunde. Mitunter kann es aber auch etwas länger dauern. Im Vergleich zu anderen Tests ist dies aber vergleichsweise kurz. Trotzdem sind die Aufgaben für die Bewerber oft sehr anstrengend, da bei der halben Stunde volle Konzentration gefragt ist.

Der Prüfplatz unterscheidet sich etwas von einem herkömmlichen Computer. Anstatt Maus und Tastatur gib es zehn schwarze Tasten, mehrere Tasten in unterschiedlichen Farben sowie zwei Fußpedale. Dies ist Absicht, da die Bewerber mit einer neuen Situation konfrontiert werden sollen. Innerhalb des Tests gibt es unterschiedliche Bereiche, die auf verschiedene Fähigkeiten abzielen. Sehr typisch ist beispielsweise ein Reaktionstest. Hier müssen die Bewerber auf einen bestimmten Reiz in vorgegebener Form reagieren. Neben der richtigen Reaktion ist dabei auch die Zeit wichtig. Die Auswertung nimmt dann noch ein wenig Zeit in Anspruch.

Unterschiedliche Testabschnitte

Der Determinationstest

Worum geht’s?

Hier geht es neben der Reaktionsgeschwindigkeit auch um die Aufmerksamkeit. Man sieht auf dem Bildschirm ein Abbild der Tasten und der Fußpedale des Computers – diese sind identisch zu dem Bedienpult des Testteilnehmers. Nun gilt es, die richtigen Tasten zu drücken, sobald diese auf dem Monitor leuchten. Beispiel:

Wiener Test im Polizei Konzentrationstest
Wiener Test im Polizei Konzentrationstest

Wenn auf dem Bildschirm zb. (wie in der oberen Grafik zu sehen) ein orangenes Feld aufleuchtet, dann muss der Bewerber den entsprechenden Knopf auf deinem Bedienpult betätigen. Leuchtet beispielsweise das linke rechteckige Feld (unten links in der Grafik) auf, so muss der Testteilnehmer das linke Fußpedal betätigen.

Der Aufmerksamkeitstest

Worum geht’s?

Bei dem Aufmerksamkeitstest müssen Bilder genau studiert werden. Bei diesem Test wird die Merkfähigkeit des Bewerbers geprüft. In gewisser Weise handelt es sich hier um einen Gedächtnistest. Nachdem der Bewerber sich das Bild ganz genau angesehen hat und dabei auf die kleinsten Details geachtet hat, wird das Bild wieder ausgeblendet und verschiedene Objekte eingeblendet. Die Bewerber sollen dann bestätigen, ob sich bestimmte Gegenstände auf dem Bild befanden oder nicht.

Der figurale Vergleichstest

Worum geht’s?

In diesem Testabschnitt werden die Beobachtungsgabe und die Aufmerksamkeit überprüft. Auch die Konzentration ist gefragt! Es werden am oberen Bildschirmrand Symbole eingeblendet. Dazu kommen am unteren Rand des Bildes Figuren. Die Bewerber müssen nun Übereinstimmungen finden. Das heißt, stimmen die beiden dargebotenen Bilder miteinander überein, so muss der Bewerber den grünen Knopf auf seinem Bedienfeld betätigen, stimmen die Bilder nicht miteinander überein, wird der rote Knopf gedrückt. Die Abfolge der Symbole erfolgt in sehr kurzen Abständen – man muss also schnell sein!

Der Linienverfolgungstest

Worum geht’s?

Im Linienverfolgungstest wird der Bewerber damit konfrontiert sein, aus einen Linienwirrwarr den Start und Endpunkt einer vorgegebenen Linie zu identifizieren.

Auch das Thema Straßenverkehr spielt eine große Rolle. Im Linienverfolgungstest ist aus einem „Linienwirrwarr“ eine Linie zu identifizieren und deren Ende zu finden. Damit soll die Orientierung überprüft werden. Nachdem die Antwort eingegeben wurde, erscheint ein neues Linienwirrwarr und der Teilnehmer muss eine neue Linie suchen und diese nachverfolgen.

Der Verkehrsauffassungstest

Worum geht’s?

Im Verkehrsauffassungstest geht es darum, sich schnell einen Überblick zu verschaffen. Des Weiteren wird auch die Beobachtungsgabe der Bewerber überprüft. Die Bewerber sehen für kurze Zeit ein Bild mit einer Verkehrssituation. Dann müssen im Anschluss Fragen zu dieser beantwortet werden. Zum Beispiel könnte danach gefragt werden, ob ein bestimmter Gegenstand auf dem Bild zu sehen war oder es wird eine Frage zu der Situation als solche gestellt. Es werden dem Teilnehmer mehrere Antwortmöglichkeiten dargeboten nach dem Multiple-Choice-Schema. Nachdem der Teilnehmer seine Antwort eingeloggt hat, wird eine neue Situation dargeboten.

Der Reaktionstest

Worum geht’s?

In diesem Testabschnitt geht es logischerweise um die Reaktionsgeschwindigkeit des Bewerbers. Zu Beginn wird der Ablauf von einem Testleiter erklärt. Hiernach gibt es meistens die Möglichkeit einer kurzen Übungsphase. Im Test gilt es dann immer einen bestimmten Knopf zu betätigen, wenn der damit verbundene Reiz auftaucht. Ein Beispiel für einen solchen Reiz wäre, dass ein grünes Feld erleuchtet und zeitgleich ein Ton zu hören ist. Der Testteilnehmer muss in diesem Test immer möglichst schnell den vorgegebenen Knopf betätigen um so seine Reaktionsgeschwindigkeit unter Beweis zu stellen. BEACHTE: es kann durchaus sein, dass auch die Versuche gewertet, wo der Testteilnehmer falsch reagiert hat.

Wiener Test durchgefallen

Der Wiener Test bereitet vielen Bewerberinnen und Bewerbern große Probleme und wir bekommen häufig Fragen oder Rückmeldungen zu genau diesem Test. Am 15.03.2018 haben wir von einer Bewerberin eine E-Mail mit der folgenden Nachricht erhalten:

Liebes Plakos-Team,

zuerst wurde der Wiener Test durchgeführt, woran ich bei dem Linienverfolgungstest gescheitert bin. Die Aufgaben waren alle richtig aber ein paar Sekunden über der vorgegebenen Zeit. Den PC- Test durfte ich dann nicht mehr machen und der Einstellungstest war somit beendet.
Meine Personalwerberin hat mir die Möglichkeit vorgeschlagen, den Wiener Test beim TÜV nachzuholen und dann Wiederspruch einzulegen. Ich werde es noch einmal versuchen.

Liebe Grüße

Diese E-Mail ist ein sehr gutes Beispiel welche zeigt, wie schwer der Test ist. Damit du nicht durch den Konzentrationstest bei der Polizei durchfällst empfehlen wir dir eine ausreichende Vorbereitung. Natürlich bestehen auch viele Bewerber ohne Vorbereitung den Polizeitest. Am Ende ist es aber besser man hat sich zu viel statt zu wenig auf das Auswahlverfahren vorbereitet. Auf unserer Seite bieten wir in unserem Online-Testtrainer die Möglichkeit sich genau auf solche Konzentrationstests vorzubereiten. Unsere Online-Konzentrationstests haben wir auf Basis von Bewerber-Feedback entwickelt. Unsere Wiener Test Polizei Übungen wurden tausende Male durchgeführt und haben zahlreichen Bewerbern geholfen den Polizeitest zu bestehen und ihrem Traumberuf ein großes Stück näher zu kommen. Selbstverständlich bieten wir nicht den originalen Test an, sondern nur Inhalte die auf den Test vorbereiten.

Auf den Test vorbereiten

Vor allem Bewerber der Polizei aus Nordrhein-Westfalen (NRW) sollten sich besonders gut auf den Wiener-Test vorbereiten. Für die Vorbereitung empfehlen wir den Online-Testtrainer von Plakos. Alle Informationen zum Online-Testtrainer und was andere Bewerberinnen und Bewerber dazu sagen findest du hier.
Welche Aufgaben letztendlich wirklich im Einstellungstest abgefragt werden, kann natürlich keiner genau sagen. Natürlich ist es nicht so ganz einfach sich durch Lernen auf diejenigen Fragen vorzubereiten, welche im Wiener Test nicht auf das Wissen von den Bewerbern abzielen. Vielmehr werden im Wiener Test bei der Polizei bestimmte Eigenschaften der Bewerber abgeprüft, wie zum Beispiel Konzentrationsfähigkeit, Reaktionsgeschwindigkeit und Geschick. Allerdings ist das Schema in der Regel ähnlich. Man kann daher die Aufgaben durchaus trainieren. Auf diese Weise macht man sich schon einmal mit dem späteren Test vertraut und hat es oft einfacher. Auch können Erfahrungsberichte ehemaliger Bewerber helfen. In diesen finden sich oft nützliche Hinweise, Tipps oder mögliche Stolpersteine, die es zu vermeiden gilt. Des Weiteren ist es eine gute Idee, wenn Bewerber Figuren analysieren und vergleichen, denn das schult die Beobachtungsgabe.

Unser Tipp: spiele Memory, um deine Merkfähigkeit zu trainieren oder mache online kostenlose Geschicklichkeitstests. Des Weiteren kannst du in verschiedenen Rätselheften solche Rätsel üben, bei denen es gilt Fehler zu finden. Und nicht vergessen: setzte dir ein Zeitlimit, denn auch im Einstellungstest wirst du unter Zeitdruck arbeiten müssen! Doch keine Angst: wenn Du ruhig und konzentriert an den Test herangehst, dann wirst Du ihn auch bestehen können!

Starte noch heute mit der Vorbereitung auf deinen Einstellungstest! Klicke hier um zum online Programm zu gelangen!

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